Di 22.09. 2020 22:00Uhr 60:00 min

Kopfhörer liegen auf einem Buch
Kopfhörer liegen auf einem Buch Bildrechte: MDR/Olaf Parusel
MDR KULTUR - Das Radio Di, 22.09.2020 22:00 23:00

MDR KULTUR Werkstatt Mitteldeutschland

MDR KULTUR Werkstatt Mitteldeutschland

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Gespräche, Atelier-Besuche, Diskussions-Runden und Reportagen aus Mitteldeutschland.

22.05 Uhr MDR KULTUR Werkstatt: Was hält uns noch zusammen
7. Kamenzer Rede in St. Annen von Jana Simon vom 09.09.2020

In Gesprächen, Lesungen, Atelier-Besuchen, Diskussionsrunden und Reportagen geht es um die kulturelle Arbeit in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Aktuelle Debatten und Projekte spielen dabei ebenso eine Rolle wie Traditionen in Mitteldeutschland. Zu Wort kommen jeden Dienstag um 22:00 Uhr Künstler und Autoren sowie Wissenschaftler der verschiedensten Forschungsgebiete.

Was in den vergangenen Jahren passiert ist - mit dem Aufstieg der AfD, der Verschiebung der Grenzen des Sagbaren und ganz aktuell mit Corona als sowohl vereinendem Element als auch als weiterem Faktor für die Zuspitzung der Polarisierung in der heutigen Gesellschaft - darum geht es in der diesjährigen »Kamenzer Rede«, 2020 gehalten von Jana Simon. Das Thema »Was hält uns noch zusammen« verspricht aber auch Auskunft über Potenzen des Zusammenlebens in einer veränderten Welt - mit einer gesamtgesellschaftlichen Plattform und einer gemeinsamen Gesprächsbereitschaft über alle ideologischen, politischen und sozialen Grenzen hinweg.
Mit Jana Simon setzt die in Kamenz ansässige Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption in diesem Jahr ihre 2014 ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe der »Kamenzer Reden in St. Annen« fort. Die Reihe versteht sich als ein Angebot, das Gedankengut des Aufklärers Lessing für die Analyse und Beantwortung von Gegenwartsfragen zu entdecken und zum kritischen Dialog zu nutzen.

Als nunmehr 7. Rednerin folgt die Journalistin und Autorin Friedrich Schorlemmer, Feridun Zaimoglu, Jörg Bernig, Eva Menasse, Volker Braun und Hans-Eckardt Wenzel.

Jana Simon wurde 1972 in Potsdam geboren und wuchs in Berlin auf. Sie studierte in Berlin und London Osteuropawissenschaft, Politikwissenschaft und Publizistik. Von 1997 an arbeitete sie als freie Journalistin, zunächst für verschiedene Berliner Zeitungen. Von 1998 bis 2004 schrieb sie als Reporterin für den »Tagesspiegel«; seit 2004 ist sie Autorin bei der Wochenzeitung »Die Zeit« in Berlin.
Jana Simon ist die Enkelin des Schriftstellerehepaars Christa und Gerhard Wolf. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.
Bekannt ist sie für ihre einfühlsamen und verdichteten Porträts und Reportagen. Sie gewann zahlreiche journalistische Preise wie den Alexander-Rhomberg-Preis für Nachwuchsjournalisten (2000), den Axel-Springer-Preis (2001) sowie den Theodor-Wolff-Preis (2001). 2015 erhielt sie für »Der Junge, der in den Krieg ging« den Deutschen Reporterpreis in der Kategorie „Beste Reportage"; in dieser Kategorie wurde sie 2018 vom medium magazin zur Journalistin des Jahres gewählt.
Redaktion: Katrin Wenzel