Filme und Serien Mediatheken-Highlights: Zum 75. Geburtstag von Jaecki Schwarz

Gute Filme und Serien bieten nicht nur Netflix, Amazon und Co. – auch die Mediatheken von ARD, Arte und dem ZDF sind voll von spannenden Inhalten. Wir haben für Sie Tipps für besondere Filme und Serien zusammengestellt, die Sie kostenlos anschauen können. Zum 75. Geburtstag von Jaecki Schwarz sehen wir Jaecki Schwarz verliebt in "Klein-Paris", im DEFA-Klassiker "Ich war neunzehn" und natürlich in seinen "Polizeiruf"-Ermittlungen an der Seite von Wolfgang Winkler.

Zwei Personen schauen auf einem Tablet die ARD Mediathek an.
Tipps für die Mediatheken Bildrechte: SWR/Dennis Weissmante

Jaecki Schwarz: "Ich war neunzehn", "Du und ich und Klein-Paris", Polizeiruf 110

Noch als Schauspiel-Student übernahm Jaecki Schwarz 1967 die Hauptrolle in dem Antikriegs-Film "Ich war neunzehn". Die hatte Regisseur Konrad Wolf eigentlich schon an Wolfgang Winkler vergeben. Nachdem er Schwarz zufällig bei Dreharbeiten entdeckt hatte, besetzte Wolf um.

Gregor Hecker (Jaecki Schwarz, li.) schwenkt eine weiße Fahne. Neben ihm:  Wadim (Wassili Liwanow).
In der Uniform eines Leutnants der Sowjetarmee kommt der neunzehnjährige Gregor Hecker (Jaecki Schwarz, li.) im April 1945 nach Deutschland zurück. Bildrechte: MDR/DREFA

Nun spielte Schwarz den blutjungen deutschen Emigranten Gregor, der in sowjetischer Uniform in den letzten Kriegstagen in seine Heimat zurückkehrt. Heute gilt "Ich war neunzehn" als grandioses Zeitgemälde und DEFA-Klassiker.

Filmszene mit Evelyn Opoczynski und Jaecki Schwarz
Filmszene mit Evelyn Opoczynski und Jaecki Schwarz Bildrechte: Progress

Am Beginn seiner Karriere spielt Jaecki Schwarz in einer Komödie, die das Lebensgefühl junger Leute fürs Kino einfangen sollte: "Du und ich und Klein-Paris" (1971). Er mimt den Philosophie-Studenten und Radsportler Thomas, der sein Untermieterzimmer bei Frau Häublein in der Leipziger Menckestraße gegen eine Kammer tauschen muss. Platz machen soll er der Tochter eines Oberpostrats, was ihm Angelika (Evelyn Opoczynski) nicht gerade sympathisch macht. Das hübsche Mädchen wird bald von Verehrern umschwärmt, das Abi gerät ins Hintertreffen. Der Vater beauftragt ausgerechnet Thomas, auf Angelika aufzupassen. Den Auftrag nimmt er sehr ernst! Von Rudi Strahl, einem der besten DDR-Autoren fürs Komödienfach, stammte das Drehbuch. Regisseur Werner W. Wallroth setzte es Ende der 1960er-Jahre, Anfang der 1970er-Jahre in "Klein-Paris" in Szene. Die Stadt bekam nach der Sprengung der Leipziger Universitätskirche 1968 gerade ein neues Zentrum samt "Weisheitszahn" - das Uni-Hochhaus von Henselmann - implantiert, was dem Film besonderes Zeitkolorit verleiht.

Jaecki Schwarz
Jaecki Schwarz als Detlev in "Ach du meine Liebe" Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ein Muttersöhnchen namens Detlev spielt Jaecki Schwarz hingegen in der Komödie "Ach du meine Liebe" aus dem Jahr 1984. Detlev verliert seine Freundin Karin. Kummer und eine alkoholisierte Zufallsbekanntschaft geben den Anstoß, eine Heiratsannonce aufzugeben. Dabei gerät er nun in die Irrungen und Wirrungen von Freund- und Liebschaften.

