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Der Dresdner Tatort "Parasomnia" ist eine Mischung aus Horrorfilm und Krimi Bildrechte: MDR/MadeFor/Daniela Incoronato

Fernsehpreise

Dresdner Horror-Tatort und Trickfilm "Fritzi" für Grimme-Preis nominiert

Stand: 02. März 2021, 12:07 Uhr

Corona ist ein großes Thema in vielen Fernsehfilmen, die dieses Jahr für den Grimme-Preis nominiert sind. Dass die Pandemie in unterschiedlichen Formaten inhaltlich wie auch gestalterisch aufgegriffen wurde, lasse sich über alle Kategorien hinweg beobachten, erklärte das Grimme-Institut am Dienstag in Marl. Es werde an Videokonferenzen am heimischen Wohnzimmertisch angeknüpft wie etwa in der Serie "Drinnen", an Social Distancing, an häusliche Gewalt wie in "@Kalinka08 – Melde dich bitte" oder an die Situation von alten Menschen in Senioren und Pflegeheimen in Dokumentarformaten.

Fünf MDR-Produktionen nominiert

Szene aus "Fritzi - Eine Wendewundergeschichte Bildrechte: Weltkino Filmverleih/Balance Film/TrickStudio Lutterbeck/Artémis Productions/Doghouse Films/MAUR film

Der MDR geht mit fünf Nominierungen ins Rennen um die 16 Preise: In der Kategorie Fiktion steht der MDR mit dem Dresdner Tatort "Parasomnia", der mehr Horror- und Gruselfilm als Krimi ist, und der Webserie "2 Minuten" über den unterschiedlichen Umgang mit Schwangerschaften auf der Nominierungsliste. In der Kategorie "Kinder & Jugend" können der Animationsfilm "Fritzi – Eine Wendewundergeschichte" und die Doppelgänger-Geschichte "Unheimlich perfekte Freunde" auf den renommierten Fernsehpreis hoffen.

Bauerfeind vs. Böhmermann

Die Sendung "Bauerfeind – Die Show zur Frau, eine Koproduktion von ONE/WDR und MDR, hat Chancen in der Kategorie Unterhaltung. Dort konkurriert sie mit der Comedysendung "Kroymann", der Serie "Warten auf'n Bus", dem "ZDF Magazin Royale" und der Satire-Online-Show "Browser Ballett" um den Preis.

Auch Netflix-Serien nominiert

Szene aus der Netflix-Serie "Unorthodox" Bildrechte: Anika Molnar/Netflix

Mit Produktionen wie "Unorthodox" über das Aufwachsen eines jüdischen Mädchens in einer ultra-orthodoxen Religionsgemeinschaft nach der Autobiografie von Deborah Feldman sowie "Das letzte Wort", "MaPa" und "Dignity" seien vier Serien privater Anbieter nominiert, teilte das Grimme-Institut weiter mit. Nominiert sind auch die Satire-Serie "Parlament", die Alltag und Intrigen im europäischen Parlament aufs Korn nimmt, und der Mehrteiler "Unterleuten" nach dem gleichnamigen Roman von Juli Zeh über den Kampf um Land in einem Dorf in Brandenburg.

Für besondere journalistische Leistungen stehen die Journalistinnen Mai Thi Nguyen-Kim, Isabel Shayani und Xenia Böttcher auf der Nominierten-Liste.

Wichtigster deutscher Fernsehpreis

Insgesamt sind in diesem Jahr 69 Produktionen und Spezialleistungen nominiert, die aus mehr als 850 Einreichungen ausgewählt wurden. Sie konkurrieren in den Kategorien Information und Kultur, Fiktion, Unterhaltung sowie Kinder und Jugend. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden am 11. Mai bekanntgegeben, die Preisverleihung ist für den 27. August geplant.

Der undotierte Grimme-Preis, der in diesem Jahr zum 57. Mal vergeben wird, gilt als wichtigster deutscher Fernsehpreis. Die Auszeichnung wurde 1961 auf Initiative des Bildungsexperten Bert Donnepp vom Deutschen Volkshochschul-Verband gestiftet und 1964 erstmals verliehen. Die Ehrung ist nach Adolf Grimme benannt, der von 1948 bis 1956 Generaldirektor des damaligen Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) war.

Dieses Thema im Programm:MDR KULTUR - Das Radio | Kulturnachrichten | 02. März 2021 | 11:30 Uhr