Drehstopps und geschlossene Kinos Oscar-Preisverleihung wegen Corona-Krise verschoben

Oscar-Statuen werden werden für die 92. Verleihung des begehrten Filmpreises präsentiert.
Der begehrteste Filmpreis der Welt: Der Oscar Bildrechte: dpa

Die Verleihung des US-amerikanischen Filmpreises Oscar findet Corona-bedingt erst im April 2021 statt. Das teilte die Filmakademie in Los Angeles am Montag mit. Die geplante Gala wird damit nicht mehr am 28. Februar, sondern am 25. April gefeiert.

Auf diese Weise sollen Filmemacher die Gelegenheit bekommen, ihre Produktionen abzuschließen, die sich wegen der Corona-Krise verzögern. Denn um Hygiene-Auflagen einzuhalten, mussten an vielen Sets die Drehs unterbrochen oder Nachdrehs verschoben werden. Mit der Terminverschiebung werden nun auch noch Filme berücksichtigt, die erst im Februar Premiere haben. Eigentlich sollten nur Filme in den Wettbewerb gehen, die bis zum Dezember 2020 in die Kinos gekommen wären.

Auch Filme von Streaming-Portalen zugelassen

Weil auch Kinos wegen der Pandemie geschlossen sind, hatte die Akadamie bereits angekündigt, auch Filme zu berücksichtigen, die ausschließlich bei Streaming-Diensten gezeigt werden. Normalerweise muss ein Film an mindestens sieben aufeinanderfolgenden Tagen in einem Kino in Los Angeles zu sehen sein, um für eine Nominierung für die Filmpreise infrage zu kommen. Filmverleihe haben ihre Produktionen allerdings wegen des Shutdowns teilweise direkt online veröffentlicht und haben so möglicherweise keine Chance mehr an den Kinokassen.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kultur kompakt | 16. Juni 2020 | 07:30 Uhr