Nach Beschwerden HGB Leipzig entlässt Typografie-Professor

Hochschule für Grafik und Buchkunst
Die Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Bildrechte: IMAGO / imagebroker

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) hat dem Grafikdesigner Ludovic Balland fristlos gekündigt. Zur Begründung hieß es, es hätte mehrere Beschwerden über das Verhalten des ehemaligen Professors der Klasse für Typografie gegeben. Diese hätten die Hochschulleitung Ende Oktober 2020, vermittelt über die Gleichstellungsbeauftragten, erhalten. Nach einer Bewertung der Beschwerdeprotokolle auch unter rechtlichen Gesichtspunkten habe sich das Rektorat "für eine fristlose Kündigung entschieden, die mittlerweile rechtswirksam ist".

Entschuldigung der Hochschule

Zu den Hintergründen der Entlassung Ballands machte die Hochschule keine genaueren Angaben. Stattdessen entschuldigte sie sich in ihrer Stellungnahme bei den Betroffenen und bezog klar Stellung gegen Machtmissbrauch und jegliche Formen von Diskriminierung und Gewalt.

Die HGB sei ein Ort, so Rektor Thomas Locher, an dem sich Studierende, Lehrende sowie andere Hochschulangehörige "mit Respekt und ohne Angst begegnen können" sollten. Vor diesem Hintergrund versprach Locher, die bestehenden Konzepte zu Gendergerechtigkeit, Inklusion und Diversität an der HGB zu verbessern und darüber hinaus Strategien zu entwickeln, um die Sensibilität für ebensolche Situationen zu erhöhen.

Kunst in Leipzig

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 06. Mai 2021 | 13:30 Uhr