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Filme und Serien

Mediatheken-Highlights zum 75-jährigen DEFA-Jubiläum

Stand: 13. Mai 2021, 09:06 Uhr

Gute Filme und Serien bieten nicht nur Netflix, Amazon und Co. – auch die Mediatheken von ARD, Arte und dem ZDF sind voll von spannenden Inhalten. Wir haben für Sie Tipps für besondere Filme und Serien zusammengestellt, die Sie kostenlos anschauen können. Aktuell finden sich in der ARD-Mediathek rund 50 DEFA-Spielfilme – u.a. "Coming Out", "Jahrgang 45“ und "Goya" – anlässlich der Gründung der Deutschen Film AG vor 75 Jahren.

Filmtipps zu 75 Jahren DEFA: "Coming Out", "Goya" und "Jahrgang 45“

Am 17. Mai jährt sich das Gründungsjubiläum der DEFA, der DDR-Filmfirma in Babelsberg, zum 75. Mal. Dies zum Anlass nehmend zeigen der MDR und der RBB gemeinsam in einer umfangreichen Werkschau rund 40 DEFA-Spielfilme, aber auch Dokumentationen über einzelne Themen und Genres. MDR KULTUR-Filmkritiker Knut Elstermann hat drei filmische Empfehlungen ausgewählt, die im Fernsehen und der ARD-Mediathek zu sehen sind:

"Coming out" (1989)

"Coming out" von Heiner Carow aus dem Jahr 1989 – ein Film, der gleich im doppelten Sinne Filmgeschichte schrieb: Denn es war der erste Spielfilm in der DDR, der vom Alltag Homosexueller erzählt und somit ein jahrzehntelanges Tabu brach. Und seine Premiere im Berliner Kino "International" am 9. November 1989 fiel zusammen mit dem Mauerfall.

Matthias Freihof in "Coming out". Bildrechte: imago/United Archives

Weitere Informationen"Coming Out"  läuft am 13. Mai um 22.00 Uhr im RBB-Fernsehen und ist bis zum 30. Mai in der ARD-Mediathek zu sehen.

"Jahrgang 45" (1966)

Zu den während der DDR-Zeit um ihre Wirkung gebrachten Werken gehört hingegen der Film "Jahrgang 45" (1966), den man schon in der Rohfassung verboten hatte. Erst 1990 konnte der Streifen rekonstruiert werden und gilt heute, laut Filmexperten Elstermann, völlig zurecht als einer der schönsten DEFA-Filme überhaupt: Ein heiterer, federleichter Film im Jazz-Rhythmus, über junge Leute in Ostberlin.

Weitere Informationen"Jahrgang 45" läuft in der Nacht zum Freitag, am 13. Mai um 01.15 Uhr im MDR-Fernsehen und danach weitere 30 Tage in der ARD-Mediathek abrufbar.

"Goya – oder der arge Weg der Erkenntnis" (1971)

Ein weiterer Tipp anlässlich des DEFA-Jubiläums ist "Goya – oder der arge Weg der Erkenntnis" (1971) vom Regisseur Konrad Wolf. Basierend auf Lion Feuchtwangers gleichnamigem Roman erforscht der Film die Stellung und Verantwortung des Künstlers in der Gesellschaft.

Filmszene aus "Goya - oder der arge Weg der Erkenntnis" (DDR 1971). Bildrechte: IMAGO / United Archives

Weitere Informationen"Goya" läuft am 13. Mai um 23.50 Uhr im RBB-Fernsehen und ist danach bis zum 12. Juni in der ARD-Mediathek zu sehen.

Märchenklassiker von 1965: Manfred Krug als "König Drosselbart"

Die hochmütige Königstochter Roswitha weist aufgrund von Äußerlichkeiten König Drosselbart als potentiellen Bräutigam von sich. Aus Zorn wird sie vom Vater mit einem Bettler verheiratet. Wie sie letzten Endes doch zu König Droseelbarts Gemahlin wird, erzählt ein Märchenfilmklassiker aus dem Jahr 1965, der besonders durch das präzise und humorvolle Spiel der beiden Hauptdarsteller Manfred Krug als König Drosselbart und Karin Ugowski als Prinzessin Roswitha ein unverändertes Vergnügen ist.

