Michael Douglas
Michael Douglas 2015 bei der Premiere von "Ant-Man" in London Bildrechte: dpa

75. Geburtstag Warum sich Michael Douglas fast mit seinem Vater Kirk verkrachte

Michael Douglas gehört zu den ganz Großen in Hollywood, wie schon sein Papa Kirk. Seine Karriere ist übersät mit Kinohits wie "Wall Street" "Basic Instinct" oder "The Game". Als Produzent des Filmes "Einer flog über das Kuckucksnest" bekam er einen Oscar, zwölf Jahre später 1988 dann erneut, diesmal jedoch als Bester Hauptdarsteller für "Wall Street". Am 25. September 1944 wurde Michael Douglas geboren.

von Thomas Hartmann, MDR KULTUR-Autor

Michael Douglas
Michael Douglas 2015 bei der Premiere von "Ant-Man" in London Bildrechte: dpa

Dass Michael Douglas beim Film landet, liegt zweifelsohne am familiären Umfeld. Doch nicht nur an Papa Kirk, auch an Mutter Diana. Beide arbeiten im Schauspielergewerbe. Die Popularität des Vaters empfindet Michael allerdings eher als Hemmnis für die eigene Laufbahn:

Ich glaube, in jeder Branche hat man es schwer, wenn der Vater vor einem in dem gleichen Job schon sehr erfolgreich war. In meiner Jugend gab es keine stärkere und mächtigere Persönlichkeit als meinen Dad. Ich habe lange gebraucht, um mich aus seinem Schatten zu lösen.

Michael Douglas

Das Fernsehen macht Douglas bekannt, es ist die Krimiserie "Die Straßen von San Francisco", die in den USA 1972 ins Rennen geht.

Familienzwist

Kirk Douglas, Mike Douglas und Catherine Zeta-Jones, 2015.
Die Familienchemie stimmt längst wieder: Michael Douglas mit Vater Kirk und Ehefrau Catherine Zeta-Jones. Bildrechte: IMAGO

Den nächsten großen Hit landet er als Mitproduzent von "Einer flog über das Kuckucksnest". Dahinter verbirgt sich allerdings fast ein Familiendrama, denn die Rechte an dem Buch von Ken Kesey hat sich einst Kirk Douglas gesichert, um bei einer Verfilmung in die Hauptrolle schlüpfen zu können. Kirk Douglas bekommt den Film nie hin, sein Sohn schon. Doch der Vater hat darin keinen Platz mehr. Michael begründet das "Er wurde eben älter. Und das war wahrscheinlich der schwierigste Moment mit meinem Vater in meinem ganzen Leben."

Zuschauermagnet

Douglas kommt an beim Publikum und entwickelt ein erstaunliches Gespür für kassenträchtige Rollen: "Das China-Syndom", "Wall Street", "Eine verhängnisvolle Affäre", "Black Rain", "Der Rosenkrieg" – die Liste seiner Erfolge ist lang.

Filmszene mit Michael Douglas in "Wall Street".
Seine Darstellung in "Wall Street" brachte Michael Douglas einen Oscar ein Bildrechte: imago/AD

Auf ein Genre festlegen lässt sich der liberal denkende wie intelligente Schauspieler nicht: er liefert Thriller, Musicals, romantische Stoffe, schwarzhumorige Komödien.

Die Synchronstimme von Volker Brandt liefert sicher ein zusätzliches Argument für seine Beliebtheit in Deutschland. Wie es dazu kam, schildert er so: "Die brauchten eine Stimme für Michael Douglas für 'Straßen von San Francisco'. Ich war am Schiller-Theater engagiert, und die haben gesagt, ach, da ist so ein Sohn von dem Kirk Douglas, der ist so ein bisschen bleich und lahm und er hat nicht viel Stimme. Komm, du musst das jetzt mal machen."

Der bleiche und lahme Sohn von Kirk Douglas mit nicht viel Stimme kann inzwischen auf eine Jahrzehnte währende, imponierende Karriere zurückblicken.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 25. September 2019 | 06:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. September 2019, 04:00 Uhr

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