Nicht immer nur "Wham!" Geliebt, gehasst, gecovert: 35 Jahre "Last Christmas"

Vor 35 Jahren erklang "Last Christmas" von Wham! zum ersten Mal. Seitdem ist der Song zum Klassiker geworden, wohl jeder hat den Song schon als Ohrwurm gehabt – ob man will oder nicht. Er wurde zu einem modernen Weihnachtsklassiker und war bisher so oft in den deutschen Single-Charts, wie kein anderer Song: mehr als 130 Mal. "Last Christmas" wird geliebt, wird auch gehasst und wurde unzählige Male gecovert. Wir haben einige der schönsten Versionen zusammengetragen.

Andrew Ridgeley und George Michael
Sie schufen 1984 das Original und damit einen jahrzehntelangen Mega-Hit: Andrew Ridgeley und George Michael als "Wham!" Bildrechte: imago/United Archives International

Den Song "Last Christmas" soll George Michael angeblich in einer halben Stunde niedergeschrieben haben. Die Hälfte des Liedes besteht aus Wiederholungen des Refrains - und wer den einmal gehört hat, wird ihn wohl nie wieder los. Doch über derlei Kritikanflüge ist "Last Christmas" von Wham! erhaben.

Wham!
Immer gut geföhnt: Wham! Bildrechte: Sony Music

Veröffentlicht wurde der Song vor 35 Jahren, am 15. Dezember 1984. Und seitdem ist er alle Jahre überall zu hören, das ist so sicher wie der Weihnachtsbaum in der Stube.

Unzählige Künstler haben das Lied mittlerweile interpretiert. Sven Hecker hat sich für MDR KULTUR durch diesen singenden-klingenden Berg der Coverversionen gearbeitet. Hier sein persönliches Fazit:

Element of Crime

Eine Liebe für einen Tag. Ein schnell verflossenes Versprechen. Um Weihnachten – "letztes Weihnachten" wohlgemerkt – geht es bei Element of Crime eigentlich nur am Rande, nur als gefühlsverstärkendes Regularium. Alle Jahre wieder.

Puppini Sisters und die Swingle Singers

So wie bei den Puppini Sisters hätte "Last Christmas" in den 1940ern klingen können:

oder so, wie die Swingle Singers es darbieten:

Scala & Kolacny Brothers

A capella wie bei Scala & Kolacny Brothers geht natürlich immer. Der Weihnachtsbaum pur sozusagen. Früher war mehr Lametta.

BossHoss

Ein paar Pferde spannen BossHoss an:

Leo Moracchiolli und August Burns Red

Ein besonderes Kapitel ist Rock und das immergrüne "Last Christmas". Denn natürlich kann kein ernstzunehmender Rocker eine derartige Schnulze auch nur ein klein bisschen gernhaben. Also eigentlich. Und so gibt es Varianten in Doom Metal, Prog Metal oder Death Jazz. Und siehe: mit ein paar Gitarren verkloppt, passt der Text wie angegossen – selbst, wenn man ihn nicht versteht: düster, melancholisch, verzweifelt.

Manches hört sich an, als ob da nach dem großen Weihnachtsmassaker dringend ein Schnaps den Magen aufräumen müsste. Das klingt bei Leo Moracchiolli fast wie ein Weihnachts-Hasslied.

Hier bei August Burns Red geht es richtig schnell ab:

Polkaholix

Schluss mit der Trübsal-Bläserei  meinen wiederum die Polkaholix.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 15. Dezember 2019 | 08:40 Uhr

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