#MiteinanderStark ARD veranstaltet "Lange Nacht der Kultur trotz Corona"

Keine Konzerte, verschobene Kinostarts, abgesagte Ausstellungen und geschlossene Theater: Während der strengen Corona-Beschränkungen stand das kulturelle Leben scheinbar still. Doch die Landesrundfunkanstalten der ARD haben verschiedene Plattformen für digitale Kulturangebote geschaffen. Ein Blick auf diese virtuellen Bühnen, die in der Nacht vom 21. Juni auf den 22. Juni ab 00:05 Uhr für fünf Stunden im Ersten gezeigt werden und in der Mediathek.

Collage aus Bildern mehrerer Sendungen. Im Mittelpunkt ist ein Weltraumanzug in den, anstelle des Astronauten, das Bild eines lachenden Jungen hineinmontiert wurde.
"Corona Creative" ist der Filmwettbewerb des MDR: Während der Corona-Krise sind zahlreiche kreative Kurzfilme enstanden. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Während der strengen Corona-Beschränkungen stand das kulturelle Leben scheinbar still. Keine Konzerte, verschobene Kinostarts, abgesagte Ausstellungen und geschlossene Theater brachten die Kultur fast zum Erliegen. Viele Einrichtungen wurden mit Onlineangeboten kreativ, so auch die ARD mit verschiedenen Aktionen im Netz, Fernsehen und Radio.

Alle Landesrundfunkanstalten der ARD haben eigene Plattformen geschaffen, um den Kreativen in ihrem Gebiet eine virtuelle Bühne zu bieten: im Rahmen von "Corona Creative" beim MDR, auf der "Kulturbühne" des BR, bei "Kultur trotz Corona" vom NDR, mit "Der rbb macht's", dem "Corona Culture Club" des SR, bei "Zusammenhalten für die Kultur" des SWR und der "Kulturambulanz" des WDR.

Die Moderatorin Anja Reschke zu Gast in der ARD Talkshow Maischberger. 13 min
Bildrechte: dpa

Kurzfilme, Museumsrundgänge und Lesungen

Der MDR hat das digitale Filmfestival "Corona Creative" ins Leben gerufen. 20 Filmemacherinnen und Filmemacher erzählen in ihren Kurzfilmen berührende Geschichten aus der Zeit des Kontaktverbotes. Die Filme sind vielseitig und voller Nähe: Regisseurin Chiara Fleischhacker hält ihre Schwangerschaft in Corona-Zeiten fest. In "Die Isolation der Oma Lilo" besucht der Erfurter Filmemacher Patrick Richter seine 91-jährige Oma im Betreuten Wohnen. In "Don't call me Corona" geht es um den veränderten Alltag von asiatischen Studierenden in Deutschland, in "Viola" um Dresdner Obdachlose.

Bei "rbb macht Museum" lädt der rbb zu Rundgängen durch einige der schönsten Museen in Berlin ein. In filmischen Führungen geht es z.B. ins Deutsche Historische Museum oder in die Alte Nationalgalerie. Interaktive 360 Grad-Rundgänge führen beispielsweise durch die Ausstellung "Fast Fashion. Die Schattenseite der Mode" im Museum Europäische Kulturen oder in eine Monet-Ausstellung im Museum Barberini.

Für den Themenschwerpunkt "#Zusammenhalten für die Kultur" trafen sich Schauspieler Walter Sittler und Musikerinnen und Musiker des SWR im Aufnahmestudio zu einem 'Konzert' mit Musik und Literatur aus unterschiedlichen Epochen. Darunter eine Lesung aus "Die Pest" von Albert Camus und Werke von Vivaldi und Mozart.

Alle Anstalten haben sofort reagiert, als die Corona-Krise ausbrach und gesagt 'Können wir den Kreativen denn nicht irgendeine Bühne bieten. Das ist doch ein Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen.' Das war eine solche tolle Vielfalt und man hat gesehen, wie kreativ die Kunst- und Kulturszene ist.

Anja Reschke, ARD-Journalistin und Moderatorin

Deshalb wäre es schade gewesen, so Moderatorin und Journalistin Anja Reschke, diese Vielfalt nicht noch einmal gemeinsam zur Aufführung zu bringen. So sei die Idee für die "Lange Nacht der Kultur trotz Corona" entstanden.

Die Highlights im Ersten

Am 22. Juni läuft ab 00:05 Uhr für fünf Stunden eine Zusammenstellung dieser unterschiedlichen Projekte im Ersten und ist auch in der ARD-Mediathek zu finden. Volker Herres, Programmdirektor beim Ersten Deutschen Fernsehen sagte, "Die lange Nacht der Kultur" zeige eindrucksvoll, zu welcher Vielfalt und Kreativität die Kunstszene, auch in diesen Ausnahme-Zeiten, fähig sei.

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Dieses Thema im Programm: Das Erste | 22. Juni 2020 | 00:05 Uhr