Mo 07.05. 2018 09:05Uhr 30:00 min

Daniel Kehlmann: 'Tyll'
Daniel Kehlmann: 'Tyll' Bildrechte: Rowohlt Verlag
MDR KULTUR - Das Radio Mo, 07.05.2018 09:05 09:35

Lesezeit Tyll (Folge 1 von 20)

Tyll (Folge 1 von 20)

Von Daniel Kehlmann

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Vor 400 Jahren: Beginn des Dreißigjährigen Krieges

Der neue Roman des Erfolgsautors Daniel Kehlmann "Tyll" ist die Neuerfindung einer legendären Figur. Ein großer Roman über die Macht der Kunst und die Verwüstungen des Krieges, über eine aus den Fugen geratene Welt. Daniel Kehlmann veröffentlichte u.a. "Die Vermessung der Welt", "Ruhm", "F" und "Du hättest gehen sollen".

Tyll Ulenspiegel, Vagant, Schausteller und Provokateur, wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn in einem Dorf geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät schon bald mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten. Und er begegnet einigen der "Großen": Dem jungen Gelehrten und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der für sein Leben gern den Krieg kennenlernen möchte, dem melancholischen Henker Tilman und Pirmin, dem Jongleur, dem sprechenden Esel Origenes, dem exilierten Königspaar Elisabeth und Friedrich von Böhmen, deren Ungeschick den Krieg einst ausgelöst hat, dem Arzt Paul Fleming, der den absonderlichen Plan verfolgt, Gedichte auf Deutsch zu schreiben, und nicht zuletzt dem fanatischen Jesuiten Tesimond und dem Weltweisen Athanasius Kircher. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.

Produktion: Argon-Verlag 2017

Sprecher: Ulrich Noethen

(29 Min.)