Schmücke (Jaecki Schwarz, links) will mit Maria Wanka (Esther Zimmering, rechts) einen Widerspruch in den Aussagen klären.
Jaecki Schwarz als Ermittler Schmücke im Polizeiruf "Raubvögel" Bildrechte: MDR/Andreas Wünschirs

1996, 30 Jahre nach der ersten Begegnung, brachte der nun vom MDR produzierte "Polizeiruf 110" Jaecki Schwarz wieder mit Wolfgang Winkler zusammen. Gemeinsam gingen sie 17 Jahre für die Krimireihe, die in der ARD als Ost-Pendant zum "Tatort" lief, auf Verbrecherjagd in Halle an der Saale. 2012 entstand die Folge "Raubvögel", in denen Adler-Eier zum Corpus delicti werden. Am Ende wurde aus Schwarz und Winkler sogar noch "Das Traumpaar". In der 2008 in Stendal gedrehten Komödie spielen sie Günther und Erwin als beste Freunde und zugleich Lieblingsfeinde: Seit 30 Jahren liegen sie im Clinch wegen einer Frau.

Mehr Informationen "Du und ich und Klein-Paris" | Die Komödie in der ARD-Mediathek bis 28.02.2021 | 10:15 Uhr

"Ich war neunzehn" | Antikriegsdrama von Konrad Wolf und DEFA-Klassiker in der ARD-Mediathek ab 27.02.2021 | 00:00 Uhr und für 30 Tage nur in Deutschland abrufbar

"Ach du meine Liebe" - Die Komödie in der ARD-Mediathek | Bis 27.03.2021

"Das Traumpaar" - Die Komödie in der ARD-Mediathek | Bis 26.05.2021

"Raubvögel" - Die Polizeiruf-Folge in der ARD-Mediathek | Bis 22.08.2021

"Tatort" aus Dresden: "Rettung so nah"

Am Elbufer in Dresden werden zweimal kurz nacheinander Rettungssanitäter im Einsatz attackiert. Unbekannte Täter ermorden zwei Sanitäter. Die Ermittlerinnen Karin Gorniak (gespielt von Karin Hanczewski) und Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) sowie Kommissariatsleiter Schnabel (Martin Brambach) ermitteln in alle Richtungen. Steckt ein randalierender Patient hinter den Taten? Oder gar ein Mitarbeiter aus dem Sanitätsdienst?

Tatort Dresden: Rettung so nah Karin Gorniak (Karin Hanczewski, li.) und Leo Winkler (Cornelia Gröschel) Sendetermin: 07.02.2021, 20.15 Uhr, Das Erste
Karin Gorniak (Karin Hanczewski, li.) und Leo Winkler (Cornelia Gröschel) mit Kollegen im Einsatz. Bildrechte: MDR/MadeFor/Daniela Incoronato

Mehr Informationen Tatort: "Rettung so nah" mit Karin Hanczewski und Leonie Winkler als Ermittlerinnen

Gesendet am 7. Februar 2021 im Ersten, in der Mediathek verfügbar bis zum 7. August 2021.

Weimarer "Tatort" am Neujahrsabend: "Der feine Geist"

Mitten am Tag wird vor einem Juwelierladen in der Weimarer Innenstadt ein Geldbote kaltblütig ermordet. Kira Dorn und Lessing werden zufällig Zeugen und verfolgen den Täter. Bei einem Schusswechsel in der Parkhöhle wird Lessing verletzt, der Täter kann entkommen. War es etwa ein Raubmord? Da Lessing das Mordopfer einige Tage zuvor bei einer Verkehrskontrolle angehalten hatte, vermutet Kira ein anderes Motiv. Im Kofferraum des kontrollierten Wagens befand sich ein seltener Papagei. Wollte der Inhaber der Sicherheitsfirma seinen Geschäftsführer liquidieren, um seine Firma vor einem tierischen Bestechungsskandal zu schützen?

