Di 08.10. 2019 22:00Uhr 60:00 min

MDR KULTUR - Werkstatt

Komplette Sendung

Eine Gruppe von Demonstranten geht am 09.10.1989 mit einem Transparent, auf dem "Wir wollen keine Gewalt! Wir wollen Veränderungen!" zu lesen ist, bei der Montagsdemonstration in Leipzig. Mehr als 70 000 Menschen nahmen an dem Protestmarsch teil. 61 min
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MDR KULTUR - Das Radio Di, 08.10.2019 22:00 23:00

Eine Podiumsdiskussion im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig mit Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk (Historiker, Berlin), Kathrin Mahler Walther (Bürgerrechtlerin, Leipzig/Berlin) und Prof. Dr. Detlef Pollack (Religionssoziologe, Westfälische Wilhelms-Universität Münster).

30 Jahre nach dem Ende der SED-Diktatur ist eine heftige Diskussion entbrannt, von wem die Friedliche Revolution ausgegangen ist und wer sich auf sie berufen darf. Während der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk im Verein mit ehemaligen Dissidenten den Anteil der Bürgerrechtler hervorhebt, die lange vor dem Herbst 89 für demokratische Reformen gekämpft haben, verweist der Soziologe Detlef Pollack auf die Rolle der "Normalos", die nach dem 9. Oktober 1989 DDR-weit zu Hunderttausenden auf die Straße gegangen sind.

Zudem hätten auch die Ausreisewilligen ihren Beitrag geleistet. Wem verdanken wir nun die Friedliche Revolution? Darüber diskutieren der Berliner Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk, die Leipziger Bürgerrechtlerin Kathrin Mahler Walther und der Soziologe Prof. Dr. Detlef Pollack.

Eine Sendung von Stefan Nölke.