Maler malt
Tom Schilling als junger Kurt Barnert steht an einer Leinwand und malt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

"Werk ohne Autor" Henckel von Donnersmarck erneut im Oscar-Rennen

Maler malt
Tom Schilling als junger Kurt Barnert steht an einer Leinwand und malt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Film "Werk ohne Autor" von Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck geht als deutscher Vorschlag für die Nominierung als "Bester fremdsprachiger Film" bei den Academy Awards 2019 ins Rennen. Das gab German Films am Donnerstag bekannt. Somit steht der deutsche Vorschlag für die Vorauswahl der Oscar-Nominierung fest. Die Academy wählt fünf Filme aus, die für den Auslands-Oscar nominiert werden.

Große Poesie: "Werk ohne Autor"

Florian Henckel von Donnersmarck
Könnte erneut einen Auslands-Oscar gewinnen: Florian Henckel von Donnersmarck Bildrechte: dpa

In "Werk ohne Autor" geht es um das Schicksal eines Kunststudenten Kurt (Tom Schilling) im Nachkriegsdeutschland, der seine Liebe zu Kommilitonin Elisabeth (Paula Beer) verteidigen muss. Deren Vater (Sebastian Koch) trägt Schuld an verhängnisvollen Ereignissen in Kurts Leben. In seinen Bildern kommt letztlich die Wahrheit ans Licht.

"Werk ohne Autor" wird im September beim 75. Filmfest in Venedig vorgestellt und kommt am 3. Oktober in die deutschen Kinos. Florian Henckel von Donnersmarck führte Regie und schrieb das Drehbuch. ARD Degeto zeigt sich als Koproduzent des Films erfreut von der Nominierung:

'Werk ohne Autor' ist ein bildgewaltiges, beeindruckendes, generationenübergreifendes Epos, ein bedeutender Film über einen großen Künstler.

Christine Strobl, Geschäftsführerin ARD Degeto

Die Organisation German Films begründete ihre Wahl mit "großen poetischen Momenten" und der aktuellen Thematik vom Finden einer "eigenen Haltung". Die Jury hatte elf Bewerbungen zur Auswahl, darunter das Romy-Schneider-Drama "3 Tage in Quiberon" von Emily Atef, "Ballon" von Michael Bully Herbig und "Der Hauptmann" von Robert Schwentke.

Oscar-Gewinner "Das Leben der Anderen"

Für Florian Henckel von Donnersmarck wäre es bereits der zweite Academy Award. 2006 wurde "Das Leben der Anderen" als "Bester fremdsprachiger Film mit einem Oscar prämiert. Henckel von Donnersmarcks Erfolgsfilm handelt von einem Stasi-Hauptmann, gespielt von Ulrich Mühe, der einen Schriftsteller (Sebastian Koch) und eine Theaterschauspielerin (Martina Gedeck) bespitzelt und darüber in einen schweren moralischen Konflikt gerät.

Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) sitzt in dem Kinofilm (Das Leben der Anderen) auf dem Dachboden eines Hauses und belauscht die Vorgänge in der Wohnung die er beschattet.
Ulrich Mühe in "Das Leben der Anderen" Bildrechte: dpa

Neben "Das Leben der Anderen" zählen bislang Volker Schlöndorffs "Blechtrommel" (1979) und Caroline Links "Nirgendwo in Afrika" (2003) zu den Gewinnern des Auslands-Oscars. In den vergangenen beiden Jahren schickte German Films "Aus dem Nichts" (2018) von Fatih Akin und "Toni Erdmann" (2017) von Maren Ade ins Rennen. Beide Filme waren für den Oscar nominiert.

Weiterlesen

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 30. August 2018 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. September 2018, 08:36 Uhr

Weiterlesen

Neu im Kino