Thüringer Ansichten Stadtmuseum Gera kauft Nachlass des thüringischen Malers Erich Unger

Das Stadtmuseum Gera.
Blick auf das Stadtmuseum Gera Bildrechte: dpa

Das Stadtmuseum Gera hat den Nachlass des Geraer Malers Erich Unger erstanden. Das teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Demnach besteht der Nachlass aus 50 Öl- und Aquarellgemälden, ungefähr 100 Handzeichnungen und mehreren gestalteten Büchern. Neben den künstlerischen Arbeiten gehören auch Tagebücher und Briefe, die sich der Maler mit seinem Sohn während des Zweiten Weltkrieges schrieb, zum Nachlass.

Gera als Motiv

Unger wurde 1893 in Erfurt geboren. Als ausgebildeter Zeichner fertigte er zwischen 1913 und 1924 für die Firma Carl Zeiss Jena mehrere Werbegrafiken an. 1924 zog er von der Universitätsstadt nach Gera um. Die Städte und Landschaft Ostthüringens prägten seine Arbeit: So zeichnete er noch bis in die 60er-Jahre Ansichten aus Jena und suchte Motive in der Natur. Er begleitete aber auch die Zerstörung und den Wiederaufbau Geras nach dem Zweiten Weltkrieg mit Pinsel und Bleistift. 1987 starb er in Gera.

Auch der Nachlass enthält Beispiele dieses Wirkens. Nach Angaben der Stadt Gera befinden sich im Nachlass 24 Gemälde mit Stadtansichten Geras. Mehrere Zeichnungen zeigen Geraer Stadtzüge, Ansichten von Jena und andere Ostthüringer Motive. Finanziert wurde der Ankauf durch Gelder des Fördervereins und der Thüringer Landesregierung.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 06. Oktober 2020 | 14:30 Uhr