Sa 20.07. 2019 19:05Uhr 25:00 min

Diskurs

Das Netzwerk hinter dem 20. Juli

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Eine Besucherin geht am 26.06.2014 in der neuen Dauerausstellung der «Gedenkstätte Deutscher Widerstand» in Berlin an den Fotos der getöteten Beteiligten des Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944 vorbei. 23 min
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MDR KULTUR - Das Radio Sa, 20.07.2019 19:05 19:30
Hinter dem Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 habe nur "eine ganz kleine Clique" gestanden, so hieß es in Hitlers Radioansprache am Abend des selben Tages. Ein Urteil, das sich bis heute vielfach gehalten hat. Und nach wie vor wird der 20. Juli in erster Linie als "militärische" und "konservative" Widerstandsaktion charakterisiert.

Dieses Bild bedarf jedoch der Korrektur, denn "ohne die Beteiligung der Sozialdemokraten hätte es den 20. Juli nicht gegeben", sagt die Historikerin Linda von Keyserlingk-Rehbein im Gespräch mit MDR-Kulturredakteur Stefan Nölke. Die Mitarbeiterin des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden hat in einer umfassenden Studie aufgezeigt, wie weitverzweigt das Netzwerk hinter dem 20. Juli tatsächlich war. Das Buch mit dem Titel: "Nur eine ganz kleine Clique?", erschienen im Lukas Verlag, gilt in Fachkreisen als eine der wichtigsten Neuerscheinungen der letzten Jahre zum Thema Widerstand.

Eine Sendung von Stefan Nölke.

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