Die stolze Roswitha mit ihrem Vater, dem König. Bildrechte: Progress

Weitere Informationen"König Drosselbart" läuft am 13. Mai um 9.40 Uhr im MDR-Fernsehen und ist danach für sieben Tage in der Mediathek verfügbar.

Gangsterkomödie: "Hände hoch oder ich schieße" (1965/66)

Die Gangsterkomödie "Hände hoch oder ich schieße" entstand 1965/66 und wurde trotz zahlreicher Änderungen und Schnitte im September 1966 verboten, weil sie den Eindruck erwecke, dass die Sicherheitsorgane der DDR überflüssig seien. So kam der in Leipzig, Altenburg und Naumburg gedrehte Film erst 2009 in die Kinos. Komödienspezialist Rudi Strahl hatte die kleine Geschichte Rolf Herricht auf den Leib geschrieben, Hans-Joachim Kasprzik hat sie bis in die Nebenrollen mit der ersten Garde der DDR-Komiker jener Zeit inszeniert, u.a. Herbert Köfer, Eberhard Cohrs, Hans-Joachim Preil, Agnes Kraus, Manfred Uhlig und Gerd E. Schäfer.

Rolf Herricht als gelangweilter Leutnant Holms. Bildrechte: MDR/DEFA-Stiftung/Jörg Erkens

Mehr Informationen"Hände hoch oder ich schieße" läuft am 14. Mai um 02.45 Uhr im MDR-Fernsehen und ist danach für 30 Tage in der Mediathek verfügbar.

75 Jahre DEFA: Spielfilm "Abschiedsdisco" (1990)

Henning ist erst 15 Jahre alt, als seine Mitschülerin Silke, seine erste große Liebe, stirbt. Um in Ruhe zu trauern, will er zu seinem Uropa fahren, der im Dorf Wussina am Rande eines Braunkohlegebietes lebt. Dort wird der Junge Zeuge von Zerfall und Vernichtung. Bagger fressen sich in die Landschaft und zerstören auch den Ort selbst.

Szene aus "Abschiedsdisco" Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mehr Informationen"Abschiedsdisco" mit Holger Kubisch, Jaecki Schwarz und Ellen Hellwig läuft am 15. Mai um 0.15 Uhr im MDR-Fernsehen und ist danach für 30 Tage in der Mediathek verfügbar.

Kultfilme mit Rolf Herricht in der Hauptrolle

"Geliebte weiße Maus" (1964)

Der Verkehrspolizist Fritz Bachmann (Rolf Herricht) dirigiert den Verkehr auf dem Dresdner Körnerplatz als wahrer Meister seines Fachs. Erspäht er aber mit geschärftem Blick eine gewisse motorrollernde Blondine, wird er rot und signalisiert grün. Das wiederum gefällt einer gewissen Frau Messmer nicht, die einen "Verkehrssündenfall" provoziert.

Rolf Herricht als Polizeiwachtmeister Fritz Bachmann Bildrechte: MDR/PROGRESS

Mehr Informationen"Geliebte weiße Maus" läuft am 13. Mai um 16.40 Uhr im MDR-Fernsehen und ist danach für 30 Tage in der Mediathek zu sehen.

"Der Mann, der nach der Oma kam" (1972)

In "Der Mann, der nach der Oma kam" (1972) spielt der beliebte Magdeburger Komiker Rolf Herricht in gewisser Weise sich selbst. Er gibt den Unterhaltungskünstler Günter Piesold, dessen Familie vom Haushalt überrollt wird, mit zwei linken Händen. Ihm zur Seite steht die singende Schauspielerin Marita Böhme und der als Hausmann überdurchschnittlich talentierte Winfried Glatzeder.

Szene aus "Der Mann, der nach der Oma kam" (1972) Bildrechte: MDR/PROGRESS Film-Verleih/Rudolf Meister, Zilmer

Mehr Informationen"Der Mann, der nach der Oma kam" läuft am 13. Mai um 21.45 Uhr im MDR-Fernsehen und ist danach für 30 Tage in der Mediathek verfügbar.

