"Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution" jetzt in der Mediathek Spielfilm über die unbekannten Helden der Friedlichen Revolution in Leipzig

Die Verfilmung von Peter Wensierskis Sachbuch "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution" ist jetzt in der Mediathek und läuft heute um 20:15 Uhr im Ersten: Er macht deutlich, wie man als kleine Gruppe mit kleinen Mitteln etwas bewegen kann. Der Film spielt im Leipzig von 1989, und doch vermag er einen Bogen zu spannen bis in die Gegenwart, wo zum Beispiel die "Fridays for Future"-Bewegung zeigt, dass auch junge Menschen heute etwas verändern wollen.

Wer waren die Menschen, die mit ihren Gedanken und Handlungen den Weg zur Friedlichen Revolution im Jahr 1989 ebneten? Das zeigt der Film "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution". Er entstand nach den Motiven des gleichnamigen Sachbuchs von Peter Wensierski. Darin erzählt der Autor die wahre Geschichte einer Gruppe junger Menschen aus Leipzig, die mit ihrer Umweltbewegung und Forderung nach Demokratie und Meinungsfreiheit Wegbereiter der Friedlichen Revolution wurden. Der Film baue vor allem eine Brücke zu den heutigen jungen Zuschauern, sagt Wensierski. Er stelle eine zeitlose Frage: Wie wollen wir leben?

Peter Wensierski über den Film: "Was ich ganz wichtig finde, es waren eben diese jungen Leute und nicht irgendwelche prominenten Namen, nicht der Pfarrer Führer, nicht der Superintendent Magirius nicht Kurt Masur vom Orchester in Leipzig. Nein, es waren wirklich Dutzende von jungen Leuten, die tolle Ideen hatten."

Über den Inhalt des Films

Leipzig 1988/89: Als die 19-jährige Franka Blankenstein (Janina Fautz) den Altenpfleger Stefan Clausnitz (Ferdinand Lehmann) kennenlernt, findet sie in eine Umweltgruppe. Unter dem Schutz der Kirche setzt diese sich ein gegen die Zerstörung der Natur und die Luftverschmutzung. Franka ist fasziniert von dem Zusammenhalt der Gruppe, die in einem alten Abrisshaus lebt. Dort werden Aktionen geplant und heiße Diskussionen geführt. Die jungen Leute stehen unter ständiger Beobachtung der Stasi. Als sie die Räume der Kirche verlassen, um in aller Öffentlichkeit zu protestieren und Grundrechte der Demokratie einzufordern, riskieren sie ihre Freiheit.

Peter Wensierski über den Film: "Es gibt so viele Gedenkstätten, die zeigen lediglich die Repression. Und die DDR bestand eben nicht nur aus Repression, sondern sie bestand auch aus vielen Formen des zivilen Ungehorsams, der Verweigerung des Widerstands. Und das sind die Geschichten, die man erzählen muss und aus denen man auch etwas lernen kann für heute."

Bilder zum Film "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution"

junge menschen demonstrieren
Daks prangert an, dass die Gruppe in der Kirche nicht mehr frei ihre Meinung äußern darf. Im Foto (v.l.): Solveig (Marlene Tanczik), Stefan (Ferdinand Lehmann), Astrid (Anabel Möbius), Daks (Timur Bartels) Bildrechte: MDR/UFA Fiction/Steffen Junghans
junge menschen demonstrieren
Daks prangert an, dass die Gruppe in der Kirche nicht mehr frei ihre Meinung äußern darf. Im Foto (v.l.): Solveig (Marlene Tanczik), Stefan (Ferdinand Lehmann), Astrid (Anabel Möbius), Daks (Timur Bartels) Bildrechte: MDR/UFA Fiction/Steffen Junghans
Junge Menschen demonstrieren
Im Foto (v.l.n.r.): Franka (Janina Fautz), Stefan (Ferdinand Lehmann) Bildrechte: MDR/UFA Fiction/Steffen Junghans
Menschen sitzen um ein Feuer
Franka fühlt sich in der Umweltgruppe wohl. Im Foto (v.l.): Daks (Timur Bartels), Solveig (Marlene Tanczik), Karsten (Maximilian Klas), Stefan (Ferdinand Lehmann), Franka (Janina Fautz), Geliebte von Astrid (Chiara Menschel), Astrid (Anabel Möbius), Tanker (Andreas Warmbrunn) Bildrechte: MDR/UFA Fiction/Steffen Junghans
Die Kommune im Abrisshaus macht sich für die nächste Demonstration bereit
Die Kommune im Abrisshaus macht sich für die nächste Demonstration bereit. Im Foto: Daks (Timur Bartels) Bildrechte: MDR/UFA Fiction/Steffen Junghans
Stefan (Ferdinand Lehmann), Tanker (Andreas Warmbrunn), Daks (Timur Bartels)
Stefan nimmt eine Wasserprobe aus der Pleiße und vergleicht sie mit Trinkwasser.jpg Im Foto (v.l.): Stefan (Ferdinand Lehmann), Tanker (Andreas Warmbrunn), Daks (Timur Bartels) Bildrechte: MDR/UFA Fiction/Steffen Junghans
Franka (Janina Fautz), Stefan (Ferdinand Lehmann), Daks (Timur Bartels)
Stefan wird nach seiner Verhaftung durch die Stasi von Franka und Daks am Gefängnis abgeholt. Im Foto (v.l.): Franka (Janina Fautz), Stefan (Ferdinand Lehmann), Daks (Timur Bartels) Bildrechte: MDR/UFA Fiction/Steffen Junghans
Ein Mann steht vor einer Wand
Peter Wensierski Bildrechte: MDR/Simon Bernard
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Junge Menschen demonstrieren 4 min
Im Foto (v.l.n.r.): Franka (Janina Fautz), Stefan (Ferdinand Lehmann) Bildrechte: MDR/UFA Fiction/Steffen Junghans

Janina Fautz spielt die Hauptrolle im Film "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution". Claudia Bleibaum hat mir ihr gesprochen.

MDR KULTUR - Das Radio Mi 28.04.2021 15:30Uhr 04:06 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

Informationen zum Film: "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution" (ARD, BR Degeto, MDR)
läuft am 28. April 2021 um 20:15 Uhr im Ersten und ist außerdem in der ARD-Mediathek abrufbar.

Der Film ist frei nach dem gleichnamigen Sachbuch von Peter Wensierski
Buch: Thomas Kirchner
Regie: Andy Fetscher
Musik: Philipp E. Kümpel
Andreas Moisa
Kamera: Matthias Papenmeier
Peter Nix

Darsteller:
Franka Blankenstein: Janina Fautz
Stefan Clausnitz: Ferdinand Lehmann
Renate Blankenstein: Inka Friedrich
Horst Blankenstein: Alexander Hörbe
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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 21. April 2021 | 08:40 Uhr

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