In einer Passage in Leipzig hängen Banner für das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK).
In diesem Jahr findet das DOK Leipzig zum 62. Mal statt. Bildrechte: dpa

Dokumentarfilmfestival DOK Leipzig – 161 Filme in der offiziellen Auswahl

Am 28. Oktober startet das 62. Dokumentarfilmfestival DOK Leipzig. In diesem Jahr laufen insgesamt 161 Filme in der offiziellen Auswahl. Thematisch soll das Festival die Themen Umwelt, Kapitalismus und Rechtsextremismus in den Fokus nehmen.

In einer Passage in Leipzig hängen Banner für das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK).
In diesem Jahr findet das DOK Leipzig zum 62. Mal statt. Bildrechte: dpa

Die Veranstalter des DOK Leipzig haben am Donnerstag bekannt gegeben, dass in diesem Jahr als offizielle Auswahl 161 Filme in den sechs Wettbewerben, dem Internationalen Programm und der Sektion "Spätlese" laufen werden.

Weltpremiere als Eröffnungsfilm

Insgesamt werden während der sieben Tage 310 Filme aus 63 Ländern zu sehen sein. Die Zahl der Welt- und internationalen Premieren ist mit 95 abermals gestiegen. Eröffnet wird die 62. Ausgabe des Festivals mit der Weltpremiere von "Das Forum" des deutschen Regisseurs und Grimme-Preisträgers Marcus Vetter. Der Film behandelt das Weltwirtschaftsforum in Davos und wirft dabei einen Blick hinter die Kulissen der Veranstaltung – etwas, das nach Angaben von Festivaldirektorin Leena Pasanen noch keinem Dokumentarfilm gelungen sei.

Wie die Veranstalter weiter mitteilten, soll das Festival in diesem Jahr sein Hauptaugenmerk auf aktuelle Themen richten – so deckt es thematisch ein Spektrum von Umweltzerstörung über Kapitalismuskritik bis hin zu Rechtsextremismus und rechter Gewalt ab. Dazu wird es mit einem Symposium auch einen neuen Programmteil geben. Unter dem Titel "Wem gehört die Wahrheit?" soll an zwei Tagen anhand von verschiedenen Filmen debattiert werden können – Hintergrund ist die Kritik an Beiträgen der vergangenen Jahre zum Thema Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.

Frauenquote zeigt Wirkung

Aus Deutschland nehmen unter anderem die Filme "Zustand und Gelände" von Ute Adamczewski und "Landretter" von Gesa Hollerbach am Wettbewerb teil. Die frühere Programmchefin des DOK Leipzig, Grit Lemke, wird in diesem Jahr mit "Gundermann Revier" ihren Debütfilm präsentieren. Die Organisatoren hoben dabei auch die positive Entwicklung beim deutschen Wettbewerb in Bezug auf die Frauenquote hervor. Seit deren Einführung vor zwei Jahren sei der Anteil der von Frauen eingereichten Filme von 37 Prozent auf 45 Prozent gestiegen, sagte Pasanen.

Für die finnische Festivaldirektorin wird 2019 das letzte Jahr, in dem sie das Festival leitet. Im kommenden Jahr übernimmt der Journalist und Filmkritiker Christoph Tehechte die Leitung. Das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm ist eines der größten seiner Art in Europa und findet 2019 vom 28. Oktober bis 3. November statt. Dabei konkurrieren die Teilnehmer um 24 Preise die mit Preisgeldern von insgesamt 82.000 Euro dotiert sind.

transparent

DOK Leipzig hat das Programm des Festivals bekanntgegeben. Insgesamt laufen 161 Filme in der offiziellen Auswahl, die sich mit den Themen Umwelt, Kapitalismus und Rechtsextremismus auseinandersetzen sollen.

MDR KULTUR - Das Radio Do 10.10.2019 17:10Uhr 07:03 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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DOK Leipzig hat das Programm des Festivals bekanntgegeben. Insgesamt laufen 161 Filme in der offiziellen Auswahl, die sich mit den Themen Umwelt, Kapitalismus und Rechtsextremismus auseinandersetzen sollen.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 10. Oktober 2019 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Oktober 2019, 19:26 Uhr