Kira Dorn und Lessing geben alles, um den Schuldigen in diesem komplexen Fall zu finden, in dem nichts so ist, wie es scheint …

Kira Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) in der Parkhöhle.
Tatort Weimar "Der feine Geist" Bildrechte: MDR/MadeFor Film/Steffen Junghans

Mehr Informationen "Tatort: Der feine Geist" aus Weimar mit den Ermittlern Kira Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) läuft am 1. Januar 2021 um 20.15 Uhr im Ersten und ist bis 1. Juli 2021 in der ARD-Mediathek verfügbar.


Zauberhafte alte und neuverfilmte Märchen

Wer liebt sie nicht, die märchenhaften Erzählungen aus vergangenen Jahrzehnten: Jahr um Jahr begleiten uns die Märchen und Kinderfilme in der Advents- und Feiertagszeit. Klassiker aber auch Neuverfilmungen sind in der MDR-Mediathek verfügbar.

Szenenfoto.Rumpelstilzchen
Ein Szenenfoto der "Rumpelstilzchen"-Inszenierung des Theaters Altenburg Gera. Bildrechte: Theater Gera/Ronny Ristok

Märchen aus der ARD-Reihe "Sechs auf einen Streich", Lizenz-Ankäufe der DEFA, russische und tschechische Märchen sowie Mitschnitte von Theater-Inszenierungen können die Weihnachtszeit noch zauberhafter machen.


Fünf Filme von Aki Kaurismäki

Es wird skurril auf Arte: Fünf Kaurismäki-Filme sind bis April 2020 exklusiv online zu sehen. Die kleine Retrospektive lädt ein, den finnischen Regisseur wiederzuentdecken, seine Filme, gesättigt von Melancholie und Dunkelheit, aber auch von brachialem Humor und voll wunderbarer Bilder. Als "Erinnerung an die finnische Realität" zu sehen ist die Aussteigergeschichte um "Ariel". Mit trockenem Humor erzählt Kaurismäki von der Unmöglichkeit, in einer Geld- und Leistungsgesellschaft ohne Lohn und Brot ehrbar zu bleiben. Zu sehen ist auch "Das Leben der Boheme" um drei Möchtegernkünstler – den Schriftsteller Marcel, den albanischen Maler Rodolfo und den irische Komponisten Schaunard. Sie kämpfen in Paris mit viel Einfallsreichtum gegen Hunger, Kälte und die Einsamkeit. In diesem Melodram nach dem Roman "Scènes de la vie de bohème" von Henri Murger kam Aki Kaurismäki 1992 nach einem Abstecher in die Farbe zum Schwarz-Weiß zurück.

Szene aus "Das Leben der Boheme"
"Das Leben der Boheme" Bildrechte: imago images / United Archives

Ein Comeback war zehn Jahre später auch "Der Mann ohne Vergangenheit". Nach einem brutalen Überfall hat der sein Gedächtnis verloren und schafft sich – gerade noch von den Ärzten für tot erklärt – eine neue Existenz. Hilfe findet er bei den Außenseitern und Ärmsten Helsinkis – und die Liebe seines Lebens in der Heilsarmistin Irma. Mit dieser tragikomischen Liebesgeschichte kehrte Kaurismäki nach einer Schaffenspause in die Filmwelt zurück und bekam 2002 in Cannes die Goldene Plme. Irma wird, wie "Das Mädchen aus der Streichholzfabrik" oder die arbeitslose Frau in "Wolken ziehen vorüber", gespielt von Kaurismäkis Stammschauspielerin Kati Outinen.