"Der Baulöwe" (1980)

Obwohl Rolf Herricht der beliebteste Komiker unter den DDR-Schauspielern war, brauchte die DEFA mehr als sieben Jahre, um ihm nach der Komödie "Der Mann, der nach der Oma kam" (1971) erneut eine Hauptrolle anzubieten. Aber immerhin hat Drehbuchautor Kurt Belicke sie für Rolf Herricht maßgeschneidert, und er konnte seine besten Komikerqualitäten unter Beweis stellen.

Weitere Informationen"Der Baulöwe" läuft am 13. Mai um 20.15 Uhr im MDR-Fernsehen und ist danach für 30 Tage in der Mediathek verfügbar.

Polizeiruf 110: "Tote erben nicht"

Ein vorgetäuschter Unfall mit einem Toten, der offensichtlich in den Schmuggel mit gefälschten Ersatzteilen verstrickt war. Ein Kriminalfilm aus dem Jahr 2000 mit Drehbuch von Peter Kahane und Jaecki Schwarz in der Rolle des Hauptkommissars Schmücke und Wolfgang Winkler als Hauptkommissar Schneider.

Weitere InformationenDer Polizeiruf "Tote erben nicht" ist aktuell für sechs Monate in der Mediathek zu sehen.

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"Tote erben nicht" jetzt anschauen

Polizeiruf 110: "Der verlorene Sohn"

Rechtsmedizinerin Gerland vermittelt Drexler ihre Untersuchungsergebnisse. Bildrechte: MDR/Julia Terjung

In einem Magdeburger Fitnessstudio wird ein toter Afrikaner gefunden, auf den mit einer Kalaschnikow geschossen worden ist. Hat die Tat einen rechtsextremen Hintergrund? Hauptkommissarin Doreen Brasch (Claudia Michelsen) und ihr Kollege Jochen Drexler (Sylvester Groth) können dem verdächtigen Jugendlichen die Tat nicht nachweisen. Erst ein weiterer Mord schafft Klarheit.

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"Der verlorene Sohn" jetzt anschauen

Mehr InformationenDer Polizeiruf "Der verlorene Sohn" mit Claudia Michelsen und Sylvester Groth ist bis 30. September 2021 in der Mediathek abrufbar.

Polizeiruf 110: "Jugendwahn"

Schmücke (Jaecki Schwarz) und Schneider (Wolfgang Winkler) erhalten unverhofft Hilfe von Anna (Alexandra Schalaudek) Bildrechte: MDR, honorarfrei

17 Jahre gingen Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler gemeinsam als Kommissaren-Duo Schmücke und Schneider im "Polizeiruf 110" in Halle auf Verbrecherjagd. In der im Jahr 2001 produzierten Folge "Jugendwahn" ermitteln sie den Mord an einem erfolgreichen Architekten. Dieter Fritsch wurde in seiner Wohnung erschlagen. Augenscheinlich deutet nichts auf einen Einbruch hin und alle Indizien sprechen dafür, dass er seinen Mörder gekannt haben muss. Als Schmücke und Schneider auf die Spur des Täter kommen, werden sie Zeuge einer erschütterten menschlichen Tragödie, die auch die beiden Kommissare zutiefst berührt.

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"Jugendwahn" in der Mediathek schauen

Mehr InformationenDer Polizeiruf "Jugendwahn" mit Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler ist bis 29. September 2021 in der Mediathek abrufbar.

Nach so vielen gemeinsamen Jahren als Ermittlerteam wurde aus Schwarz und Winkler auch außerhalb der Krimireihe noch "Das Traumpaar". In der 2008 in Stendal gedrehten Komödie spielen sie Günther und Erwin als beste Freunde und zugleich Lieblingsfeinde: Seit 30 Jahren liegen sie im Clinch wegen einer Frau.

Mehr Informationen"Das Traumpaar" – Die Komödie in der ARD-Mediathek | Bis 26.05.2021

"Tatort" aus Dresden: "Rettung so nah"

Am Elbufer in Dresden werden zweimal kurz nacheinander Rettungssanitäter im Einsatz attackiert. Unbekannte Täter ermorden zwei Sanitäter. Die Ermittlerinnen Karin Gorniak (gespielt von Karin Hanczewski) und Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) sowie Kommissariatsleiter Schnabel (Martin Brambach) ermitteln in alle Richtungen. Steckt ein randalierender Patient hinter den Taten? Oder gar ein Mitarbeiter aus dem Sanitätsdienst?

