Filme und Serien Mediatheken-Highlights: Claudia Michelsen und Sylvester Groth ermitteln im "Polizeiruf"

Gute Filme und Serien bieten nicht nur Netflix, Amazon und Co. – auch die Mediatheken von ARD, Arte und dem ZDF sind voll von spannenden Inhalten. Wir haben für Sie Tipps für besondere Filme und Serien zusammengestellt, die Sie kostenlos anschauen können, wie den Polizeiruf "Der verlorene Sohn" mit Claudia Michelsen und Sylvester Groth als Kommissare Brasch und Drexler.

Polizeiruf 110: "Der verlorene Sohn"

Rechtsmedizinerin Dr. Anita Gerland (Floriane Daniel) vermittelt Drexler (Sylvester Groth) ihre Untersuchungsergebnisse.
Rechtsmedizinerin Gerland vermittelt Drexler ihre Untersuchungsergebnisse. Bildrechte: MDR/Julia Terjung

In einem Magdeburger Fitnessstudio wird ein toter Afrikaner gefunden, auf den mit einer Kalaschnikow geschossen worden ist. Hat die Tat einen rechtsextremen Hintergrund? Hauptkommissarin Doreen Brasch (Claudia Michelsen) und ihr Kollege Jochen Drexler (Sylvester Groth) können dem verdächtigen Jugendlichen die Tat nicht nachweisen. Erst ein weiterer Mord schafft Klarheit.

Sendungsbild 89 min
Brasch (Claudia Michelsen) und Drexler (Sylvester Groth) beobachten die Geburtstagsfeier von Andi (Vincent Redetzki). Bildrechte: MDR/Julia Terjung, honorarfrei

Mehr Informationen Der Polizeiruf "Der verlorene Sohn" mit Claudia Michelsen und Sylvester Groth ist bis 30. September 2021 in der Mediathek abrufbar.

Polizeiruf 110: "Jugendwahn"

Schmücke (Jaecki Schwarz) und Schneider (Wolfgang Winkler) erhalten unverhofft Hilfe von Anna (Alexandra Schalaudek)
Schmücke (Jaecki Schwarz) und Schneider (Wolfgang Winkler) erhalten unverhofft Hilfe von Anna (Alexandra Schalaudek) Bildrechte: MDR, honorarfrei

17 Jahre gingen Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler gemeinsam als Kommissaren-Duo Schmücke und Schneider im "Polizeiruf 110" in Halle auf Verbrecherjagd. In der im Jahr 2001 produzierten Folge "Jugendwahn" ermitteln sie den Mord an einem erfolgreichen Architekten. Dieter Fritsch wurde in seiner Wohnung erschlagen. Augenscheinlich deutet nichts auf einen Einbruch hin und alle Indizien sprechen dafür, dass er seinen Mörder gekannt haben muss. Als Schmücke und Schneider auf die Spur des Täter kommen, werden sie Zeuge einer erschütterten menschlichen Tragödie, die auch die beiden Kommissare zutiefst berührt.

Schmücke (Jaecki Schwarz) und Mira (Andrea Jonasson). 89 min
Schmücke (Jaecki Schwarz) und Mira (Andrea Jonasson). Bildrechte: MDR, honorarfrei

Mehr Informationen Der Polizeiruf "Jugendwahn" mit Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler ist bis 29. September 2021 in der Mediathek abrufbar.

Nach so vielen gemeinsamen Jahren als Ermittlerteam wurde aus Schwarz und Winkler auch außerhalb der Krimireihe noch "Das Traumpaar". In der 2008 in Stendal gedrehten Komödie spielen sie Günther und Erwin als beste Freunde und zugleich Lieblingsfeinde: Seit 30 Jahren liegen sie im Clinch wegen einer Frau.

Mehr Informationen "Das Traumpaar" – Die Komödie in der ARD-Mediathek | Bis 26.05.2021

"Tatort" aus Dresden: "Rettung so nah"

Am Elbufer in Dresden werden zweimal kurz nacheinander Rettungssanitäter im Einsatz attackiert. Unbekannte Täter ermorden zwei Sanitäter. Die Ermittlerinnen Karin Gorniak (gespielt von Karin Hanczewski) und Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) sowie Kommissariatsleiter Schnabel (Martin Brambach) ermitteln in alle Richtungen. Steckt ein randalierender Patient hinter den Taten? Oder gar ein Mitarbeiter aus dem Sanitätsdienst?

