Silbermann-SoundWalk am 14. Januar Einzigartiges Klangfest: 32 historische Silbermann-Orgeln im Konzert erleben

Die Orgeln des sächsischen Baumeisters Gottfried Silbermann zählen zu den bedeutendsten Instrumenten ihrer Bauart. Anlässlich des 340. Geburtstag des Orgelbauers am 14. Januar gibt es ein besonderes Erlebnis: Beim Silbermann-SoundWalk erstmals erklingen alle 32 historischen Silbermann-Orgeln an einem Tag während mehrerer Konzerte. Als Besucherin oder Besucher kann man das einmalige Erlebnis live vor Ort erwandern und erleben oder entspannt digital vom heimischen Bildschirm verfolgen.

Die Silbermannorgel im Freiberger Dom.
Die Silbermannorgel im Freiberger Dom. Hier wird der Silbermann-SoundWalk seinen Abschluss finden. Bildrechte: imago/epd

Am 14. Januar lädt der Silbermann-SoundWalk zu einem einzigartigen musikalischen Erlebnis ein, das anlässlich des 340. Geburtstags von Gottfried Silbermann, dem berühmten Orgelbauer, veranstaltet wird. An diesem Tag werden zum ersten Mal alle noch erhaltenen, historischen Silbermann-Orgeln in Sachsen, Brandenburg, Thüringen und sogar Bremen zu einem Klang-Geflecht vereint.

Ein Festival für Orgelbegeisterte

13 Organistinnen und Organisten aus verschiedenen europäischen Ländern laden zu 20-minütigen Kurzkonzerten ein, die das Publikum auf eine Reise durch die Klangwelten der Silbermannschen Instrumente führen werden. Stationen sind unter anderem Leipzig, Dresden, Lebusa, Freiberg, Rötha, Mylau oder Zöblitz.

Der Eintritt zu den Konzerten ist frei und die Veranstaltung kann entweder an einer der sechs vorgegebenen Routen oder individuell zusammengestellt verfolgt werden. Immer zur vollen Stunde werden die Konzerte auch per Livestream auf YouTube und Facebook übertragen, sodass der Silbermann-SoundWalk von Orgelbegeisterten auf der ganzen Welt live miterlebt werden kann.

Abschlusskonzert in Freiberg

Die ersten Orgelklänge sind 10 Uhr in Ringethal zu hören. Das Abschlusskonzert findet um 20 Uhr an der berühmten Großen Domorgel von 1714 in Freiberg statt und wird den Höhepunkt dieses musikalischen Festivals bilden. Wer sich für die Kunst der Orgel und die Meisterwerke von Silbermann interessiert, sollte sich dieses Ereignis auf keinen Fall entgehen lassen.

Unterschrift Silbermann
Der Name Gottfried Silbermann steht für höchste Orgelbaukunst Made in Sachsen. Bildrechte: imago images/ddbd

Genie der Orgelbaukunst: Gottfried Silbermann

Gottfried Silbermann (1683-1753) war ein bedeutender deutscher Orgelbauer und Klavierbauer des Barocks. Er wurde im Erzgebirgsdorf Kleinbobritzsch geboren, durch seinen Vater, der Zimmermann war, kannte er die Holzbearbeitung.

Bei seinem älteren Bruder Andreas in Straßburg lernte er das Orgelbauhandwerk und die Besonderheiten der französischen Orgelkultur kennen. Er kehrte nach Sachsen zurück und begann, eigenen Orgeln zu bauen, darunter die berühmte Freiberger Domorgel. In Freiberg hatte er seine Werkstatt aufgebaut und in der Stadt bleib er bis an sein Lebensende.

Kapelle mit Silbermann-Orgel  im Schloss Burgk
Die Kapelle mit der Silbermann-Orgel im Schloss Burgk – auch hier findet ein Konzert beim Silbermann-SoundWalk statt. Bildrechte: imago/fotokombinat

Silbermann wurde 1723 vom sächsischen König Friedrich August I. zum "Sächsischen Hof- und Landorgelbauer" ernannt und beschränkte sein Orgelbauschaffen auf Sachsen und benachbarte Regionen.

1753 wurde Silbermann in Dresden beigesetzt, er schuf in seinem Leben etwa 50 Orgeln sowie zahlreiche Klaviere, Cembali und Clavichorde. Seine Orgeln zählen bis heute zu den bedeutendsten Instrumenten des Orgelbaus.

Silbermann-Soundwalk, Karte mit den einzelnen Routen und Orten
Auf diesen sechs Routen kann man am 14. Januar den SIlbermann-Soundwalk erleben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: Presseinformation der Gottfried-Silbermann-Gesellschaft, Eigenrecherche; Redaktionelle Bearbeitung: op

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 08. Januar 2023 | 16:15 Uhr

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