Karin Gorniak (Karin Hanczewski, li.) und Leo Winkler (Cornelia Gröschel) mit Kollegen im Einsatz. Bildrechte: MDR/MadeFor/Daniela Incoronato

Mehr InformationenDer Tatort "Rettung so nah" mit Karin Hanczewski und Leonie Winkler als Ermittlerinnen ist in der Mediathek bis zum 7. August 2021 verfügbar.

Weimarer "Tatort" am Neujahrsabend: "Der feine Geist"

Mitten am Tag wird vor einem Juwelierladen in der Weimarer Innenstadt ein Geldbote kaltblütig ermordet. Kira Dorn und Lessing werden zufällig Zeugen und verfolgen den Täter. Bei einem Schusswechsel in der Parkhöhle wird Lessing verletzt, der Täter kann entkommen. War es etwa ein Raubmord? Da Lessing das Mordopfer einige Tage zuvor bei einer Verkehrskontrolle angehalten hatte, vermutet Kira ein anderes Motiv. Im Kofferraum des kontrollierten Wagens befand sich ein seltener Papagei. Wollte der Inhaber der Sicherheitsfirma seinen Geschäftsführer liquidieren, um seine Firma vor einem tierischen Bestechungsskandal zu schützen?

Kira Dorn und Lessing geben alles, um den Schuldigen in diesem komplexen Fall zu finden, in dem nichts so ist, wie es scheint …

Tatort Weimar "Der feine Geist" Bildrechte: MDR/MadeFor Film/Steffen Junghans

Mehr Informationen"Tatort: Der feine Geist" aus Weimar mit den Ermittlern Kira Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) läuft am 1. Januar 2021 um 20.15 Uhr im Ersten und ist bis 1. Juli 2021 in der ARD-Mediathek verfügbar.

Dokumentation "Mädchenseele" von Leipziger Filmemacherin

Für die siebenjährige Nori ist klar: Sie ist ein Mädchen, weil sie eine Mädchenseele hat. Doch ihr Körper ist der eines Jungen. Der Dokumentarfilm "Mädchenseele" (2017) porträtiert Nori und schildert den Konflikt einer Mutter, die ihrer Tochter ein glückliches Leben außerhalb der Norm ermöglichen will.

Der Kurzfilm erzählt von einer ganz besonderen Mutter-Tochter-Beziehung. Denn Trans-Kinder brauchen starke Eltern, die sie auf ihrem Weg begleiten. Bildrechte: MDR/Markus Kloth

Weitere Informationen"Mädchenseele": Der Film der Leipziger Filmemacherin Anne Scheschonk läuft am 15. Mai um 01.45 Uhr im MDR-Fernsehen und ist danach in der Mediathek zu sehen.


Berührendes Coming-of-Age-Drama: "Aus der Haut" mit Claudia Michelsen aus Dresden

Ein aufflammendes postpubertäres Chaos entpuppt sich als Selbstmordversuch. Den Grund kennt vorläufig nur Protagonist Milan selbst: Im betrunkenen Überschwang hat er seinen besten Freund Christoph geküsst und damit sein Innerstes offenbart.

V.l. Milan (Merlin Rose), Susann (Claudia Michelsen), Gustav (Johann von Bülow). Bildrechte: Michael Kotschi

Mehr InformationenDie deutsch-österreichische Koproduktion "Aus der Haut" (2015) mit der Dresdner Schauspielerin Claudia Michelsen läuft am 17. Mai um 23.45 Uhr im MDR-Fernsehen und ist danach in der Mediathek verfügbar.

Preisgekrönter Kurz-Thriller: "Die besonderen Fähigkeiten des Herrn Mahler"

Berlin-Köpenick, DDR, 1987. Sonderermittler Mahler werden übersinnliche Fähigkeiten nachgesagt. Als der sechsjährige Henry Kiefer spurlos verschwindet und die Suche der Volkspolizei wochenlang ergebnislos bleibt, wird Mahler damit beauftragt, den Fall zu klären - vor allem um politische Spannungen abzuwenden. Ein Film mit Schauspieler André M. Hennicke in der Hauptrolle des Herrn Mahler.

