Plácido Domingo
Plácido Domingo, Opernsänger Bildrechte: dpa

"MeToo"-Debatte Nach Sexismus-Vorwürfen: Star-Tenor Plácido Domingo verlässt New Yorker Met Opera

Plácido Domingo
Plácido Domingo, Opernsänger Bildrechte: dpa

Startenor Plácido Domingo hat Konsequenzen aus den Missbrauchsvorwürfen gegen sich gezogen und die New Yorker Metropolitain Opera (Met) verlassen. Wie er am Dienstagabend in einer Erklärung an die "New York Times" schrieb, weist er die Vorwürfe allerdings zurück. Mehrere Sängerinnen hatten ihm im Zuge der "MeToo"-Debatte sexuelle Belästigung vorgeworfen. Die Oper bestätigte Domingos Rückzug.

Vorwürfe im Zuge der "MeToo"-Bewegung

Am Mittwochabend hätte Domingo zum ersten Mal seit Bekanntwerden der Vorwürfe wieder in einer "Macbeth"-Vorführung auf der Met-Bühne stehen sollen. Im Vorfeld hatte es deswegen hinter den Kulissen viel Wirbel gegeben. Nachdem mehrere Kolleginnen Domingo sexistisches und sexuell übergriffiges Verhalten vorgeworfen hatten, hatten bereits einige Opern und Orchester Auftritte mit ihm abgesagt.

In seiner Erklärung begründete Domingo seinen Rückzug damit, dass er zu dem Schluss gekommen sei, dass ein Auftritt von der harten Arbeit seiner Kollegen ablenken würde. Zudem sei er besorgt über das gesellschaftliche Klima, in dem Menschen ohne angemessenen Prozess verurteilt würden. In der Mitteilung des Opernhauses klingt es hingegen so, als sei Domingo gebeten worden, sich zurückzuziehen.

Das Gebäude der Metropolitan Opera in New York von aussen
Das Gebäude der Metropolitan Opera in New York von außen. Bildrechte: imago/Wombati

Auch das könnte Sie interessieren

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kultur Kompakt | 25. September 2019 | 10:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. September 2019, 09:46 Uhr

Abonnieren