Sa 21.11. 2020 11:00Uhr 60:00 min

MDR KULTUR trifft

MDR KULTUR trifft - Nina Gühlstorff, Regisseurin, Deutsches Nationaltheater Weimar

Komplette Sendung

Sendungsbild 48 min
MDR Kultur trifft... Nina Gühlstorff Bildrechte: Dominique Brewing
MDR KULTUR - Das Radio Sa, 21.11.2020 11:00 12:00
Unsere Gäste fühlen sich dem kulturellen Leben in unserer Region besonders verpflichtet. Kuratoren, Musiker, Intendanten, Schriftsteller, Dirigenten, Maler und viele mehr finden hier ihren Platz und erzählen aus ihrem beruflichen Leben und ihrem privaten Alltag.

Bei MDR KULTUR haben Sie die einmalige Gelegenheit, interessante Menschen näher kennenzulernen, die sich dem kulturellen Leben in unserer Region besonders verpflichtet fühlen. Kuratoren, Musiker, Intendanten, Schriftsteller, Dirigenten, Maler und viele mehr finden hier ihren Platz und erzählen aus ihrem beruflichen Leben und ihrem privaten Alltag.

Die in Weimar lebende Regisseurin, Kuratorin und Festivalleiterin Nina Gühlstorff inszeniert am Deutschen Nationaltheater Weimar "Die Heimkehr des Odysseus". Die Premiere der Oper in einem Prolog und drei Akten von Claudio Monteverdi sollte am 21.11.2020 stattfinden. Die Probenarbeiten wurden durch den zweiten Lockdown unterbrochen, finden unter strengerem Hygienekonzept statt und manch Beleuchterprobe wurde über digitale Konferenzen vom Wohnzimmer in den Probenraum geführt. Wegen der erneuten Schließung der Theater wegen der Corona-Pandemie findet nun am 20.11. eine interne Vorpremiere von "Die Heimkehr des Odysseus" im DNT Weimar statt. Die eigentliche Premiere ist auf den 03. Dezember verschoben, verbunden mit der großen Hoffnung, dass sich der Bühnenvorhang wieder für ein Publikum heben kann.

Nina Gühlstorff wurde 1977 in Ratzeburg geboren. Nach dem Abitur erkundete sie 1996 die polnische Theaterlandschaft und studierte von 1997 bis 2001 Musik- und Sprechtheaterregie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Anschließend absolvierte Nina Gühlstorff ein Gastsemester am Moskauer Theaterinstitut GITIS. Ihre experimentellen Projektarbeiten führten sie nach Israel, Polen und Russland, Recherchestipendien des Goethe-Instituts in den Senegal und nach Namibia. Sie war Mitbegründerin und bis 2011 die Leiterin des Festivals "Spieltriebe" am Theater Osnabrück, inszenierte in dessen Rahmen zeitgenössische Dramatik und Musiktheater. Mit AKA:NYK arbeitet Nina Gühlstorff verstärkt an partizipativen Formaten und dokumentarischen Theaterprojekten. So entstanden u. a. "Schwarzweiß", ein Stadtprojekt um den Fall des in Polizeigewahrsam verbrannten Oury Jalloh am Anhaltischen Theater Dessau, „Der dritte Weg“ am Theaterhaus Jena oder die Uraufführung "Beute Mensch" am Theater Bern. Am Deutschen Nationaltheater Weimar inszenierte Nina Gühlstorff "Eugen Onegin", "Die Zauberflöte" und Verdis "Otello", sowie im Schauspiel "Ciao, bella, ciao!", einen Abend mit Liedern zum 101. Jubiläum der Oktoberrevolution.


Moderation: Carsten Tesch
Redaktion: Angelika Zapf