Liv Lisa Fries
Liv Lisa Fries spielt in "Babylon Berlin" Charlotte Ritter, die an der Seite von Kommissar Gereon Rath ermittelt. Ihren Durchbruch als Schauspielerin feierte Fries 2007 an der Seite von Götz George. Bildrechte: dpa

Zum Start der Serie im Ersten "Babylon Berlin": Liv Lisa Fries mag die Ästhetik der "Goldenen Zwanziger"

Ab dem 30. September ist die Krimi-Serie "Babylon Berlin" im Ersten zu sehen. Liv Lisa Fries spielt darin Charlotte Ritter, die Kollegin von Kommissar Gereon Rath. Die Serie zeichnet die politischen Entwicklungen der Weimarer Republik nach. Wie die Hauptrolle in "Babylon Berlin" ihr Leben verändert hat und wie die Dreharbeiten für das Mammutprojekt waren, darüber hat Schauspielerin Liv Lisa Fries mit MDR KULTUR gesprochen.

 Liv Lisa Fries
Liv Lisa Fries spielt in "Babylon Berlin" Charlotte Ritter, die an der Seite von Kommissar Gereon Rath ermittelt. Ihren Durchbruch als Schauspielerin feierte Fries 2007 an der Seite von Götz George. Bildrechte: dpa

Die Zeit der "Goldenen Zwanziger" sei ihr ästhetisch sehr nahe, sagte Schauspielerin Liv Lisa Fries im Gespräch mit MDR KULTUR. Während der Dreharbeiten zu der bislang teuersten deutschen Fernsehproduktion "Babylon Berlin" habe sie ein Auge für die Details bekommen. Sie sei durch Berlin gelaufen und habe immer nach "kleinen Überbleibseln" aus der Zeit der Weimarer Republik gesucht - und gefunden: So gebe es unter der Friedrichstraße, in der U6, noch einen alten Notsignal-Griff.

Die Ästhetik dieser Zeit entspricht irgendwie meinem Geschmack.

Liv Lisa Fries, Schauspielerin

Unvergessliche Dreharbeiten in Berlin

Die Dreharbeiten zu "Babylon Berlin" vergisst Fries wohl nie. Mit dieser Masse an Statisten habe sie noch nie gedreht. Fries erinnert sich, dass der halbe Alexanderplatz gesperrt war, auf der linken Seite habe man sich im Jahr 1929 befunden, auf der rechten Seite im Jahr 2016:

Das war einfach unglaublich. Auch dieses Ausmaß zu begreifen, dass diese drei verrückten, klugen Menschen, diese drei Regisseure, sich das ausdenken und umsetzen, und man selbst ein Teil davon ist, das ist eigentlich gar nicht zu fassen.

Liv Lisa Fries, Schauspielerin

Die drei Regisseure sind Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Handloegten. Sie erzählen mit ihrer Serie aus dem Leben und der Arbeit von den Kommissaren Gereon Rath und Charlotte Ritter in den 20er- und frühen 30er-Jahren in Berlin. Volker Kutschers Roman "Der Nasse Fisch" bildet dabei die Vorlage.

Das vielfach ausgezeichnete Fernsehprojekt ist ein Co-Projekt der ARD und des Pay-TV-Senders Sky. Auf Sky wurde die Serie bereits ausgestrahlt. Ab dem 30. September ist sie nun in der ARD zu sehen - und verdrängt an diesem Tag sogar den "Tatort" von seinem Sendeplatz 20:15 Uhr. Die weiteren Episoden laufen dann donnerstags um 20:15 Uhr.

Über Liv Lisa Fries

Liv Lisa Fries (Charlotte Ritter)
Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter in "Babylon Berlin" Bildrechte: Frédéric Batier/X Filme

Ihren Durchbruch schaffte Liv Lisa Fries bereits 2007 an der Seite von Götz George in "Schimanski – Tod in der Siedlung", damals war sie gerade mal 17 Jahre alt. Viele Filme folgten, u.a. in "Die Welle" oder in "Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung". In dem ARD-Drama "Sie hat es verdient" spielte sie eine gewalttätige Jugendliche. Für die Rolle der an Mukoviszidose erkrankten Lea in "Und morgen Mittag bin ich tot" wurde Fries u.a. als beste Nachwuchsdarstellerin mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Café | 30. September 2018 | 12:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. September 2018, 04:00 Uhr

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