Tatort Dresden: Rettung so nah Karin Gorniak (Karin Hanczewski, li.) und Leo Winkler (Cornelia Gröschel) Sendetermin: 07.02.2021, 20.15 Uhr, Das Erste
Karin Gorniak (Karin Hanczewski, li.) und Leo Winkler (Cornelia Gröschel) mit Kollegen im Einsatz. Bildrechte: MDR/MadeFor/Daniela Incoronato

Mehr Informationen Tatort: "Rettung so nah" mit Karin Hanczewski und Leonie Winkler als Ermittlerinnen

Gesendet am 7. Februar 2021 im Ersten, in der Mediathek verfügbar bis zum 7. August 2021.

Weimarer "Tatort" am Neujahrsabend: "Der feine Geist"

Mitten am Tag wird vor einem Juwelierladen in der Weimarer Innenstadt ein Geldbote kaltblütig ermordet. Kira Dorn und Lessing werden zufällig Zeugen und verfolgen den Täter. Bei einem Schusswechsel in der Parkhöhle wird Lessing verletzt, der Täter kann entkommen. War es etwa ein Raubmord? Da Lessing das Mordopfer einige Tage zuvor bei einer Verkehrskontrolle angehalten hatte, vermutet Kira ein anderes Motiv. Im Kofferraum des kontrollierten Wagens befand sich ein seltener Papagei. Wollte der Inhaber der Sicherheitsfirma seinen Geschäftsführer liquidieren, um seine Firma vor einem tierischen Bestechungsskandal zu schützen?

Kira Dorn und Lessing geben alles, um den Schuldigen in diesem komplexen Fall zu finden, in dem nichts so ist, wie es scheint …

Kira Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) in der Parkhöhle.
Tatort Weimar "Der feine Geist" Bildrechte: MDR/MadeFor Film/Steffen Junghans

Mehr Informationen "Tatort: Der feine Geist" aus Weimar mit den Ermittlern Kira Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) läuft am 1. Januar 2021 um 20.15 Uhr im Ersten und ist bis 1. Juli 2021 in der ARD-Mediathek verfügbar.


Zauberhafte alte und neuverfilmte Märchen

Wer liebt sie nicht, die märchenhaften Erzählungen aus vergangenen Jahrzehnten: Jahr um Jahr begleiten uns die Märchen und Kinderfilme in der Advents- und Feiertagszeit. Klassiker aber auch Neuverfilmungen sind in der MDR-Mediathek verfügbar.

Szenenfoto.Rumpelstilzchen
Ein Szenenfoto der "Rumpelstilzchen"-Inszenierung des Theaters Altenburg Gera. Bildrechte: Theater Gera/Ronny Ristok

Märchen aus der ARD-Reihe "Sechs auf einen Streich", Lizenz-Ankäufe der DEFA, russische und tschechische Märchen sowie Mitschnitte von Theater-Inszenierungen können die Weihnachtszeit noch zauberhafter machen.


Fünf Filme von Aki Kaurismäki

Es wird skurril auf Arte: Fünf Kaurismäki-Filme sind bis April 2020 exklusiv online zu sehen. Die kleine Retrospektive lädt ein, den finnischen Regisseur wiederzuentdecken, seine Filme, gesättigt von Melancholie und Dunkelheit, aber auch von brachialem Humor und voll wunderbarer Bilder. Als "Erinnerung an die finnische Realität" zu sehen ist die Aussteigergeschichte um "Ariel". Mit trockenem Humor erzählt Kaurismäki von der Unmöglichkeit, in einer Geld- und Leistungsgesellschaft ohne Lohn und Brot ehrbar zu bleiben. Zu sehen ist auch "Das Leben der Boheme" um drei Möchtegernkünstler – den Schriftsteller Marcel, den albanischen Maler Rodolfo und den irische Komponisten Schaunard. Sie kämpfen in Paris mit viel Einfallsreichtum gegen Hunger, Kälte und die Einsamkeit. In diesem Melodram nach dem Roman "Scènes de la vie de bohème" von Henri Murger kam Aki Kaurismäki 1992 nach einem Abstecher in die Farbe zum Schwarz-Weiß zurück.

