Auszeichnung Andreas Dresen erhält Friedenspreis für "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush"

Andreas Dresen
Regisseur Andreas Dresen wurde 1963 in Gera geboren. Bildrechte: IMAGO / APress

Der aus Gera stammende Regisseur Andreas Dresen erhält für seinen Film "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" den nationalen Friedenspreis des Deutschen Films "Die Brücke". Das teilte der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e. V. mit. In der Verfilmung einer wahren Geschichte kämpft Rabiye Kurnaz für die Freilassung ihres Sohnes Murat aus dem US-Gefangenenlager Guantánamo.

Dresen habe das filmische Wunder vollbracht, dieses Drama unprätentiös mit Humor zu würzen, zitiert die Deutsche Presse-Agentur die Begründung der Jury. Er verbinde einen beklemmenden Gerechtigkeitskampf mit einer "amüsanten Milieustudie im deutsch-türkischen Sprachmischmasch". Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert.

Pflegenotstand, Spaltung und Krieg

Der internationale Friedenspreis des Deutschen Films geht 2022 an die Französin Catherine Corsini für ihren Film "In den besten Händen" über die Themen Pflegenotstand und gesellschaftliche Spaltung. Mit der Auszeichnung erhält die Filmemacherin ebenfalls 7.500 Euro. Der Spezialpreis und 3.000 Euro gehen an die ukrainische Regisseurin Maryna Er Gorbach für ihren Film "Klondike". Das Familiendrama spielt während des Krieges im Osten der Ukraine im Jahr 2014.

Preisverleihung bei Filmfest München

Der Friedenspreis des Deutschen Films ehrt künstlerisch wertvolle Filme mit humanistischer und gesellschaftspolitischer Dimension. Er wird seit 2002 vom Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds verliehen, in Erinnerung an den Filmemacher Bernhard Wicki und seinen Antikriegsfilm "Die Brücke". Die diesjährige Preisverleihung soll im Rahmen des Filmfests München stattfinden.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 13. Juni 2022 | 14:30 Uhr