André Hennicke und Bernd Stegemann in "Die besonderen Fähigkeiten des Herrn Mahler" Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mehr InformationenDer Film "Die besonderen Fähigkeiten des Herrn Mahler" läuft am 22. Mai um 01.45 Uhr im MDR-Fernsehen und danach für eine Woche in der Mediathek.


Zauberhafte alte und neuverfilmte Märchen

Wer liebt sie nicht, die märchenhaften Erzählungen aus vergangenen Jahrzehnten: Jahr um Jahr begleiten uns die Märchen und Kinderfilme in der Advents- und Feiertagszeit. Klassiker aber auch Neuverfilmungen sind in der MDR-Mediathek verfügbar.

Ein Szenenfoto der "Rumpelstilzchen"-Inszenierung des Theaters Altenburg Gera. Bildrechte: Theater Gera/Ronny Ristok

Märchen aus der ARD-Reihe "Sechs auf einen Streich", Lizenz-Ankäufe der DEFA, russische und tschechische Märchen sowie Mitschnitte von Theater-Inszenierungen können die Weihnachtszeit noch zauberhafter machen.


Krimi: "Donna Leon - Acqua Alta"

Der bekannte Commissario Brunetti (Uwe Kockisch) hat es mit einem heimtückischen Fall von Kunstfälschung zu tun. Nach einer Ausstellung chinesischer Vasen wurde ein Teil der kostbaren Leihgaben durch Fälschungen ersetzt. Der Kunstkenner Gabriele Cassato, gespielt von Rolf Hoppe, hilft dabei mit Hintergrundwissen. Doch auch die Verdächtigen haben kein Glück, sie werden ermordet aufgefunden.

In dem aufwändig inszenierten Venedig-Krimi aus der erfolgreichen Reihe der Donna-Leon-Verfilmungen verkörpert Uwe Kockisch wieder die Rolle des eigenwilligen und sympathischen Commissario, der die Schusswaffe durch Verstand und Einfühlung ersetzt. Auch Schauspiellegende Rolf Hoppe, der dieser Tage seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte, besticht mit seiner Darstellkunst. Die Hauptrolle spielt aber wie gewohnt die Lagunenstadt Venedig mit ihren traumhaften Schauplätzen.

Rolf Hoppe spielt den Kunstkenner Gabriele Cassato Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Martin Menke

Mehr InformationenSie können den Film "Donna Leon - Acqua Alta" bis zum 5. Juni 2021 in der MDR-Mediathek ansehen.


Doku "Die Pulsnitzer Pfefferküchler und ihr Geheimrezept"

Spitzen, Alpenbrot und Pflastersteine – in Pulsnitz, einer kleinen Stadt bei Dresden, ist fast das ganze Jahr über Pfefferkuchen-Zeit. Hier wird die süße Backware schon seit Jahrhunderten hergestellt. Dass auch heute noch handgefertigte Pulsnitzer Pfefferkuchen die Weihnachtszeit versüßen, ist ein kleines Wunder. Denn nach der Wende stand niemand auf den Geschmack von Ost-Produkten. Doch die Pfefferküchler aus Pulsnitz ließen sich davon nicht beirren, wie die MDR-Doku erzählt.

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Die Pulsnitzer Pfefferküchler und ihr Geheimrezept

Mehr InformationenDie Dokumentation "Die Pulsnitzer Pfefferküchler und ihr Geheimrezept" ist bis 24. November 2021 online verfügbar.


Webserie: "2 Minuten"

mit Audio

Freude oder Zweifel: Serie "2 Minuten" thematisiert Schwangerschaft junger Frauen

Zwei Minuten dauert es, bis ein Schwangerschaftstest das – ersehnte oder befürchtet – Ergebnis anzeigt. Die Webserie "2 Minuten – der Test", die in Leipzig spielt, erzählt sechs Geschichten um genau diesen entscheidenden Moment. Und dabei wird nicht lange um den heißen Brei geredet, in welcher Situation auch immer: in einer Leipziger Straße, einem Café, einer Frauenarztpraxis oder eben vor einer Apotheke.

