"Festival des Jahres" Leipziger Jazztage für ersten Deutschen Jazz-Preis nominiert

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Die Leipziger Jazztage haben Chancen, mit dem ersten Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet zu werden: Die 44. Ausgabe mit dem Titel "Transitions" wurde in der Kategorie "Live" als bestes Festival nominiert. Das teilte die Initiative Musik gGmbH und der Jazz-Club Leipzig mit.

Neben der Leipziger Veranstaltungsreihe sind auch das Berliner Jazzfest und das moers festival in Nordrhein-Westfalen in der engeren Auswahl für die Auszeichnung. Gerade die gemeinsame Nominierung mit diesen renommierten Festivals begeistert die Veranstalter der Jazztage, sagt Esther Weickel vom Jazz-Club Leipzig im Gespräch mit MDR KULTUR. "In einem Satz mit diesen beiden tollen Festivals, deren Arbeit wir auch immer gern verfolgen, genannt zu werden, ist eine zusätzliche Motivation für uns und quasi die Kirsche auf der Sahne", so die Pressesprecherin.

Live-Konzerte in der Musikstadt Leipzig

Die 44. Jazztage Leipzig, die vom 15.-24. Oktober 2020 stattfanden, standen ganz im Zeichen der Corona-Krise: Das Veranstaltungsteam musste kurzfristig komplett umplanen und entschied sich dabei für das Motto "Transitions", also Übergänge. Das Programm beinhaltete unter anderem sieben Uraufführungen und mehrere Kooperationen. Da das Festival noch vor dem zweiten Lockdown lag, waren – anders als nun beim halleschen Festival "Women in Jazz" – waren Konzerte mit Publikum vor Ort möglich und so stand das gemeinsame Erleben von Musik im Zentrum.

Es ist uns noch einmal ganz klar geworden, wie essenziell das Zusammensein von Künstler:innen und Publikum für das Erleben von Musik ist.

Esther Weickel, Sprecherin der Jazztage Leipzig

Auch das kommende Festival soll im Zeichen der körperlichen Anwesenheit stehen: "Mit 'Body Time' liegt der Fokus auf dem menschlichen Körper in seinem Verhältnis zu Raum Zeit und Klang. Weil es dieses gemeinsame körperliche Erleben von Musik essenziell, möchten wir das mit allen Beteiligten erforschen", erklärt Esther Weickel. Mit einer Ausschreibung suchen die Veranstalter nach neuen Werken und wollen so den Kunstschaffenden ermöglichen, mit einem konkreten Ziel vor Augen zu arbeiten und den immer noch herrschenden Lockdown zu überstehen.

Der Deutsche Jazzpreis wird 2021 zum ersten Mal vergeben und wurde von der Kulturstaatsministerin Monika Grütters ausgelobt. In fünf Hauptkategorien werden insgesamt 31 Preise verliehen unter anderem für die beste Leistung an der Gitarre oder einem Blechblasinstrument, das beste Album oder die beste Komposition. Als Gewinn soll es eine Trophäe und ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro geben. Wegen des Infektionsgeschehens wird die Verleihung aus verschiedenen Jazzclubs in Deutschland online übertragen.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 07. Mai 2021 | 08:40 Uhr

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