Oper Leipzig
Die Oper Leipzig am Augustusplatz Bildrechte: imago/Westend61

Spielplan 2019/20 vorgestellt Oper Leipzig erinnert an 75. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung

Oper Leipzig
Die Oper Leipzig am Augustusplatz Bildrechte: imago/Westend61

Die Oper Leipzig hat am Donnerstag die Höhepunkte der Saison 2019/20 vorgestellt. Ein thematischer Schwerpunkt ist der 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz-Birkenau. So wird die Oper "Der Sturz des Antichrist" aufgeführt, in der der Komponist Viktor Ullmann und sein Textdichter Albert Steffen der Frage auf den Grund gehen, welche Handlungsoptionen dem Einzelnen in einem diktatorischen Regime zur Verfügung stehen. Ullmann hat 1944 im Konzentrationslager Auschwitz sein Leben verloren.

Kultur

Oper Leipzig 8 min
Bildrechte: imago/Westend61

MDR KLASSIK Do 14.03.2019 11:00Uhr 07:42 min

https://www.mdr.de/mdr-klassik-radio/klassikthemen/neue-spielzeit-oper-leipzig100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Auch das szenische Chorprojekt "Über. Leben!" steht im Auschwitz-Gedenken. In Zusammenarbeit mit der Schaubühne Lindenfels, wo der Chor der Oper Leipzig hierfür auftritt, gibt es Musik u.a. von Johann Sebastian Bach, Francis Poulenc, Dmitri Schostakowitsch und Arnold Schönberg.

Insgesamt sind für die neuen Spielzeit 17 Neuproduktionen geplant: fünf Opernpremieren, vier Premieren des Leipziger Balletts und sieben Premieren der Musikalischen Komödie in der Interimsspielstätte im Westbad sowie ein Chorprojekt. Weiterhin sind 33 Werke aus dem aktiven Repertoire zu sehen.

Szene mit Schneewittchen in ihrem gläsernen Sarg aus dem Stück der Oper Leipzig.
Die Oper "Schneewittchen" ist auch in der neuen Spielzeit im Programm Bildrechte: Oper Leipzig/Tom Schulze

Bis 2022 Wagner komplett

Die Oper Leipzig hat sich vorgenommen, bis zum Jahr 2022 alle Werke des in Leipzig geborenen Richard Wagner fest im Repertoire zu verankern. Neu produziert wird Wagners "Tristan und Isolde" unter der musikalischen Leitung von Opern-Intendant Prof. Ulf Schirmer und in der Inszenierung des Schauspiel-Intendanten Enrico Lübbe.

Neben weiteren Neuproduktionen wie Richard Strauss' "Capriccio" wird Rolando Villazón Gaetano Donizettis "Der Liebestrank" als turbulenten Western inszenieren.

Rolando Villazón
Rolando Villazón inszeniert in Leipzig Donizettis "Der Liebestrank" Bildrechte: Deutsche Grammophon

Tschaikowski-Märchen am Ballett

Das Leipziger Ballett nimmt Peter Tschaikowskis "Dornröschen" ins Repertoire auf, choreografiert durch den Belgier Jeroen Verbruggen. Mit "Lamento" gestaltet Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder einen zweiteiligen Abend um Themen wie Liebe, Trauer, Abschied und die Sehnsucht nach Freiheit. Auch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Leipzig wird wachgehalten, der dreiteilige Tanzabend "Triple Bill" findet auf der Bühne der Partner-Spielstätte statt.

Musikalische Komödie an Ausweichspielstätte

Da das Haus Dreilinden auch in der Spielzeit 2019/20 saniert wird, zieht die Musikalischen Komödie (MuKo) währenddessen in die Interimsspielstätte im Westbad im Stadtteil Lindenau.

MuKo-Chefregisseur Cusch Jung bringt dort die Schlager-Revue "Spiel mir eine alte Melodie" auf die Bühne, ein Potpourri beliebter Melodien aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. "MuKo Magic" nennt sich ein großes Wunschkonzert, das von den Interpreten der MuKo gemeinsam mit Prominenten wie Thomas Hermanns oder Gayle Tufts gestaltet wird.

Für junges Musikbegeisterte gibt es die zudem Neuproduktion "Die kleine Meerjungfrau" von Ákos Hoffmann.

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Zuletzt aktualisiert: 15. März 2019, 14:39 Uhr

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