Zwar fehlen leider die "Leningrad Cowboys", statt des Films über die osteuropäische Band, die in Amerika den Durchbruch schafft, gibt es immerhin die fünf besten musikalischen Kaurismäki-Zitate im Clip. Denn neben skurrilen, sehr menschlichen Geschichten liebt Kaurismäki auch die Musik.

Mehr Informationen Zu sehen sind bis April 2021 folgende Fime in der Arte-Mediathek:

"Ariel - Abgebrannt in Helsinki (1988)
"Das Mädchen aus der Streichholzfabrik" (1990)
"Das Leben der Boheme" (1992)
"Wolken ziehen vorüber" (1996)
"Der Mann ohne Vergangenheit" (2002)

Außerdem:
Blow up: Kaurismäki in fünf Musik-Zitaten und in Bildern


Krimi: "Donna Leon - Acqua Alta"

Der bekannte Commissario Brunetti (Uwe Kockisch) hat es mit einem heimtückischen Fall von Kunstfälschung zu tun. Nach einer Ausstellung chinesischer Vasen wurde ein Teil der kostbaren Leihgaben durch Fälschungen ersetzt. Der Kunstkenner Gabriele Cassato, gespielt von Rolf Hoppe, hilft dabei mit Hintergrundwissen. Doch auch die Verdächtigen haben kein Glück, sie werden ermordet aufgefunden.

In dem aufwändig inszenierten Venedig-Krimi aus der erfolgreichen Reihe der Donna-Leon-Verfilmungen verkörpert Uwe Kockisch wieder die Rolle des eigenwilligen und sympathischen Commissario, der die Schusswaffe durch Verstand und Einfühlung ersetzt. Auch Schauspiellegende Rolf Hoppe, der dieser Tage seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte, besticht mit seiner Darstellkunst. Die Hauptrolle spielt aber wie gewohnt die Lagunenstadt Venedig mit ihren traumhaften Schauplätzen.

Der Kunstkenner Gabriele Cassato (Rolf Hoppe) bringt den Commissario auf die richtige Fährte.
Rolf Hoppe spielt den Kunstkenner Gabriele Cassato Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Martin Menke
Die Alterstumsforscherin Brett Lynch (Gesine Cukrowski) undCommissario Brunetti (Uwe Kockisch) 89 min
Die Alterstumsforscherin Brett Lynch (Gesine Cukrowski) ist brutal zusammen geschlagen worden. Commissario Brunetti (Uwe Kockisch) will ihr helfen, die Täter zu finden. Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Martin Menke

Mehr Informationen Sie können den Film "Donna Leon - Acqua Alta" bis zum 5. Juni 2021 in der MDR-Mediathek ansehen.


Doku "Die Pulsnitzer Pfefferküchler und ihr Geheimrezept"

Spitzen, Alpenbrot und Pflastersteine – in Pulsnitz, einer kleinen Stadt bei Dresden, ist fast das ganze Jahr über Pfefferkuchen-Zeit. Hier wird die süße Backware schon seit Jahrhunderten hergestellt. Dass auch heute noch handgefertigte Pulsnitzer Pfefferkuchen die Weihnachtszeit versüßen, ist ein kleines Wunder. Denn nach der Wende stand niemand auf den Geschmack von Ost-Produkten. Doch die Pfefferküchler aus Pulsnitz ließen sich davon nicht beirren, wie die MDR-Doku erzählt.

Mann mit weißem Bart 44 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mehr Informationen Die Dokumentation "Die Pulsnitzer Pfefferküchler und ihr Geheimrezept" ist bis 24. November 2021 online verfügbar.


Webserie: "2 Minuten"

Zwei Minuten dauert es, bis ein Schwangerschaftstest das – ersehnte oder befürchtet – Ergebnis anzeigt. Die Webserie "2 Minuten – der Test", die in Leipzig spielt, erzählt sechs Geschichten um genau diesen entscheidenden Moment. Und dabei wird nicht lange um den heißen Brei geredet, in welcher Situation auch immer: in einer Leipziger Straße, einem Café, einer Frauenarztpraxis oder eben vor einer Apotheke.

