Ein Osterkorb mit Blumen und Küken
Die Ostertage laden zu Ausflügen ein – zum Beispiel in den Tierpark in Görlitz. Bildrechte: Zoo Görlitz

Service Ausflug, Ausstellung, Parkspaziergang: Unsere Kultur-Tipps zu Ostern

Sie haben noch keine Idee, was Sie und Ihre Familie zu Ostern unternehmen könnten? Macht nichts! Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt – seien es Osterspaziergänge in den Gartenträume-Parks in Sachsen-Anhalt, eine spannende Multimedia-Ausstellung in Leipzig oder einen Ausflug nach "Görliwood".

Ein Osterkorb mit Blumen und Küken
Die Ostertage laden zu Ausflügen ein – zum Beispiel in den Tierpark in Görlitz. Bildrechte: Zoo Görlitz

Tipp 1: Meisterhäuser in Dessau

Blick auf das rekonstruierte Meisterhaus von Wassily Kandinsky und Paul Klee in Dessau-Roߟlau.
Meisterhaus von Wassily Kandinsky und Paul Klee in Dessau-Roߟlau Bildrechte: dpa

Bis vor kurzem waren noch etliche Gebäude wie die Meisterhäuser unter Bauplanen versteckt.  Jetzt sind sämtliche originale Bauhausgebäude in Dessau wieder geöffnet. Was neu ist: Der Besucher bekommt Zutritt zu Räumlichkeiten, die bisher nicht oder beschränkt zugänglich waren – zum Beispiel Teile des Werkstattflügels des Schulgebäudes mit seiner berühmten Glasvorhangfassade. Vor allem aber ist das Meisterhaus Kandinsky/ Klee nach seiner zweiten großen Sanierung wieder geöffnet.

Tipp 2: Kranich-Ausstellung im Heineanum in Halberstadt

Kraniche
Kraniche, "Vögel des Glücks" Bildrechte: imago/HärtelPRESS

Wer kennt sie nicht, die geheimnisvollen Rufe der Kraniche, wenn sie vor ihrem Abflug gen Süden ihre Wege am Himmel ziehen? "Kraniche: Vögel der Glücks" ist der Titel einer Sonderausstellung im Vogelkundemuseum Heineanum in Halberstadt, die noch bis zum 26. Mai läuft. In dieser Ausstellung werden erstmals alle 15 Kranicharten der Welt gemeinsam präsentiert – als Vogelpräparate und in einer Fotoschau von Carsten Linde.

Tipp 3: Spazierengehen in den Parks in Sachsen-Anhalt

rot-gelbe Tulpenblüte
Beim Osterspaziergang lassen sich schon allerhand Frühjahrsblüher genießen. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

"… im Tale grünet Hoffnungsglück. Der alte Winter in seiner Schwäche, zog sich in rauhe Berge zurück" – so heißt es im berühmten "Osterspaziergang" von Goethe. Und das könnte auch das Motto in einigen Parks in Sachsen-Anhalt sein! Geführte Osterspaziergänge finden vor allem in den sogenannten "Gartenträume-Parks" statt – diesen Titel tragen 50 historische Gärten in Sachsen-Anhalt.  Auch der Kurpark Bad Schmiedeberg lädt ein: Dort kann man unter historischen Bäumen auf breit angelegten Wegen die erste Blütenpracht bewundern. Kneippanlagen und Hochbeete erklären hier unterschiedliche Pflanzen.

Tipp 4: Auslug nach Torgau

Springbrunnen auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Torgau.
Rathaus Torgau Bildrechte: imago/Hanke

Torgau war einmal die Hauptresidenz der sächsischen Kurfürsten. Wer heute durch die Altstadt schlendert, kann wunderbar erhaltene Bauten der Renaissance bewundern. Das mächtige Rathaus zum Beispiel, mit seinen reich verzierten Erkern: Wappen, Schrifttafeln und Figuren ehren die Landesfürsten. Im prächtigen Schloss Hartenfels können die Gemächer der Kurfürsten besichtigt und der Wendelstein bestaunt werden – ein raffiniert gebauter Treppenturm mit freischwingender Treppe. Und: Im Schlossgraben leben drei Braunbären, die zum Wahrzeichen der Stadt wurden.

Tipp 5: Multimedia-Ausstellung im Kunstkraftwerk Leipzig

Menschen vor Wandprojektionen bei «Giganten der Renaissance» im Leipziger Kunstkraftwerk
Ausstellung im Leipziger Kunstkraftwerk Bildrechte: Kunstkraftwerk / © Luca Migliore

"Giganten der Renaissance" heißt die Ausstellung – auf die bis zu elf Meter hohen Backsteinwände eines alten Maschinensaals werden bewegte Bilder projiziert, dazu gibt es Musik in sattem Sound. Besucher können gemütlich auf einem Sitzkissen lungern, sich frei im Raum bewegen und zu einem Teil des Kunstwerks werden. Das ehemalige Heizwerk im Leipziger Westen war seit der Wende verlassen und wurde 2016 als Kunstkraftwerk neu belebt. In den Industriehallen sind heute noch Teile der Heizkessel, Kohletrichter und Förderbänder zu sehen und verleihen diesem Ort ein besonderes Flair.

