Literatur Deutscher Buchpreis: Thomas Kunst auf Shortlist

Thomas Kunst
Thomas Kunst wurde in Stralsund geboren und studierte in Leipzig, wo er auch in der Deutschen Nationalbibliothek arbeitete. Heute lebt und arbeitet er in Sachsen-Anhalt. Bildrechte: Franziska Reck/Suhrkamp Verlag

Mit seinem Roman "Zandschower Klinken" hat es der in Sachsen-Anhalt lebende Schriftsteller Thomas Kunst auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft. Wie Jurysprecher Knut Cordsen am Dienstag bekanntgab, zeigen die sechs Finalistinnen und Finalisten "den stilistischen, formalen und thematischen Reichtum der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und zeugen von der immensen Lust und hohen Könnerschaft, Geschichten zu erzählen." Darüber hinaus würden alle nominierten Titel die Möglichkeiten und Grenzen des Schreibens ausloten. Die Jury hat die sechs besten deutschen Romane aus insgesamt 230 Titeln ausgewählt.

Es sind künstlerisch herausragende Romane, die bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Topoi und Schreibweisen eines vereint: Sie sind alle auf je eigene Weise ausgezeichnet und haben jeder für sich die Jury überzeugt.

Knut Cordsen, Jurysprecher und Kulturredakteur beim Bayerischen Rundfunk

Das ist die Shortlist

  • Norbert Gstrein: Der zweite Jakob (Carl Hanser, Februar 2021)
  • Monika Helfer: Vati (Carl Hanser, Januar 2021)
  • Christian Kracht: Eurotrash (Kiepenheuer & Witsch, März 2021)
  • Thomas Kunst: Zandschower Klinken (Suhrkamp, Februar 2021)
  • Mithu Sanyal: Identitti (Carl Hanser, Februar 2021)
  • Antje Rávik Strubel: Blaue Frau (S. Fischer, August 2021)

Deutscher Buchpreis 2021

Der Deutsche Buchpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Literatur-Branche. Die Auszeichnung des besten Romans des Jahres soll am 18. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse stattfinden und live auf der Webseite des Buchpreises übertragen werden.

Der mit insgesamt 37.500 Euro dotierte Preis wird seit 2005 von der Stiftung Buchkultur und der Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verliehen: Der Sieger oder die Siegerin erhält 25.000 Euro, die übrigen Autoren der Shortlist jeweils 2.500 Euro. Das Besondere am Auswahlverfahren: Auch Titel, die sich zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch in der Produktion befinden, sind zugelassen.

Der Buchpreis wird in diesem Jahr von einer unabhängigen siebenköpfigen Jury um Kulturredakteur Knut Cordsen vom Bayerischen Rundfunk verliehen. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an die Offenbacher Autorin und Übersetzerin Anne Weber für ihren Roman "Annette, ein Heldinnenepos".

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kultur Kompakt | 21. September 2021 | 10:30 Uhr