Auszeichnung Leipziger Verlag gewinnt Deutschen Verlagspreis

Der Leipziger Verlag Klett Kinderbuch ist am Donnerstag in München mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet worden. Wie das "Börsenblatt" mitteilte, ging einer der drei mit jeweils 60.000 Euro dotierten Hauptpreise an den Kinderbuchverlag. Über die weiteren Hauptpreise konnten sich der auf Foto- und Kunstbücher spezialisierte Stuttgarter Verlag Hartmann Books und der auf junge Literatur ausgerichteten Berliner Verlag Korbinian freuen.

Blick auf die Innenstadt von Leipzig mit dem Neuen Rathaus (M), dem Wintergartenhochhaus (l) und dem City-Hochhaus (r, ehemals Uni-Riese).
Neben dem Leipziger Verlag Klett Kinderbuch sind am Donnerstagabend weitere sechs Verlage aus der Stadt ausgezeichnet worden. Bildrechte: dpa

Der Leipziger Verlag Klett Kinderbuch

Klett Kinderbuch ist ein unabhängiger Verlag, der 2008 als Ableger des großen Stuttgarter Klett Konzerns in Leipzig gegründet worden ist und insbesondere Bücher für Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren verlegt. Geschäftsführerin Monika Osberghaus orientiert sich beim Verlagsprogramm dabei stets am Alltag der Kinder, will deren Fantasie fördern und durch Literatur und Illustration zum Mitdenken anregen. In der Jury-Begründung zur Vergabe des Deutschen Verlagspreises heißt es:

Der Leipziger Verlag Klett Kinderbuch nimmt Kinder ernst und hinterfragt für sie – notfalls auch an den Vorstellungen der Eltern vorbei – Rollenbilder und Klischees.

Jury des Deutschen Verlagspreises

Ein Großteil der Klett Kinderbücher wird gemeinsam mit deutschsprachigen Autoren und Illustratoren entwickelt. Neben vielen talentierten Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern zählen dazu auch namhafte Größen wie die Illustratorin Rotraut Susanne Berner, Schriftstsellerin Kirsten Boie und die Thüringer Autorin Franziska Gehm.

Klett Kinderbuchtipp

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Monika Osberghaus
Monika Osberghaus, Geschäftsführerin des Leipziger Verlags Klett Kinderbuch. Bildrechte: Lichtbildnerei Leipzig

Die jahrelange Aufbauarbeit habe sich gelohnt, dessen ist sich Verlegerin Osberghaus sicher. Über die große Auszeichnung für ihren kleinen Verlag, insbesondere in Zeiten der Krise, zeigt sie sich erfreut: "Unsere Bücher suchen nicht das zustimmende Kopfnicken aller Leser:innen; sie ecken manchmal an, auch durch die Haltung, die sie vermitteln. Wenn dies gerade in Krisenzeiten honoriert wird, fühlen wir uns gut gesehen und geehrt."

Unsere Bücher ecken manchmal an. Wenn dies honoriert wird, fühlen wir uns geehrt.

Monika Osberghaus

Auszeichnungen für acht weitere Verlage aus Sachsen und Sachsen-Anhalt

Der von Kulturstaatsministerin Monika Grütters initiierte Deutsche Verlagspreis wird seit 2019 von der Kurt-Wolff-Stiftung und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels in drei Kategorien vergeben: Drei Verlage erhalten ein Gütesiegel sowie den mit 60.000 Euro dotierten Hauptpreis. 60 weitere Verlage werden mit jeweils 24.000 Euro und einem Gütesiegel ausgezeichnet. Unter den Preisträgern dieser Kategorie befindet sich sechs weitere Verlage aus Leipzig: Buchfunk, Buchkinder, Connewitzer Verlagsbuchhandlung, die E.A. Seemann Henschel Verlagsgruppe, der leiv Kinderbuchverlag und Spector Books. Auch der Sandstein Verlag mit Sitz in Dresden und der Mitteldeutsche Verlag aus Halle dürfen sich über ein Gütesiegel und das Preisgeld freuen.

Drei größere Verlage, deren durchschnittlicher Jahresumsatz in den vergangenen drei Jahren über drei Millionen Euro lag, erhalten ein undotiertes Gütesiegel. Die diesjährigen Preisträger in dieser Kategorie sind Gmeiner, Narr und Steidl. Der Deutsche Verlagspreis wurde 2021 damit insgesamt an 63 kleinere und mittlere unabhängige Verlage verliehen.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 02. Juli 2021 | 06:30 Uhr

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