Tipp 6: Ausflug nach Görlitz

Goldschmiedearbeiten aus Breslau oder Prunkglas aus dem Riesengebirge: Im Schlesischen Museum in Görlitz gibt es wahre Schätze zu sehen. Und das hat sich auch bundesweit herumgesprochen. Die Stiftung Kulturwerk Schlesien denkt sogar laut über einen Umzug von Würzburg nach Görlitz nach. Wer Kunst an einem ungewöhnlichen Ort erleben möchte, ist in der Kaisertrutz genau richtig. In der Befestigungsanlage aus dem 15. Jahrhundert sind Kunstschätze aus verschiedenen Epochen beheimatet: zum Beispiel aus der Eisenzeit oder dem Mittelalter.

Collage: Görlitz mit dem Schriftzug Görliwood
Görlitz oder Görliwood? Bildrechte: IMAGO/MDR.DE

Den Begriff "Görliwood" hat sich Görlitz patentieren lassen. Immerhin sind hier laut Angaben der Stadt etwa 100 Filme entstanden, denen man bei einem Rundgang nachspüren kann. Einer der bekanntesten ist Wes Andersons "Grand Budapest Hotel". Dafür verwandelte sich das Jugendstil-Warenhaus in ein Hotel.

Tipp 7: "Bauernkriegspanorama" in Bad Frankenhausen

Das Bauernkriegspanorama im Museum in Bad Frankenhausen.
Bauernkriegspanorama im Museum in Bad Frankenhausen Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mit einer Höhe von 14 Metern und einer Länge von 123 Metern ist es das größte Ölgemälde der Welt: das "Bauernkriegspanorama" von Werner Tübke. Seine Größe erstaunt alle Besucher, die mit offenen Mündern erst einmal stehen bleiben. Und wer schon mal da war, kommt immer wieder. Werner Tübke hat zusammen mit etlichen Helfern elf Jahre am "Bauernkriegspanorama“ gearbeitet. Aber es ist nicht nur das: Über 3.000 Figuren und 75 Schlüsselszenen zeigen neben Schlachten auch biblische und mythische Motive. Es geht um Liebe, Leben, Sterben und Tod – weshalb man in jeder Gemütslage hier auch Antworten auf Lebensfragen bekommen kann.

Tipp 8: Unterwegs in Schmalkalden

Fachwerkhäuser in Schmalkalden
Fachwerkhäuser in Schmalkalden Bildrechte: MDR/Sabine Neumann-Queck

Die Stadt Schmalkalden im Südwesten des Thüringer Waldes zeugt von mehr als tausend Jahren Bau- und Kulturgeschichte. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt entdeckt man schön restaurierte mittelalterliche Gebäude, enge Gässchen und romantische kleine Plätze. Ähnlich wie in Quedlinburg oder Wernigerode kommen Fachwerk-Fans auch hier voll auf ihre Kosten. In der Weidebrunner Gasse steht sogar eines der ältesten Fachwerkhäuser Thüringens. Über der Stadt thront Schloss Wilhelmsburg, ein fast ursprünglich erhaltener Renaissance-Bau. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick auf Schmalkalden. Auch die wunderschönen Schlosssäle, die mit Wandmalereien und Stuckaturen verziert sind, sind einen Abstecher wert.

Tipp 9: Kunsthaus Meyenburg in Nordhausen

Das Kunsthaus Meyenburg
Kunsthaus Meyenburg Bildrechte: dpa

Mit Elementen des Jugendstils und des Historismus erinnert das Museumsgebäude an ein Schloss, zudem liegt es in einem wunderschönen Park. Zum Kunsthaus Meyenburg gehört auch ein Aussichtsturm, von dem aus man das Kyffhäuser-Gebirge sehen kann. Wie sind Dornröschen, Schneewittchen, Rapunzel oder Rumpelstilzchen entstanden und wie wurden diese Märchen überliefert und dargestellt? In der aktuellen Ausstellung sind spannende Illustrationen sowie von Märchen inspirierte Kunstwerke zu sehen. Und es gibt eine Mitmachaktion: Wer seinen Favoriten wählt, kann eine Brüder-Grimm-Gesamtausgabe gewinnen.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 18. April 2019 | 18:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. April 2019, 04:00 Uhr

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