Internationale Filmfestspiele Erfurter Filmemacherin Anne Zohra Berrached in Berlinale-Jury berufen

Die Erfurter Filmemacherin Anne Zohra Berrached gehört zur Internationalen Jury der Berlinale 2022. Das gab die Festivalleitung am Freitag bekannt. Das Gremium entscheidet, an wen der Goldene Bär und die Silbernen Bären im Wettbewerb gehen. Das Festival soll am 10. Februar trotz steigender Corona-Infektionszahlen mit Publikum starten.

Keine Unbekannte auf der Berlinale: "24 Wochen" und "Zwei Mütter"

Berrached wurde bekannt mit ihrem Drama "24 Wochen", das 2016 als einziger deutscher Beitrag im Wettbewerb der Berlinale zu sehen war. Darin erzählt sie von einem Paar, gespielt von Julia Jentsch und Bjarne Mädel, das ein Kind mit Down Syndrom erwartet. Als die Geburt näher rückt, entscheidet sich Astrid, die Protagonistin des Films, anders als geplant, für eine späte Abtreibung. Damit packte Berrached ein Tabu-Thema an und "holte die Realität in den Film", auch indem sie den Spielfilm mit dokumentarischen Elementen verband. "24 Wochen" war ihre Abschlussarbeit an der Filmhochschule Baden-Württemberg. Auf der Berlinale 2013 gewann ihr Film "Zwei Mütter" den Bären in der Sektion "Perspektiven deutsches Kino".

Berlinale-Jury 2020 mit starken Frauen: Connie Nielsen und Tsitsi Dangarembga

Zur Internationalen Jury 2022 gehören außerdem der japanische Regisseur Ryûsuke Hamaguchi und die aus Dänemark stammende Schauspielerin Connie Nielsen "Wonder Woman"). Ebenfalls berufen wurden Filmemacher Karim Aïnouz ("Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão"), Filmproduzent Saïd Ben Saïd sowie die simbabwische Filmemacherin und Autorin Tsitsi Dangarembga, die im vergangenen Oktober mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden war. Bereits bekannt war, dass Regisseur M. Night Shyamalan ("The Sixth Sense") Jurypräsident wird.

Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals der Welt. Die nächste Ausgabe läuft bis zum 20. Februar.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kulturnachrichten | 28. Januar 2022 | 10:30 Uhr

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