National Book Award Leipziger Schriftstellerin Anja Kampmann in den USA nominiert

Mit dem Romandebüt "Wie hoch die Wasser steigen" stand Anja Kampmann auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse. Nun ist die englische Übersetzung des Buchs in den USA für den National Book Award nominiert.

Anja Kampmann spricht über ihr Werk.
Die Schriftstellerin Anja Kampmann Bildrechte: IMAGO

Die in Leipzig lebende Schriftstellerin Anja Kampmann ist für den National Book Award in den USA nominiert. Kampmanns Roman "Wie hoch die Wasser steigen" (Carl Hanser Verlag 2018) erschien in diesem Jahr unter dem Titel "High as the Waters Rise" in den USA, übersetzt von Anne Posten. Er ist in der Kategorie für übersetzte Literatur nominiert.

Das Romandebüt von Kampmann, die auch Lyrikerin ist, spielt zum Teil auf einer Bohrplattform im Atlantik. Mit Hilfe starker Bilder erzählt sie eine Geschichte über Heimatlosigkeit in der modernen Arbeitswelt. 

National Book Award gehört zu den wichtigsten Buchpreisen in den USA

In der Kategorie "Übersetzte Literatur" sind vier weitere Werke aus der ganzen Welt nominiert, außerdem werden unter anderem Preise in den Kategorien Belletristik, Sachbuch, Poesie und Literatur für Kinder und Jugendliche verliehen. Die Gewinner sollen bei einer Online-Gala am 18. November bekannt gegeben werden.

Die National Book Awards gelten neben den Pulitzer-Preisen zu den renommiertesten Ehrungen der USA. Die "Oscars der Buchwelt" gingen unter anderem schon an Autoren wie William Faulkner, John Updike, Thornton Wilder, Don DeLillo, Susan Sontag und Jonathan Franzen.

Die Schriftstellerin Anja Kampmann

Kampmann wurde 1983 in Hamburg geboren und studierte an der Universität Hamburg und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Für ihren Debütroman "Wie hoch die Wasser steigen" wurde sie unter anderem bereits mit dem Lessing-Förderpreis und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet und war 2018 für Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

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