Di 16.07. 2019 22:00Uhr 60:00 min

MDR KULTUR - Werkstatt

Kinder des 20. Juli

Komplette Sendung

Reichsmarschall Hermann Göring und der Chef der "Kanzlei des Führers", Martin Bormann, begutachten die Zerstörung im Raum der Karten-Baracke im Führerhauptquartier Rastenburg. 56 min
Bildrechte: dpa
MDR KULTUR - Das Radio Di, 16.07.2019 22:00 23:00

Eine Sendung von Stefan Nölke

75 Jahre nach dem 20. Juli 1944 befragt MDR Kultur-Geschichtsredakteur Stefan Nölke fünf Nachkommen wichtiger Protagonisten des Umsturzversuchs. Vier Männer und eine Frau, deren Väter an den Plänen, den Krieg zu beenden, die Naziherrschaft zu beseitigen und den Rechtsstaat wiederherzustellen, beteiligt waren und das mit ihrem Leben bezahlt haben.

Nach dem gescheiterten Attentat begann für die Familien eine große Leidenszeit: Die Nazis machten die sogenannte Sippenhaft geltend. Das heißt, die nächsten erwachsen Familienangehörigen wurden verhaftet, kamen zum Teil ins KZ und deren Kinder, 46 an der Zahl wurden in ein NS-Erziehungsheim in Bad Sachsa gesteckt, wo sie einen neuen Namen verpasst bekamen.

Was ist Ihnen dort wiederfahren? Wie haben sie die Zeit nach dem Krieg erlebt, als sich die Deutschen sich zunächst ablehnend, dann zögerlich und schließlich zum großen Teil emphatisch dem Thema Widerstand angenähert haben? Und was ist für sie das Vermächtnis des 20. Juli für unsere heutige Zeit, in der Nationalismus und Rechtsextremismus wieder an Boden gewonnen haben?

Darüber sprechen Berthold Maria Stauffenberg, Rüdiger von Voss, Wilhelm Graf von Schwerin, Friedrich-Wilhelm von Hase, Maria Theodora Freifrau von dem Bottlenberg-Landsberg. Eine Aufzeichnung aus dem Militärhistorischen Museum Dresden vom 5. Juli 2019.