Den sehr privaten Moment setzt Autorin Lisa Miller bewusst in einen konkreten politischen Kontext, weil er mehr sei als Emotion und Lebensentscheidung. Die Serie ist kurzweilig, direkt und knackig und überzeugt zudem mit seinem sympathischen und diversen Ensemble, das mit natürlicher Amateurhaftigkeit spielt. Heraus sticht der Auftritt von Corinna Harfouch als robuste Frauenärztin Vogel mit sächsischem Kolorit.

Mehr Informationen Die Webserie "2 Minuten" ist bis 27. Mai 2021 in der ARD Mediathek einzeln und als Episodenfilm abrufbar.
Produktion: MDR, 2020


Remake: "Pan Tau"

Pan Tau, die Kultfigur aus der gleichnamigen Serie der 70er-Jahre ist wieder da. Die Neuverfilmung ist eine zeitgemäße Adaption mit dem englischen Stand-up-Comedian und Zauberer Matt Edwards als der neue Pan Tau. Die 14-teilige Serie wurde von Gabriele Walther produziert und mit britischen und deutschen Schauspielerinnen und Schauspielern gedreht.

Pan Tau agiert als unsichtbarer Freund – elegant, schweigsam und doch für jede Menge fantastischer Überraschungen gut. Seine außerirdischen Zauberkräfte setzt er immer dann ein, wenn ein Kind der Westpark Schule Hilfe braucht. Und die Probleme der Jugendlichen sind vielfältig: Eine Mitschülerin schnappt die Rolle im Musical weg, fiese Influencer wollen den Ruf des Vaters ruinieren, die heimliche Liebe scheint unerreichbar. Pan Tau ist zur Stelle – mit einem Lächeln und fantastischer Magie.

Pan Tau (Matt Edwards)
Comedian Matt Edwards als neuer Pan Tau Bildrechte: ARD/Caligari/Film2020

Mehr Informationen Alle 14 Folgen sind bis Mai 2021 in der ARD-Mediathek zu sehen.


Doku-Serie: "Bautzen"

Blick auf die Bautzener Altstadt mit Alter Wasserkunst und Michaeliskirche
Ein differenzierter Blick auf Bautzen Bildrechte: Teresia Minjoli

Wie tickt Bautzen? Ist die Stadt zu Recht zum Synonym für Angriffe auf Ausländer und rechte Demonstrationen geworden? Diese außergewöhnliche Doku-Serie nimmt sich 300 Minuten Zeit, um die Stadt Bautzen zu beleuchten. Die Filmemacher haben dafür verschiedene Bewohner der Stadt über ein halbes Jahr begleitet. Laut Arte ist die Dokuserie angelehnt an die Netflix-Serie "Flint Town" – also von den Protagonisten her erzählt und gänzlich ohne Kommentar der Filmemacher.

Gedreht wurde von Mai bis September 2019, als die Stadt in Vorbereitung der Kommunalwahlen stand – somit steht ein politischer Sonmmer im Fokus. Entstanden ist ein differenziertes Bild, vermittelt durch eine alleinerziehende Mutter, die nach politischer Heimat sucht und geflüchteten Menschen hilft, einen Berufsschullehrer und seinen Sohn, die sich im rechten Bürgerbündnis engagieren, einen Stadtführer, der Touristen die Schönheit seiner Stadt zeigen will oder auch einen Bürgermeister, der zu vermitteln versucht.

Mehr Informationen Die zehn Teile der Doku "Bautzen" sind bis 26. März 2021 in der Arte-Mediathek verfügbar.


