Backstreet Boys 08/96 v.l.: H. D. Dorough, B. Littrell, A.J. Mc Lean, G. Carter, K. Scott
Die Backstreet Boys im Jahr 1996. Bildrechte: imago/teutopress

Satire Welche Musiker-Biografien dringend noch verfilmt werden müssten

Musiker-Biografien zu verfilmen, liegt aktuell im Trend: Schauspieler Rami Malek hat mit seiner überzeugenden Darstellung des Queen-Sängers Freddie Mercury in "Bohemian Rhapsody" beste Aussichten auf einen Oscar 2019. Und im Frühjahr kommt das Leben von Elton John auf die Leinwand. MDR KULTUR-Musikredakteur Hendryk Proske hat noch weitere Ideen für Verfilmungen von Musiker-Biografien gesammelt. Achtung: Satire!

Backstreet Boys 08/96 v.l.: H. D. Dorough, B. Littrell, A.J. Mc Lean, G. Carter, K. Scott
Die Backstreet Boys im Jahr 1996. Bildrechte: imago/teutopress

Kino- und Musikfans können sich in den kommenden Jahren auf einige Leckerbissen einstellen. Klar ist zum Beispiel, dass es in Peter Jacksons viertem Teil der Hobbit-Reihe um das Leben von Ed Sheeran gehen wird. Der Sänger spielt sich dabei selbst und muss dafür noch nicht einmal in die Maske. Ebenso im Kasten: "Das Kreischen der Lämmer" – ein experimenteller Film über gleich alle Boybands der 90er-Jahre und deren frenetische Fans.

Robert Downey Jr. als Bono

U 2
U2-Sänger Bono Bildrechte: Universal Music

Aufsehenerregend ist auch die bevorstehende Zusammenarbeit von Regisseur Oliver Stone und den Marvel-Studios. Unter dem Titel "The Irish Man" erleben wir Robert Downey Jr. als U2-Sänger Bono und wie der in aufwändig inszenierten und spektakulär bebilderten Action-Gesprächen mit den Mächtigen der Welt eben diese immer wieder vor dem Untergang rettet.

Meryl Streep als Helene Fischer?

Meryl Streep
Hollywood-Star Meryl Streep Bildrechte: Getty Images/Kevin Winter

Ganz neue Wege, das künstlerische Leben eines Musik-Stars auf die Leinwand zu bringen, gehen die Macher von "Alterslos". Es geht natürlich um das Leben von Deutschlands erfolgreichster Künstlerin Helene Fischer. Aber nicht, wie man das bei Biopics gewohnt ist, in einer Rückschau ihres bisherigen Daseins – nein, der Film, mit dem das Genre Future-Pic seine Premiere feiert, blickt auf das, was in der Zukunft Helene Fischers passiert ist. Es geht dabei natürlich um den tragischen Absturz, nachdem herauskam, dass in "Atemlos" eigentlich Andrea Berg gesungen hatte, das strahlende Comeback in einer eigenen Las Vegas-Show, in einem Casino auf der Halbinsel Krim sowie ihre Jahre als Bundespräsidentin und UN-Generalsekräterin. Im Gespräch für die Hauptrolle ist die Schauspielerin Meryl Streep, die sich als Florence Foster Jenkins ja schon stimmlich gut vorbereitet hatte.

Einer von Deutschlands umstrittensten Rappern, Bushido, bekommt gleich eine eigene Serie. Ein Kino-Biopic hatte es ja bereits 2010 unter dem Titel "Zeiten ändern Dich" gegeben. Nun machen sich die Macher der erfolgreichen TV-Serie "4 Blocks" an den Gangsterstoff zwischen Hip-Hop-Ruhm und Clan-Clinch. Aber eigentlich wollte die "4 Blocks"-Crew einen ganz anderen Stoff verfilmen.

Til Schweiger und Matthias Schweighöfer als Kollegah und Farid Bang

Kollegah und Farid Bang bei der Echo-Verleihung 2018
Die Rapper Kollegah und Farid Bang Bildrechte: Imago-Stock

Jung, brutal und gutaussehend – das Leben der beiden Echo-Sargnägel Kollegah und Farid Bang. Für deren Biopic hatte sich überraschend Til Schweiger die Filmrechte gesichert. Und der macht nun unter dem Titel "Das Missverständnis" aus der Geschichte der bösen Gangster-Rapper eine rasant-lustige Buddy-Comedy, mit sich selbst und Kumpel Matthias Schweighöfer in den Hauptrollen. Der Kassenschlager überrascht mit einem Gastauftritt des echten Kollegah – in der Rolle als Campino.

Von Donnersmarck verfilmt Grönemeyers Leben

Florian Henckel von Donnersmarck
Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck. Bildrechte: IMAGO

Mit großer Spannung erwartet wird das nächste biografische Projekt des deutschen Oscar-Regisseurs Florian Henckel von Donnersmark. Unter dem Titel "Ä" wird der nichts Geringeres wagen als das Leben von Volks-Poet Herbert Grönemeyer zu verfilmen. Mit Freude wurden in der Öffentlichkeit dabei die Pläne von Donnersmarks aufgenommen, vor allem auf die frühen Jahres des Musikers und Schauspielers einzugehen und dafür an Originalschauplätzen zu drehen, wie im niedersächsischen Clausthal Zellerfeld, in Bochum und auf einem Boot.

Irritiert hat dagegen seine Besetzung der Hauptrolle mit einem unbekanntem und vor allem stummen Schauspieler. Von Donnersmark reagierte auf die teils massive Kritik gelassen und verwies seinerseits auf künstlerische Freiheit und schloss mit der Aussage: Das Original könne schließlich auch nicht singen.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Spezial | 20. Februar 2019 | 18:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2019, 04:00 Uhr

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