So 13.09. 2020 13:00Uhr 360:00 min

Hubert von Goisern
Hubert von Goisern Bildrechte: MDR/Holger John
MDR KULTUR - Das Radio So, 13.09.2020 13:00 19:00

MDR KULTUR am Sonntagnachmittag

MDR KULTUR am Sonntagnachmittag

  • Stereo
Mit aktuellen Beiträgen aus Kultur, Gesellschaft, Natur und Wissenschaft, außerdem "Das schöne Buch".
Mit den Sendungen: Diskurs um 15:05 Uhr, um 17:05 Uhr MDR KULTUR Spezial Musik und um 18:05 Uhr MDR KULTUR trifft.

* 13:15 Uhr - Rezension Premiere Titus Opernhaus Magdeburg
Für die Krönungsoper "La Clemenza di Tito" hat Mozart die Arbeit an der Zauberflöte unterbrochen. Doch sie ist mehr als nur ein repäsentatives Gelegenheitswerk, finden Generalmusikdirektorin Anna Skryleva und Regisseur Dietrich W. Hilsdorf.

* 13:30 Uhr - Wetter & Verkehr

* 13.45 Uhr - Kalenderblatt: 1970 - Erster New York City-Marathon
Nirgends starten mehr Menschen bei einem Marathon als in New York. Begonnen hat alles viel kleiner 1970 mit knapp 200 Läufern im Central-Park. Ein Kalenderblatt von Hartmut Schade.

* 14:15 Uhr - Schönes Buch: Leipzig Automobil
Zwischen Kultobjekt und Blechlawine - die technische und kulturelle Entwicklung des Automobils am Beispiel Leipzigs. Vorgestellt von Wolfgang Schilling.

* 14:30 Uhr - Wetter & Verkehr

* 14:45 Uhr - Zeiten & Zeichen - Hubert Von Goisern
Ein neues Album - ein neuer Meilenstein im künstlerischen Leben des Hubert Von Goisern findet Johannes Paetzold.

* 15.05 Uhr - Diskurs: "Schreib so, dass die Nazis Dich verbieten würden!"
Max Czollek mit seinem Pamphlet "Gegenwartsbewältigung". Der Lyriker und Publizist Max Czollek wirft Politik wie Kultur vor, 25 Prozent dieser Gesellschaft systematisch zu ignorieren. Deutschland sei längst ein postmigrantisches Land. Aber die "Dominanzkultur" folge immer noch nationalen Bewusstseinsströmen, die eine ausschließlich deutsche Kultur reproduziert. Eine ausschließende Kultur. In einer Tradition, die bis zur Romantik zurückginge. Carsten Tesch stellt diesen Begriff der "Dominanzkultur" dagegen kritisch infrage. Ob die Kunst aktuell nicht vor feministischen, queeren, postkolonialen, postmigrantischen Diskursen wimmele? Max Czollek gibt zu, dass sich gerade einiges bewegt. Das ändere aber nichts daran, dass "wehrhafte Poesie" angesagt sei. Für eine Gesellschaft, "die weniger diskriminierend und weniger gewaltvoll ist als die gegenwärtige".

* 15:30 Uhr - Wetter & Verkehr

* 15:45 Uhr - Gewinn und Verlust: Denkmale der Industrie in Sachsen
5 % der mehr als 1000 erfaßten Denkmale in Sachsen sind in den letzten Jahrzehnten abgerissen worden, aber es gibt auch gerettete Denkmale mit neuer Nutzung. Birgit Fritz über Beispiele in Chemnitz, Flöha und Hilbersdorf.

* 16:15 Uhr - Der Wahnsinn des Charlie Kaufman: I´m thinking of enging things
Der Autor der großartigen Komödie "Being John Malkovich" kommt jetzt mit seinem neuesten Film im Stream. Hartwig Tegler stellt ihn vor.

* 16:45 Uhr - Wortschätze: Treppenhäuser. Es liest Werner Wölbern
Das Treppenhaus ist aus der Mode gekommen. Als Umschlagplatz für Gerede und Gerüchte, Gegenstände und Gefühle wird von ihm kaum noch Gebrauch gemacht.

* 17.05 Uhr - Spezial Musik mit Claus Fischer und Heidi Eichenberg
Die Pop-Neuvorstellungen:
- Suzanne Vega:
"An Evening of New York Songs and Stories"
(Label: Cooking Vinyl / Bestell-Nr.: COOKCD763 / EAN: 0711297526325)
- Peter Broderick: "Blackberry"
(Label: ERASED TAPES / Bestell-Nr.: ERATP135 / EAN: 3663729129277)
- Nils Petter Molvaer & Mino Cinelu: "SulaMadiana"
(Label: Modern Recordings / EAN: 4050538628913)

* 18.05 Uhr - MDR Kultur trifft … Markus Meckel
Markus Meckel, geboren 1952 in Müncheberg/ Brandenburg, war der letzte Außenminister der DDR und Mitglied des Bundestages 1990 bis 2009. Als Vizevorsitzender der SPD hatte auch er sich nach der Friedlichen Revolution und dem Mauerfall 1989 sehr schnell zur deutschen Einheit bekannt, die auch in einer Erklärung der freien Volkskammer die Verantwortung der Deutschen im Zweiten Weltkrieg mit einschloss, sowie eine gemeinsame Gestaltung eines Europas nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Am 05. Mai vor 30 Jahren begannen die Verhandlungen zum 2+4 Vertrag. Markus Meckel schlug seinerzeit Dreiergespräche der beiden deutschen Staaten mit Polen vor. Helmut Kohl lehnte dies ab. Da die SPD im August 1990 aus der Regierung austrat, wurde der 2+4 Vertrag am 12.09. 1990 von Lothar de Maiziere unterzeichnet. Auch wenn Markus Meckel den Vertrag, den er mit aushandelte, nicht unterzeichnete, hält er ihn für den besten Vertrag der deutschen Einheit.
Nach 30 Jahren hat Markus Meckel seine Erinnerungen aufgeschrieben, "Zu wandeln die Zeiten", erschienen in der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig. Eine Präsentation findet am 10.09. bei der Stiftung Aufarbeitung in Berlin statt.

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