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Denkmal von Johann Sebastian Bach in Köthen, dem Austragungsort der Bachfesttage Bildrechte: dpa

Klassische Konzerte fürs Wohnzimmer

Drei Bachfestivals starten gemeinsames Streaming-Angebot

Stand: 19. Mai 2021, 18:00 Uhr

Musikgenuss muss derzeit vorrangig im Netz stattfinden. Denn um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, sind die Konzerthäuser wieder geschlossen. Aber es gibt weiterhin viele hörenswerte digitale Angebote, die man bequem zu Hause genießen kann: zum Beispiel das neue Streamingangebot der drei mitteldeutschen Bach-Festivals mit erstklassigen Konzerten von den Lebens- und Wirkstätten des Barockkomponisten.


Gemeinsame Streaming-Plattform der Bach-Festivals

Die drei mitteldeutschen Bach-Festivals bieten jetzt auf ihrer gemeinsamen Streaming-Plattform bachfromhome.live barocken Musikgenuss rund um die Uhr. Die Thüringer Bachwochen, das Bachfest Leipzig und die Köthener Bachfesttage  präsentieren dutzende Konzerte von zehn historischen Lebens- und Wirkungsorten Bachs, bei denen hunderte Künstlerinnen und Künstler ihre eigenen Interpretationen der Musik des Musikgenies darbieten. Auch Informationen zu Bach und seinen Wirkorten gibt es. Als Vernetzungsmöglichkeit kann man in einem Chat nicht nur miteinander, sondern auch mit den Künstlerinnen und Festivalmachern ins Gespräch kommen.

Der Bachsaal in Köthen Bildrechte: Heinze

Nicht nur die aktuellen Corona-Bedingungen gaben den Anstoß für diesen Webservice. Laut Christoph Drescher, dem Festivalleiter der Thüringer Bachwochen, hatte man auch Interesse, in Zeiten des Klimawandels den Bach-Liebhabern eine Alternative zur umweltbelastenden Anreise anzubieten.

Mehr InformationenInformationen zur Plattform gibt es am 20. Mai im Stream. Am 27. Mai findet die erste Premiere statt mit Bach-Solokantaten und -Violinkonzerten in der Stadtkirche St. Peter und Paul in Weimar.

Das Angebot ist kostenpflichtig.


"Semper:Donnerstag": Dresdner Semperoper startet digitale Reihe

Ab dem 25. Februar 2021 startet die Semperoper in Dresden mit "Semper:Donnerstag" eine wöchentlich aktualisierte Reihe mit Angeboten aus den Sparten Oper, Ballett und Konzert. Jeden Donnerstag ab 17 Uhr laden die Mitglieder des Gesangs-Ensembles, des Semperoper Balletts, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und des Staatsopernchores Dresden an ungewöhnliche Orte des Semperbaus ein. Den Auftakt der Reihe bildet ein Ausschnitt aus der Richard Strauss-Oper "Capriccio". Kammersänger Georg Zeppenfeld singt, am Flügel begleitet von Studienleiter Johannes Wulff-Woesten, aus dem "Konversationsstück für Musik" die Ansprache des Theaterdirektors La Roche.



Sächsische Staatskapelle: Gedenkkonzert zur Bombardierung Dresdens

Trotz Lockdown wird auch in diesem Jahr in Dresden ein Gedenkkonzert in Erinnerung an die Bombardierung der Stadt gespielt. Publikum ist bei der Aufführung allerdings nicht erlaubt, stattdessen wird das Konzert im Deutschlandfunk live übertragen. Philippe Herreweghe hat für die veränderten Umstände das Programm angepasst. Im Zentrum stehen die Themen Reue, Vergebung und Erlösung von Sünden, heißt es in der Ankündigung. Als ein gefeierte Experte der sogenannten historischen Aufführungspraxis hat sich Herreweghe für zwei Kantaten von J.S. Bach entschieden: "Mein Herze schwimmt in Blut" und "Ich habe genug".

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13. Februar 2021Dresdner Philharmonie: Konzert zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945

Mehr InformationenDas Gedenkkonzert wird am 13. Februar ab 19.05 Uhr live aus Dresden im Deutschlandfunk übertragen.



Mittelalterlicher Kirchengesang aus dem Halberstädter Dom

Im Halberstädter Domschatz finden sich zahlreiche mitteralterliche Kirchenschriften, darunter auch das Semeca-Missale, in dem liturgische Schriften versammelt sind. Obwohl sich in dem alten Buch nur Buchstaben und Bilder finden, wurden die Worte gesungen: Kleine Zeichen auf den Seiten geben Hinweise auf die Melodielinien. Zwei Benediktinermönche des Klosters Huysburg bei Halberstadt und Tabgha, Israel, machen diese Tradition lebendig. In dem Video singen sie zwei Texte, die damals für den Ersten und den Zweiten Weihnachtstag – der noch bis nach der Reformation als Tag des Heiligen Stephanus gefeiert wurde – gedacht waren. Ergänzt wird der Gesang mit Übersetzungen des lateinischen Textes, Bilder des Folianten und Impressionen aus dem Dom selbst.

