Kino Was man für den ersten Kinobesuch nach Corona wissen muss

Auch in Mitteldeutschland öffnen allmählich wieder die Kinos. Doch von Normalbetrieb kann noch nicht die Rede sein. Stichwort: Hygieneregeln. Dennoch verspüren viele das Bedürfnis, sich endlich wieder im abgedunkelten Saal dem Filmgenuss hingeben zu können. Worauf Sie sich bei einem Kinobesuch derzeit einstellen müssen und was die Kinobetreiber an Vorsichtsmaßnahmen durchzuführen haben, haben wir für Sie zusammengestellt.

Geschlossenes Kino, Anzeige BIS BALD BLEIBEN SIE GESUND UND ACHTEN SIE AUFEINANDER
Die Corona-Zwangspause für Kinos ist beendet Bildrechte: imago images/Michael Weber

Die AG Kino - Gilde Deutscher Filmkunsttheater hat bereits im Mai dieses Jahres einen sogenannten "Schutz- und Hygieneplan in Kinobetrieben zur Wiedereröffnung" vorgelegt. Darin wurde beschrieben, was die Betreiber in ihrem Hygienekonzept berücksichtigen sollen. Die Regeln, an die sich die Branche nun halten will, ähneln den Regeln, die man schon von Restaurantbesuchen oder Einkäufen kennt. Das sind die zentralen Punkte:

  • Maskenpflicht für Besucherinnen und Besucher im gesamten Gebäude und somit auch beim Ein- und Auslass in die Kinosäle und bei Toilettenbesuchen während der Vorstellungen. Auf den Sitzplätzen in den Kinos und in der Gastronomie gilt keine Maskenpflicht, es muss aber sichergestellt werden, dass der Mindestabstand zwischen erlaubten Personengruppen eingehalten wird.

  • Kunden können im Verdachtsfall des Hauses verwiesen werden, wenn sie sich nicht einsichtig zeigen. Kinos dürfen hier auf ihr Hausrecht zurückgreifen.

  • Einhalten von Abstandsregelungen in den Sälen bspw. durch feste Sitzplatzzuweisung, Freilassen von Sitzplätzen durch technische Maßnahmen, Beschränkung der Saalauslastung und Beschränkung der gleichzeitig verkaufbaren Tickets. Reihenweiser, kontrollierter Auslass nach Ende der Vorstellung. Kontrolle der Maßnahmen durch Mitarbeiter.

  • Minimierung des Kontakts durch Priorisierung des Online-Ticketverkaufs, Verstärkung des kontaktlosen Zahlens und Verzicht auf den Abriss der Kinokarten am Einlass.

  • Für Umsetzung der Husten-und Niesetikette und der Handhygiene sorgen. Ausreichend Flüssigseife, Papierhandtücher und Desinfektionsmittel (im Eingangs-und Tresenbereich sowie in Sanitärräume) sind vorzuhalten und zur Verfügung zu stellen. Aushänge zur Hustenetikette und Handhygiene.

  • Einsatz von Schutzscheiben an den Kassen und Tresen sowie regelmäßige Desinfektion der Bezahlterminals.

  • Verkürzung von Reinigungsintervallen, insbesondere im Hinblick auf Flächen und Geräte, die viele benutzen (u.a. Klinken, Türgriffe, Armaturen, Handläufe, Sanitäreinrichtungen, Toilettendeckel und -becken, Handterminals, Tastaturen, Touchscreens). Ausreichend Desinfektionsmittel ist vorzuhalten und zur Verfügung zu stellen.

  • Einhalten von Abstandsregelungen in allen gemeinschaftlich genutzten Räumen und im Sanitärbereich durch Markierungen am Boden, Absperrbänder oder Tensatoren.

  • Einhalten von Abstandsregelungen in den Foyers durch eine klare Wegeführung, zeitversetzten Filmbeginn und Auslass über die Notausgänge. Gegebenenfalls erfolgt eine Festlegung der Laufrichtung des Kundenstroms über Einbahnstraßensystem.

  • Regelmäßiges Lüften der Säle und des Foyerbereichs. Türen zum Saal (während Einlass und Auslass), zu Sanitärräumen und Außentüren (wenn es die Witterungsbedingungen zulassen) bleiben offen. Es erfolgt somit eine verstärkte Belüftung von Foyers und Kinosälen ausschließlich mit dem maximalen Frischluftanteil.

  • Empfehlung zur Nutzung der offiziellen Corona-App durch die Kunden.

Bei den jeweiligen Kinos vor Ort können natürlich leichte Abweichungen vorliegen. Welche Regelungen für einzelne Lichtspielhäuser gelten, entnehmen Sie bitte den Internetauftritten der Betreiber.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 28. Juni 2020 | 16:15 Uhr