Den sehr privaten Moment setzt Autorin Lisa Miller bewusst in einen konkreten politischen Kontext, weil er mehr sei als Emotion und Lebensentscheidung. Die Serie ist kurzweilig, direkt und knackig und überzeugt zudem mit seinem sympathischen und diversen Ensemble, das mit natürlicher Amateurhaftigkeit spielt. Heraus sticht der Auftritt von Corinna Harfouch als robuste Frauenärztin Vogel mit sächsischem Kolorit.

Mehr InformationenDie Webserie "2 Minuten" ist bis 27. Mai 2021 in der ARD Mediathek einzeln und als Episodenfilm abrufbar.
Produktion: MDR, 2020


Remake: "Pan Tau"

Pan Tau, die Kultfigur aus der gleichnamigen Serie der 70er-Jahre ist wieder da. Die Neuverfilmung ist eine zeitgemäße Adaption mit dem englischen Stand-up-Comedian und Zauberer Matt Edwards als der neue Pan Tau. Die 14-teilige Serie wurde von Gabriele Walther produziert und mit britischen und deutschen Schauspielerinnen und Schauspielern gedreht.

Pan Tau agiert als unsichtbarer Freund – elegant, schweigsam und doch für jede Menge fantastischer Überraschungen gut. Seine außerirdischen Zauberkräfte setzt er immer dann ein, wenn ein Kind der Westpark Schule Hilfe braucht. Und die Probleme der Jugendlichen sind vielfältig: Eine Mitschülerin schnappt die Rolle im Musical weg, fiese Influencer wollen den Ruf des Vaters ruinieren, die heimliche Liebe scheint unerreichbar. Pan Tau ist zur Stelle – mit einem Lächeln und fantastischer Magie.

Comedian Matt Edwards als neuer Pan Tau Bildrechte: ARD/Caligari/Film2020

Mehr InformationenAlle 14 Folgen sind bis Mai 2021 in der ARD-Mediathek zu sehen.


Doku: "Das letzte Finale der DDR – Zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung"

Spieler von Dynamo Dresden feiern den letzten Meistertitel der DDR. Bildrechte: imago/Dehlis

Mit dem Fall der Mauer begann eine Zeit des Umbruchs für die Gesellschaft in der DDR, die manchmal fast an Anarchie erinnerte. Die Menschen hofften auf die Zukunft und fürchteten sie gleichzeitig. Auch der Fußball blieb davon nicht ausgenommen. 1990 wurde das letzte Mal um die Meisterschaft in der DDR gekämpft, während der Deutsche Fußball-Verband zu einem Teil des Deutschen Fußballbundes wurde.

Am Ende konnte Rekordmeister Dynamo Dresden den Titel verteidigen. Die Dokumentation "Das letzte Finale der DDR" zeichnet die letzten Wochen des DDR-Fußballs nach, die bereits von Wehmut geprägt sind: Die Zuschauer bleiben weg und die Spieler werden abgeworben. Ein Stimmungsbild mit zahlreichen Zeitzeugen aus Ost und West.

Mehr InformationenDie Doku "Das letzte Finale der DDR" ist bis zum 2. Juni 2021 in der MDR-Mediathek verfügbar.


Doku: "Darkness Forever - Wie Goth unsterblich wurde"

Die Schwarze Szene ist in Wahrheit bunt. Der Gothic-Boom zu Beginn der 2000er-Jahre führte zur Öffnung für den Mainstream – und half der Szene so zur Verjüngung. Neue Spielarten von Goth entstanden: Cybergoths, Steampunks, Mittelalterfans, Vampire, Neoromantiker … Immer wieder stellt sich dabei die Frage: Ist Goth noch Subkultur oder schon Maskenball? Künstler wie Bruno Kramm (Das Ich) oder Bands wie Corvus Corax erzählen in dem Film, wie sie den Wandel der Schwarzen Szene erlebt haben.

Mehr InformationenDie Doku "Darkness Forever - Wie Goth unsterblich wurde" ist bis zum 31. Mai 2021 in der MDR-Mediathek verfügbar.

Dieses Thema im Programm:MDR KULTUR - Das Radio | 15. Dezember 2020 | 12:20 Uhr