Dorn, Mosebach und Varatharajah Renommierte Autorinnen und Autoren auf Eisenacher Wartburg eingeladen

Dorn, Mosebach und Varatharajah
Thea Dorn, Martin Mosebach und Senthuran Varatharajah sind auf die Wartburg bei Eisenach eingeladen Bildrechte: picture alliance / Erwin Elsner | Erwin Elsner | Horst Galuschka

Hier hat Martin Luther die deutsche Sprache geprägt: Die Internationale Martin Luther Stiftung will im Sommer drei renommierte Autorinnen und Autoren für eine Residenz auf die Wartburg bei Eisenach einladen. Das teilt der Evangelische Pressedienst mit, der sich wiederum auf die Kirchenzeitung Glaube und Heimat beruft, die in Thüringen und Sachsen-Anhalt erscheint. In einem Gastbeitrag schreibt Stiftungsvorstand Thomas Seidel, dass Thea Dorn, Martin Mosebach und Senthuran Varatharajah dem Arbeitsaufenthalt zugestimmt haben.

Bibelbewegung weitertragen

Im Jahr 1521 versteckte sich Martin Luther vor seinen Feinden auf der Wartburg und übersetzte das Neue Testament der Bibel von altgriechischer Sprache ins Deutsche. Ungefähr drei Monate dachte Luther in seinem Studierzimmer intensiv über Theologie und die deutsche Sprache nach, was auch das heutige Hochdeutsch prägte, "mit weitreichenden Folgen für Wirtschaft und Wissenschaft, Handel und Wandel, Kunst und Kultur", so Seidel in seinem Beitrag.

Die Wartburg bei Eisenach
Blick auf die Wartburg bei Eisenach Bildrechte: Wartburg-Stiftung Eisenach

Das "Wartburg-Experiment" soll einen neuen Zugang zu dieser Übersetzung ermöglichen und einige Grundgedanken ins Heute weitertragen. Die drei Schreibenden werden zwischen August und Oktober für je einen Monat eingeladen, direkt neben Luthers Studierstube zu arbeiten und "einen inneren Dialog, eine Zwiesprache mit Luthers Bibel" zu führen, kündigte Seidel an. Aus dieser Auseinandersetzung sollen literarische Texte entstehen. Angedacht seien zudem Lesungen und verschiedene Medienformate.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 14. Januar 2021 | 10:30 Uhr