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Film-FestivalDOK Leipzig zeigt rund 250 Arbeiten aus 55 Ländern

Stand: 29. September 2022, 12:11 Uhr

Die Wettbewerbsfilme der 65. Ausgabe von DOK Leipzig stehen fest. 74 Filme sind in diesem Jahr im Rennen um die Goldenen und Silbernen Tauben, wie das Festival für Dokumentar- und Animationsfilme am Donnerstag mitteilte. Insgesamt sind bei dem Festival unter anderem 67 Lang- und 179 Kurzfilme zu sehen, darunter Erstlingswerke ebenso wie Arbeiten vielfach prämierter Filmschaffender. Davon sind 48 Beiträge als internationale oder Weltpremiere in Leipzig zu sehen.

Von DDR-Rebellinnen bis Band-Porträt

Auf dem Programm steht unter anderem der Film über den ehemaligen Jugendpfarrer von Jena, Lothar König, dessen Einsatz gegen Rechtsextremismus Kontroversen aufwarf. Die Doku mit dem Titel "König hört auf" geht im Deutschen Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm ins Rennen. Festivalleiter Christoph Terhechte sagte MDR KULTUR, der Film stamme von Königs Sohn Tilman und sei ein Portrait dieser schillernden Figur.

Von drei Künstlerinnen, die sich in den 80er Jahren gegen die DDR-Autoritäten auflehnten, handelt der Film "Rebellinnen – Fotografie. Underground. DDR". Er zeichnet ihre Werdegänge nach. Außerdem auf Programm: Ein Kurz-Dokumentarfilm über die Band Moderat. "Er ist entstanden vor der längeren Schaffenspause. Jetzt ist die Band zurück und wir zeigen den Film "Moderat – The Last Days" hier als Weltpremiere bei DOK Leipzig", so Terhechte.  

Mit der Nominierung der Wettbewerbsfilme ist das Filmprogramm komplett. Insgesamt präsentiert das DOK Leipzig von 17. bis 23. Oktober 255 Filme und XR-Arbeiten aus 55 Ländern. Eröffnet wird die 65. Ausgabe mit dem Film "No Dogs or Italians Allowed", der in Leipzig seine deutsche Premiere feiert. Es ist das zweite Mal, dass zum Auftakt des Festivals ein langer Animationsfilm gezeigt wird.

Bühne für ukrainische Filme

In diesem Jahr hat das DOK Leipzig zudem zahlreiche osteuropäische, vor allem auch ukrainische Filme im Programm. Damit wolle man unter anderem den Docudays UA, dem Internationale Dokumentarfilmfestival der Menschenrechte, eine Bühne geben, teilte das DOK mit. Die Docudays konnte aufgrund des Krieges gegen die Ukraine im März nicht wie geplant in Kiew stattfinden.

Mit der Veröffentlichung des Filmprogramms ist auch der Ticketverkauf für die 65. Festivaledition gestartet. Einige der Filme präsentiert das Festival zudem bei freiem Eintritt in der Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofs sowie im Polnischen Institut.

(Redaktionelle Bearbeitung: Cornelia Winkler)

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Dieses Thema im Programm:MDR KULTUR - Das Radio | 29. September 2022 | 10:30 Uhr