Trauer Ehemaliger Dirigent der Semperoper Siegfried Kurz gestorben

Siegfried Kurz dirigiert
Bildrechte: Das Historische Archiv DER Sächsischen Staatstheaters

Über drei Jahrzehnte wirkte Siegfried Kurz als Dirigent an der Semperoper in Dresden und für die Sächsische Staatskapelle. Später wechselte er an die Deutsche Staatsoper Berlin. Auch als Komponist war Kurz bekannt. Sein frühes Trompetenkonzert war zu DDR-Zeiten Unterrichtsstoff im Schulfach Musik. Seit 1979 unterrichtete Kurz als Professor für Dirigieren an der Dresdner Hochschule für Musik.

Siegfrid Kurz: Dresden war lange sein Mittelpunkt

1930 in Dresden geboren, begann Siegfried Kurz seine musikalische Laufbahn als Trompeter. Das Studium der Komposition absolvierte er an der Akademie für Musik und Theater in seiner Heimatstadt. 1960 begann seine große Karriere als Kapellmeister an der Sächsischen Staatsoper Dresden, er wurde Generalmusikdirektor und schließlich geschäftsführender musikalischer Oberleiter. Mit einem breit aufgestellten Repertoire dirigierte er zahlreiche Opern. Hervorzuheben ist auch sein Engagement für Opern des 20. Jahrhunderts wie "Moses und Aron" von Arnold Schönberg oder "Levins Mühle" von Udo Zimmermann.

In seinem kompositorischen Schaffen ließ er sich unter anderem von Paul Hindemith und Jazzmusik beeinflussen. So entstand sein bekanntestes Werk: Das Trompetenkonzert war zu DDR-Zeiten Unterrichtsstoff im Schulfach Musik. Später experimentierte er auch mit den Möglichkeiten der Zwölftonmusik.

Zu sehen ist der Dirigent Siegfried Kurz im Orchestergraben, umringt von seinen Musikern
Siegfried Kurz dirigiert im Orchestergraben des großen Hauses der Staatsoper Dresden. (1972-1978) Bildrechte: Das Historische Archiv DER Sächsischen Staatstheaters

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 11. Januar 2023 | 10:30 Uhr

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