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Hochkarätige Konzerte bei MDR KLASSIK

Unsere Kollegen von MDR KLASSIK bieten das ganze Jahr über ausgewählte und exklusive Konzertmitschnitte. Von Mendelssohn, über Verdi bis Brahms - hier kommen Klassik-Fans auf ihre Kosten.



Halle lädt ins digitale Opernhaus

Eine Szene aus der Aufführung der Oper "Mein Staat als Freund und Geliebte" Bildrechte: Falk Wenzel

Die Oper Halle stellt Inszenierungen als Videostream zur Verfügung. Begleitet werden die Onlineaufführungen mit digitalen Formaten, beispielsweise Videokonferenzen mit Beteiligten. Zu erleben gibt es beispielsweise die Oper "Chaosmos", Klavierwerke von Leoš Janáček oder das Ballett "Groovin' Bodies" von Ralf Rossa.



Bachs Goldberg-Variationen als Gemeinschaftswerk

Martin Stadtfeld Bildrechte: imago/Rudolf Gigler

Die Veranstaltungen der Thüringer Bachwochen 2020 wurden zwar abgesagt, doch die Macher haben sich zum Ersatz ein Projekt einfallen lassen, das Bach-Fans begeistern dürfte. Bachs Goldberg-Variationen werden von mehr als einem Dutzend Künstlerinnen und Künstlern eingespielt. Das Ergebnis lässt sich auf der Webseite ansehen. Die Liste der Interpreten ist hochkarätig. Den Anfang machte mit Ton Koopman (Präsident des Bach Archivs Leipzig) einer der berühmtesten Bach-Interpreten unserer Zeit. Ebenso spielen Martin Stadtfeld, Ragna Schirmer, Christine Schornsheim, Francesco Tristano, Elina Albach, Angela Hewitt, das Ensemble SLIXS, Cameron Carpenter und zum Abschluss Silvius von Kessel.



"Lobe den Herren, ..." – musikalischer Gruß aus Leipzig

Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons, Thomaskantor Gotthold Schwarz, Intendant und Generalmusikdirektor Ulf Schirmer sowie 90 Sänger und Musiker des Thomanerchores Leipzig, der Oper Leipzig und des Gewandhausorchesters vereinen in diesem Video ihre Stimme zum Schlusschoral aus der Kantate BWV 137 "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" von Johann Sebastian Bach. Die Sänger und Musiker haben ihren Part selbständig zu Hause aufgezeichnet und damit zum 12. April 2020 einen musikalischen Ostergruß verbreitet, der natürlich auch 2021 noch ein Hörgenuss ist.



Dresdner Philharmoniker geben Minikonzerte

Unter dem Titel "phil zu zweit" ist ein Digitalformat der Dresdner Philharmonie gestartet. Dabei musiziert jeweils ein Philharmoniker gemeinsam mit einem freischaffenden Künstler. Die 15- bis 20-minütigen Konzerte sind moderiert aufgezeichnet und im Netz abrufbar. Das musikalische Programm reicht von "leichterer Muse" bis hin zu sehr anspruchsvollen Werken.



Weimarer Musikhochschule mit YouTube-Videos

Die Musikhochschule "Franz Liszt" Weimar will zeigen, dass sie auch in der Corona-Krise nicht verstummt und stellt Live-Mitschnitte von Hochschulkonzerten ins Netz.

Die Videos sind beim Festkonzert "Zehn Jahre Transcultural Music Studies", dem Antrittskonzert Orgel von Prof. Martin Sturm in der Herz-Jesu-Kirche sowie beim Hochschulsinfoniekonzert in der Weimarhalle im Januar 2020 entstanden. So spielt Solistin Fanny Kloevekorn das Oboenkonzert "Spirit of the Wild" von Nigel Westlake. Musizierende haben sich für das Werk "Home" von Ophelia Ariadne sogar zu einem Internet-Chor zusammengeschlossen, das fertige Sück existiert nur als Zusammenschnitt der Einzelstimmen.



Konzerte vom Deutschen Symphonie-Orchester

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin streamt auf seiner Website ausgesuchte Konzerte und Opernproduktionen. Die Videos stehen jeweils zwei bis drei Tage online zur Verfügung, manche aber auch viel länger. Mit dabei sind Konzerte mit Simon Rattle als Dirigent, Johannes Brahms' Symphony No.2 mit Tugan Sokhiev am Dirigentenpult oder Sergej Rachmaminoffs Sinfonische Dichtung "Die Toteninsel". Der Online-Spielplan wird laufend ergänzt.



