20. bis 24. September Leipziger Filmkunstmesse will Kinos den Weg aus der Krise weisen

Die Coronapandemie zwang die Kinos monatelang zur Schließung. Erst langsam fährt der Betrieb wieder hoch. Diesen Neustart will auch die Filmkunstmesse Leipzig unterstützen, die vom 20. bis 24. September stattfindet. Eröffnet wird die Messe mit dem Thomas-Brasch-Biopic "Lieber Thomas".

Kinosaal
Die Filmkunstmesse soll auch einen Neustart nach der Corona-Zeit darstellen. Bildrechte: colourbox.com

Mit der 21. Filmkunstmesse Leipzig soll den Kinos wieder eine Perspektive nach der erzwungenen Corona-Pause gegeben werden. Wie die Veranstalter am Dienstag mitteilten, will man mit Vorführungen, Diskussionen und Workshops Unterstützung leisten und helfen, einen Neustart zu organisieren, sagte AG-Kino-Geschäftsführer Felix Bruder.

Thomas Brasch zur Eröffung

Filmkunstmesse in der Kino Passage Leipzig
Filmkunstmesse in der Kino Passage Leipzig (Archiv) Bildrechte: Filmkunstmesse Leipzig

Im öffentlichen Programm der Messe wird es 27 Film zu sehen geben. Eröffnet wird das fünftägige Branchentreffen mit "Lieber Thomas" – ein Biopic über den Lyriker und Filmemacher Thomas Brasch. Nach Angaben der Veranstalter soll neben Regisseur Andreas Kleinert auch der Chemnitzer Schauspieler Jörg Schüttauf anwesend sein, der im Film Braschs Vater darstellt.

Darüber hinaus wird es Philipp Stölzls neuen Film "Schachnovelle" mit Oliver Masucci, Albrecht Schuch und Birgit Minichmayr zu sehen geben sowie Woody Allens neuestes Werk "Rifkin´s Festival".

Zuversichtlich für die Zukunft

Für die Leipziger Filmkunstmesse rechnen die Veranstalter mit mehr als Tausend Besuchern. Obwohl die Kinos in den vergangenen 18 Monaten überwiegend geschlossen waren, zeigte sich AG-Kino-Geschäftsführer Bruder für die Zukunft zuversichtlich. Die Besucherzahlen seit dem 1. Juni hätten gezeigt, dass die Menschen in Sachsen das Kino während der Pandemie nicht vergessen hätten. Demnach sank die Zahl der Besucher zwar im Vorjahresvergleich. Die Auslastung war trotzdem höher als 2018, "was ein sehr schlechtes Kinojahr war".

Bei MDR KULTUR sagte Brüder: "Wir sehen schon, dass die Menschen auch das Bedürfnis haben, sich wieder zu treffen, den öffentlichen Raum für sich zurückzuerobern. Da kommt den Kinos mit Sicherheit auch eine wichtige Rolle zu." Das betreffe zum Beispiel auch die Stadtentwicklung, die sich verändere.

Hendrike Bake (Filmprogramm), Felix Bruder (Geschäftsführer AG Kino-Gilde e.V.) und Kristin Klemann (Passage Kinos Leipzig) zeichnen sich für die diesjährige Filmkunstmesse verantwortlich.
Hendrike Bake (Filmprogramm), Felix Bruder (Geschäftsführer AG Kino-Gilde e.V.) und Kristin Klemann (Passage Kinos Leipzig) zeichnen sich für die diesjährige Filmkunstmesse verantwortlich. Bildrechte: Wild Bunch Germany

Wir brauchen Filme als Möglichkeiten der Diskussion und der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen. Das ist auch wichtig für die Demokratie, dass man nicht nur zu Hause sitzt und in seiner Blase Informationen konsumiert, sondern dass man sich mit Menschen austauschen kann.

Felix Bruder, Geschäftsführer AG-Kino

Preise in Leipzig

Den Abschluss der Messe bildet traditionell am vorletzten Abend die Vergabe der Gilde Filmpreise der deutschen Programmkinobetreiber. Diese werden in den Kategorien "Bester Spielfilm (national und international)", "Bester Dokumentarfilm", "Bester Kinderfilm" und "Bester Film Junges Kino" verliehen. Darüber hinaus wird der Gewinner des Publikumspreises am 24. September noch einmal im Leipziger Passage Kino gezeigt.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 17. August 2021 | 14:00 Uhr

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