Serie: "The Killing" mit Kommissarin Lund

Sofie Grabol als Kommissarin Lund
Sofie Gråbøl als Kommissarin Lund: verbohrt in den Mordfall Bildrechte: imago images/Mary Evans

Eine 19-Jährige wird vermisst, dann wird die Leiche der jungen Frau in einem im Fluss versenkten Auto gefunden, es stellt sich heraus, dass sie vor ihrem Tod vergewaltigt und misshandelt wurde.

Kommissarin Lund beginnt zu ermitteln, dabei hat sie eigentlich ihren letzten Tag bei der Mordkommission in Kopenhagen und will mit ihrem Sohn zu ihrem Lebensgefährten nach Schweden zu ziehen. Doch der Fall wird für sie zur Obsession. Sofie Gråbøl spielt die störrische Kommissarin geradezu manisch. Die Serie, deren 20 Episoden je einen Tag der Mordermittlungen aufrollen, entfaltet ein akribisches Porträt der Polizeiarbeit. Auch beeindruckend, wie die Trauer die Familie des Opfers verändert. Die extrem spannende und psychologisch raffinierte Serie setzte Maßstäbe.

Arte hat die komplette Serie mit allen drei Staffeln in der Mediathek. Achtung: Trotz des englischen Titels, unter dem Arte die Krimiserie ausstrahlt, handelt es sich nicht um das US-Remake der dänischen Krimiserie, sondern um das Original, das 2007 an den Start ging und in Deutschland unter dem Titel "Kommissarin Lund - Das Verbrechen" im Fernsehen lief.

Mehr Informationen Die ersten drei Staffeln der Serie sind bis zum 31. März in der Mediathek verfügbar.


Doku: "Das letzte Finale der DDR – Zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung"

Meisterfeier Dynamo Dresden v.li.: Matthias Sammer, Torsten Gütschow und Ulf Kirsten
Spieler von Dynamo Dresden feiern den letzten Meistertitel der DDR. Bildrechte: imago/Dehlis

Mit dem Fall der Mauer begann eine Zeit des Umbruchs für die Gesellschaft in der DDR, die manchmal fast an Anarchie erinnerte. Die Menschen hofften auf die Zukunft und fürchteten sie gleichzeitig. Auch der Fußball blieb davon nicht ausgenommen. 1990 wurde das letzte Mal um die Meisterschaft in der DDR gekämpft, während der Deutsche Fußball-Verband zu einem Teil des Deutschen Fußballbundes wurde.

Am Ende konnte Rekordmeister Dynamo Dresden den Titel verteidigen. Die Dokumentation "Das letzte Finale der DDR" zeichnet die letzten Wochen des DDR-Fußballs nach, die bereits von Wehmut geprägt sind: Die Zuschauer bleiben weg und die Spieler werden abgeworben. Ein Stimmungsbild mit zahlreichen Zeitzeugen aus Ost und West.

Mehr Informationen Die Doku "Das letzte Finale der DDR" ist bis zum 2. Juni 2021 in der MDR-Mediathek verfügbar.


Doku: "Darkness Forever - Wie Goth unsterblich wurde"

Goth mit Fächer
Szene aus der Doku "Darkness forever" Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Schwarze Szene ist in Wahrheit bunt. Der Gothic-Boom zu Beginn der 2000er-Jahre führte zur Öffnung für den Mainstream – und half der Szene so zur Verjüngung. Neue Spielarten von Goth entstanden: Cybergoths, Steampunks, Mittelalterfans, Vampire, Neoromantiker … Immer wieder stellt sich dabei die Frage: Ist Goth noch Subkultur oder schon Maskenball? Künstler wie Bruno Kramm (Das Ich) oder Bands wie Corvus Corax erzählen in dem Film, wie sie den Wandel der Schwarzen Szene erlebt haben.

Mehr Informationen Die Doku "Darkness Forever - Wie Goth unsterblich wurde" ist bis zum 31. Mai 2021 in der MDR-Mediathek verfügbar.

Film und Kino in der Corona-Krise

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 15. Dezember 2020 | 12:20 Uhr

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