Szene aus "Das Leben der Boheme"
"Das Leben der Boheme" Bildrechte: imago images / United Archives

Ein Comeback war zehn Jahre später auch "Der Mann ohne Vergangenheit". Nach einem brutalen Überfall hat der sein Gedächtnis verloren und schafft sich – gerade noch von den Ärzten für tot erklärt – eine neue Existenz. Hilfe findet er bei den Außenseitern und Ärmsten Helsinkis – und die Liebe seines Lebens in der Heilsarmistin Irma. Mit dieser tragikomischen Liebesgeschichte kehrte Kaurismäki nach einer Schaffenspause in die Filmwelt zurück und bekam 2002 in Cannes die Goldene Plme. Irma wird, wie "Das Mädchen aus der Streichholzfabrik" oder die arbeitslose Frau in "Wolken ziehen vorüber", gespielt von Kaurismäkis Stammschauspielerin Kati Outinen.

Zwar fehlen leider die "Leningrad Cowboys", statt des Films über die osteuropäische Band, die in Amerika den Durchbruch schafft, gibt es immerhin die fünf besten musikalischen Kaurismäki-Zitate im Clip. Denn neben skurrilen, sehr menschlichen Geschichten liebt Kaurismäki auch die Musik.

Mehr Informationen Zu sehen sind bis April 2021 folgende Fime in der Arte-Mediathek:

"Ariel - Abgebrannt in Helsinki (1988)
"Das Mädchen aus der Streichholzfabrik" (1990)
"Das Leben der Boheme" (1992)
"Wolken ziehen vorüber" (1996)
"Der Mann ohne Vergangenheit" (2002)

Außerdem:
Blow up: Kaurismäki in fünf Musik-Zitaten und in Bildern


Krimi: "Donna Leon - Acqua Alta"

Der bekannte Commissario Brunetti (Uwe Kockisch) hat es mit einem heimtückischen Fall von Kunstfälschung zu tun. Nach einer Ausstellung chinesischer Vasen wurde ein Teil der kostbaren Leihgaben durch Fälschungen ersetzt. Der Kunstkenner Gabriele Cassato, gespielt von Rolf Hoppe, hilft dabei mit Hintergrundwissen. Doch auch die Verdächtigen haben kein Glück, sie werden ermordet aufgefunden.

In dem aufwändig inszenierten Venedig-Krimi aus der erfolgreichen Reihe der Donna-Leon-Verfilmungen verkörpert Uwe Kockisch wieder die Rolle des eigenwilligen und sympathischen Commissario, der die Schusswaffe durch Verstand und Einfühlung ersetzt. Auch Schauspiellegende Rolf Hoppe, der dieser Tage seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte, besticht mit seiner Darstellkunst. Die Hauptrolle spielt aber wie gewohnt die Lagunenstadt Venedig mit ihren traumhaften Schauplätzen.

Der Kunstkenner Gabriele Cassato (Rolf Hoppe) bringt den Commissario auf die richtige Fährte.
Rolf Hoppe spielt den Kunstkenner Gabriele Cassato Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Martin Menke
Die Alterstumsforscherin Brett Lynch (Gesine Cukrowski) undCommissario Brunetti (Uwe Kockisch) 89 min
Die Alterstumsforscherin Brett Lynch (Gesine Cukrowski) ist brutal zusammen geschlagen worden. Commissario Brunetti (Uwe Kockisch) will ihr helfen, die Täter zu finden. Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Martin Menke

Mehr Informationen Sie können den Film "Donna Leon - Acqua Alta" bis zum 5. Juni 2021 in der MDR-Mediathek ansehen.


Doku "Die Pulsnitzer Pfefferküchler und ihr Geheimrezept"

Spitzen, Alpenbrot und Pflastersteine – in Pulsnitz, einer kleinen Stadt bei Dresden, ist fast das ganze Jahr über Pfefferkuchen-Zeit. Hier wird die süße Backware schon seit Jahrhunderten hergestellt. Dass auch heute noch handgefertigte Pulsnitzer Pfefferkuchen die Weihnachtszeit versüßen, ist ein kleines Wunder. Denn nach der Wende stand niemand auf den Geschmack von Ost-Produkten. Doch die Pfefferküchler aus Pulsnitz ließen sich davon nicht beirren, wie die MDR-Doku erzählt.

Mann mit weißem Bart 44 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mehr Informationen Die Dokumentation "Die Pulsnitzer Pfefferküchler und ihr Geheimrezept" ist bis 24. November 2021 online verfügbar.


Webserie: "2 Minuten"

Zwei Minuten dauert es, bis ein Schwangerschaftstest das – ersehnte oder befürchtet – Ergebnis anzeigt. Die Webserie "2 Minuten – der Test", die in Leipzig spielt, erzählt sechs Geschichten um genau diesen entscheidenden Moment. Und dabei wird nicht lange um den heißen Brei geredet, in welcher Situation auch immer: in einer Leipziger Straße, einem Café, einer Frauenarztpraxis oder eben vor einer Apotheke.

