Auszeichnung Sächsischer Verlagspreis an 20 Verlage verliehen

Erstmals wurde mehr als ein Verlag mit dem Sächsischen Verlagspreis ausgezeichnet. Darunter der Akono-Verlag aus Leipzig, der die Vielfalt afrikanischer Literatur zeigen will, der Domowina Verlag aus Bautzen, der sich um die sorbische Sprache bemüht, der Verlag Buchkinder Leipzig, bei dem Kinder Bücher für Kinder schreiben und Palomaa Publishing, ein Verlag, der nur Sachbücher von Frauen veröffentlicht.

Draufsicht auf Bücherrücken
Erstmals werden beim Sächsischen Buchpreis 2022 mehrere Verlage ausgezeichnet, darunter Spector Books, Palomaa Publishing und der Klett Kinderbuch Verlag. Bildrechte: imago images/vtmila

Zwanzig Verlage aus Leipzig, Dresden und Bautzen haben den Sächsischen Verlagspreis 2022 erhalten. Das gab die Sächsische Staatsregierung am Montagabend bekannt. Das sind die Gewinner:

  • Akono Verlag, Leipzig
  • Buchkinder Leipzig e.V., Leipzig
  • Domowina-Verlag GmbH, Bautzen
  • E. A. Seemann Henschel GmbH & Co. KG, Leipzig
  • Edition Hamouda Leipzig, Leipzig
  • edition überland, Leipzig
  • Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig
  • Hentrich & Hentrich Verlag Berlin Leipzig, Leipzig
  • hochroth Leipzig, Leipzig
  • Klett Kinderbuch Verlag GmbH, Leipzig
  • Lagato Verlag e. K., Leipzig
  • Lehmstedt Verlag, Leipzig
  • Lubok Verlag, Leipzig
  • Mirabilis Verlag, Klipphausen/Miltitz
  • Poetenladen Verlag, Leipzig
  • Sandstein Verlag, Dresden
  • Sax-Verlag, Markkleeberg
  • Spector Books oHG, Leipzig
  • Palomaa Publishing, Leipzig
  • Trottoir Noir Verlag Marcel Raabe, Leipzig

Vielfalt von sorbischer, jüdischer bis afrikanischer Literatur

Der junge Akono-Verlag aus Leipzig etwa will die Vielfalt afrikanischer Literatur zeigen, der Domowina Verlag Bautzen unterstützt die Liebe zur sorbischen Sprache, bei den Buchkindern Leipzig e.V. schreiben Kinder Bücher für Kinder und Palomaa Publishing veröffentlicht nur Sachbücher von Frauen.

Die zwanzig Preisträger spiegeln die Vielfalt an Literatur wider, die im Freistaat verlegt wird, heißt es in der Pressemitteilung. Von Kinder- und Jugendbüchern, über Lyrik und Romanen bis hin zu sorbischer und afrikanischer Literatur, Büchern über die sächsische Geschichte und jüdische Kultur. "Ich bin begeistert vom verlegerischen Können, der Vielfalt der Ansätze und vom starken Willen der Verlage, mit ihrer Arbeit eine diverse und demokratische Gesellschaft mitzugestalten", kommentiert Wirtschaftsminister und Botschafter der Kampagne "So geht sächsisch", Martin Dulig die Auszeichnung.

Der Verlagspreis sei ein großes Dankeschön an die Verlagslandschaft, sagte Kulturministerin Barbara Klepsch. "Verlage sind Seismographen gesellschaftlicher Entwicklungen und kulturelle Schatzkammern." Jeder der Verlage sei ein Netzwerk von schöpferischen Köpfen, das am Reichtum der Gesellschaft mitwirke.

Erstmals mehr als ein Preisträger

Der Branchenpreis wird seit 2018 vergeben; in diesem Jahr erstmals nicht nur an einen Gewinnerverlag, sondern an zwanzig Verlage. Insgesamt hatten sich 84 Verlage für den Preis beworben – und damit knapp zwei Drittel der insgesamt 131 Verlage, die es in Sachsen gibt. Vergeben wird der Preis unter dem Dach der Kampagne "So geht sächsisch" gemeinsam von der Sächsischen Staatskanzlei, dem Sächsischem Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit und dem Sächsischem Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus.

Autor Matthias Jügler unter den Juroren

In der unabhängigen Fachjury saßen u. a. Vertreter*innen aus dem Sächsischen Literaturrat, des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Autor Matthias Jügler oder MDR KULTUR-Literaturredakteurin Katrin Schumacher. Wichtige Kriterien für die Entscheidung der Jury waren unter anderem das verlegerische Profil und die Wertschöpfungsbeziehungen der Verlage. Zudem wurde berücksichtigt, inwiefern die Verlage mit ihrem verlegerischen Wirken den Verlags- und Buchstandort Sachsen stärken.

Die Preise wurden im Leipziger Museum für Druckkunst verliehen. Die Gewinnerverlage werden sich auf der Leipziger Buchmesse 2023 präsentieren.

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatsregierung, redaktionelle Bearbeitung: Sabrina Gierig/Tina Murzik-Kaufmann

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 26. Oktober 2022 | 09:30 Uhr

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