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Das Clubkino Siegmar in Chemnitz: Hier hat die Chemnitzer Filmwerkstatt ihren Sitz. Bildrechte: Nora Große Harmann/MDR

AuszeichnungFilmfest Dresden und Chemnitzer Filmwerkstatt erhalten Preise der DEFA-Stiftung

Stand: 01. Dezember 2021, 14:52 Uhr

Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger der DEFA-Stiftung stehen fest. Ausgezeichnet werden die Kostümbildnerin Christiane Dorst, der Filmemacher Günter Jordan sowie die Chemnitzer Filmwerkstatt, das Filmfest Dresden und das Filmmuseum Potsdam. Das gab die DEFA-Stiftung am Mittwoch bekannt. Die Preise sind mit insgesamt 40.000 Euro dotiert.

Filmwerkstatt in Chemnitz fördert Nachwuchs

Die Chemnitzer Filmwerkstatt erhält den Förderpreis für junges Kino. Die Auszeichnung würdigt das langjährige Engagement der Filmwerkstatt für Nachwuchs-Filmemacherinnen und Filmemacher und ihre Unterstützung für Independent-Filmprojekte, darunter etwa Arbeiten von Beate Kunath, Olaf Held und Jan Soldat.

Drei Programmpreise gehen an das Filmfest Dresden, das Filmmuseum Potsdam und den aus Leipzig stammenden Filmemacher und -historiker Dr. Günter Jordan. Sie alle engagieren sich in besonderem Maße für das DEFA-Filmerbe, so widmete das Filmfest Dresden in den vergangenen beiden Jahren den DDR-Filmemachern eine große Retrospektive.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film geht an Christiane Dorst. Die Kostümbildnerin war vor allem in den 70er und 80er Jahren von der DEFA gefragt – und setzte dann ihre Karriere am Studio Babelberg fort. Dort arbeitete sie unter anderem mit Rolf Hoppe, Lilli Palmer, Nastassja Kinski und Götz George.

Einer der wichtigsten DEFA-Regisseure

Bereits im November gab die DEFA-Stiftung bekannt, dass der Regisseur Rainer Simon den Hauptpreis für sein Lebenswerk erhalte. Der 80-jährige Simon wurde im sächsischen Hainichen geboren und zählte zu den wichtigsten DEFA-Regisseuren der 70er und 80er Jahre. Seinen größten Erfolg feierte Simon 1985 mit der Literaturverfilmung "Die Frau und der Fremde". Der Film wurde bei der 35. Berlinale mit dem Goldenen Bären als Bester Film gewürdigt.

Die Preisverleihung der DEFA-Stiftung kann wegen des aktuellen Pandemiegeschehens nicht wie geplant im Berliner Kino International, dem früheren DEFA-Premierenkino, stattfinden. Die Stiftung werde die Preisträgerinnen und Preisträger im kommenden Jahr im Rahmen verschiedener Einzelveranstaltungen würdigen, hieß es.

 

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Dieses Thema im Programm:MDR KULTUR - Das Radio | Kulturnachrichten | 01. Dezember 2021 | 13:30 Uhr