Den sehr privaten Moment setzt Autorin Lisa Miller bewusst in einen konkreten politischen Kontext, weil er mehr sei als Emotion und Lebensentscheidung. Die Serie ist kurzweilig, direkt und knackig und überzeugt zudem mit seinem sympathischen und diversen Ensemble, das mit natürlicher Amateurhaftigkeit spielt. Heraus sticht der Auftritt von Corinna Harfouch als robuste Frauenärztin Vogel mit sächsischem Kolorit.

Mehr Informationen Die Webserie "2 Minuten" ist bis 27. Mai 2021 in der ARD Mediathek einzeln und als Episodenfilm abrufbar.
Produktion: MDR, 2020


Remake: "Pan Tau"

Pan Tau, die Kultfigur aus der gleichnamigen Serie der 70er-Jahre ist wieder da. Die Neuverfilmung ist eine zeitgemäße Adaption mit dem englischen Stand-up-Comedian und Zauberer Matt Edwards als der neue Pan Tau. Die 14-teilige Serie wurde von Gabriele Walther produziert und mit britischen und deutschen Schauspielerinnen und Schauspielern gedreht.

Pan Tau agiert als unsichtbarer Freund – elegant, schweigsam und doch für jede Menge fantastischer Überraschungen gut. Seine außerirdischen Zauberkräfte setzt er immer dann ein, wenn ein Kind der Westpark Schule Hilfe braucht. Und die Probleme der Jugendlichen sind vielfältig: Eine Mitschülerin schnappt die Rolle im Musical weg, fiese Influencer wollen den Ruf des Vaters ruinieren, die heimliche Liebe scheint unerreichbar. Pan Tau ist zur Stelle – mit einem Lächeln und fantastischer Magie.

Pan Tau (Matt Edwards)
Comedian Matt Edwards als neuer Pan Tau Bildrechte: ARD/Caligari/Film2020

Mehr Informationen Alle 14 Folgen sind bis Mai 2021 in der ARD-Mediathek zu sehen.


Doku: "Das letzte Finale der DDR – Zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung"

Meisterfeier Dynamo Dresden v.li.: Matthias Sammer, Torsten Gütschow und Ulf Kirsten
Spieler von Dynamo Dresden feiern den letzten Meistertitel der DDR. Bildrechte: imago/Dehlis

Mit dem Fall der Mauer begann eine Zeit des Umbruchs für die Gesellschaft in der DDR, die manchmal fast an Anarchie erinnerte. Die Menschen hofften auf die Zukunft und fürchteten sie gleichzeitig. Auch der Fußball blieb davon nicht ausgenommen. 1990 wurde das letzte Mal um die Meisterschaft in der DDR gekämpft, während der Deutsche Fußball-Verband zu einem Teil des Deutschen Fußballbundes wurde.

Am Ende konnte Rekordmeister Dynamo Dresden den Titel verteidigen. Die Dokumentation "Das letzte Finale der DDR" zeichnet die letzten Wochen des DDR-Fußballs nach, die bereits von Wehmut geprägt sind: Die Zuschauer bleiben weg und die Spieler werden abgeworben. Ein Stimmungsbild mit zahlreichen Zeitzeugen aus Ost und West.

Mehr Informationen Die Doku "Das letzte Finale der DDR" ist bis zum 2. Juni 2021 in der MDR-Mediathek verfügbar.


Doku: "Darkness Forever - Wie Goth unsterblich wurde"

Goth mit Fächer
Szene aus der Doku "Darkness forever" Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Schwarze Szene ist in Wahrheit bunt. Der Gothic-Boom zu Beginn der 2000er-Jahre führte zur Öffnung für den Mainstream – und half der Szene so zur Verjüngung. Neue Spielarten von Goth entstanden: Cybergoths, Steampunks, Mittelalterfans, Vampire, Neoromantiker … Immer wieder stellt sich dabei die Frage: Ist Goth noch Subkultur oder schon Maskenball? Künstler wie Bruno Kramm (Das Ich) oder Bands wie Corvus Corax erzählen in dem Film, wie sie den Wandel der Schwarzen Szene erlebt haben.

Mehr Informationen Die Doku "Darkness Forever - Wie Goth unsterblich wurde" ist bis zum 31. Mai 2021 in der MDR-Mediathek verfügbar.

Film und Kino in der Corona-Krise

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 15. Dezember 2020 | 12:20 Uhr

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