Ein Pianist mit Gästen: Wohnzimmer-Sessions von Frank Dupree

Der 1991 geborene Pianist Frank Dupree lebt in Rastatt und ist Artist in Residence am Theater Plauen-Zwickau. Zunächst wollte er Jazz-Schlagzeuger werden, dann wandte er sich voll und ganz dem klassischen Klavier zu, und das mit sehr viel Erfolg. In der Zeit der Corona-Krise hatte er die "StayHomeMusicSessions" kreiertMusik fürs Wohnzimmer, wozu er Gäste wie den Trompeter Simon Höfele oder den Geiger Gernot Süßmuth eingeladen hat. Zwei Dutzend Sessions sind mittlerweile daraus entstanden.



Die Metropolitan Opera

Blick in die leere MET in New York Bildrechte: Jonathan Tichler/Metropolitan Opera/dpa

Das größte Theater Amerikas hat sein Archiv aus TV-Aufzeichnungen und Kinoübertragungen weit geöffnet und bietet diese teilweise kostenlos, teilweise mit Bezahlabo zur Verfügung. Manche sind kitschig, andere atemraubend. Unter den Interpreten sind alle großen Namen des Musik-Business.



Dutzende Opern bei "Opera Vision"

Auf der von der EU geförderten Videoplattform "Opera Vision" sind 29 Partnerhäuser und -Festivals aus 17 Ländern vereint. Und die bieten, mit dreisprachigen Untertiteln, gegenwärtig mehr als 20 Opern zum Streamen an. Da findet der Gourmet seine Spezereien und auch der Raritätenschnüffler Trüffel.

Zu finden ist etwa "Der verzauberte Palast" des der Frühbarock-Komponisten Luigi Rossi, von Wolfgang Amadeus Mozart finden sich gleich mehrere Opern wie "Die Zauberflöte" beim Macerata Opera Festival oder die dem aktuellen Geschehen angepasste satirische Inszenierung "Covid fan tutte" mit Natasha Lommi als Covid-Virus.



Hamburger Elbphilharmonie veröffentlicht Konzerte im Netz

Die Elbphilharmonie in Hamburg Bildrechte: imago images/Hoch Zwei

Auch die "Elphi" ist geschlossen. Jedoch bietet das Konzerthaus jede Menge Konzerte im Netz an. Mariss Jansons dirigiert beispielsweise das Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Richard Strauss' "Also sprach Zarathustra", Bachs h-Moll-Messe mit dem Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble oder den südkoreanischen Pianisten mit Philipp Maintz’ "Étude Nr. 3". Dazu kommen Tipps zum Konzertbesuch für Einsteiger, die Orgel der Elbphilharmonie wird ebenso vorgestellt wie exotische Instrumente.



Beethoven, Beethoven ... zum 250. Geburtstag auf ARTE

Ludwig van Beethoven in einem Gemälde von Karl Joseph Stieler Bildrechte: imago/Leemage

Zum Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 bietet ARTE alle wichtige Werke des Komponisten als Videoeinspielung an. Von "Für Elise" bis zur berühmten Neunten. Interpretiert werden sie von Klassik-Größen wie Leonard Bernstein, Georg Solti, Herbert von Karajan, Claudio Abbado, Alfred Brendel oder Daniel Barenboim. Um den Überblick zu behalten, sind die Werke in Rubriken wie Symphonien, Kammermusik, Klavier solo oder Vokalmusik unterteilt.



Maus-Konzert für Kinder aus der Elbphilharmonie

Bei diesem Klassikkonzert "Beethoven-Experiment" haben Erwachsene und Kinder gleichermaßen ihren Spaß. Das Familienkonzert zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven hat einen ganz besonderen Ehrengast: die Maus. So gibt es nicht nur viel Musik sondern auch einiges zu Schmunzeln. Das NDR Elbphilharmonie Orchester spielt unter der Leitung von Petr Popelka.



Konzerte in der ARD-Mediathek

Die enorme Vielfalt der klassischen Musik können Sie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der ARD-Mediathek entdecken. Hier finden Sie Konzerte aus dem gesamten Land. So dirigiert Christoph von Dohnányi Brahms' Sinfonien Nr. 1 bis 4 in der Hamburger Laeiszhalle, sie können dem Maestro dabei sogar beim Proben über die Schultern schauen und er erklärt seinen interpretatorischen Zugang.

Dieses Thema im Programm:MDR KULTUR - Das Radio | 20. März 2020 | 20:05 Uhr