Do 14.01. 2021 18:00Uhr 60:00 min

MDR KULTUR Spezial: Die geniale Mrs. Highsmith

Psychologie und Spannung: Patricia Highsmith

Komplette Sendung

Patricia Highsmith (geschätzt 1976) 55 min
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MDR KULTUR - Das Radio Do, 14.01.2021 18:00 19:00
Spannung plus Psychologie: das ist das Erfolgsgeheimnis der Patricia Highsmith. Als Krimi-Autorin hat sie die Grenzen des Genres neu gezogen bzw.: sie hat sie niedergerissen. Zum 100. Geburtstag sprechen wir über die Romane, die Verfilmungen sowie über das Leben der P. Highsmith. Mit Gesprächen bzw. Beiträgen mit/ von Zoe Beck, Stefan Maelck und Thomas Hartmann.

* 18:08 Uhr - Zwei Fremde im Zug (Ausschnitt)

* 18:12 Uhr - Das Leben der Patricia Highsmith
Wie lebte sie, unter welchen Bedingungen schrieb sie, wie und wo fand sie die Ideen für ihre Romane? Beitrag von Jörg Schieke

* 18:20 Uhr - Proust oder Joyce? Highsmith!
Sie hören ein Spezial zum 100. Geburtstag von Patricia Highsmith bei mdr kultur. Wie aktuell sind eigentlich ihre Bücher und lohnt es sich sie wieder zu lesen? Immer wieder mein Stefan Maelck, der jetzt erzählt wie er in den 1980ern Jahren die Bücher von Patricia Highsmith für sich entdeckte.

* 18:30 Uhr - Von Highsmith lernen - die Autorin Zoe Beck im Gespräch
Die Krimi-Autorin Zoe Beck im Gespräch über die Erzählkunst der Patricia Highsmith.
Unser Spezial heute - wir feiern ein bisschen vor und widmen uns eine Stunde lang der Meisterin des psychologischen Romans – das passt hier vielleicht wirklich besser als das schnöde Wort: Krimi - und diese Meisterin ist Patricia Highsmith. Am 19. Januar würde Patricia Highsmith 100 Jahre alt werden, und das nehmen wir zum Anlass, um über die Romankunst dieser Frau zu sprechen. Und ich freue mich sehr, dass ich dazu nun mit einer Frau verbunden bin, die diese Kunst nun hier in Deutschland weiterführt. Ich spreche mit der Schriftstellerin Zoe Beck, die zu den bekanntesten deutschen Krimi-Autorinnen der Gegenwart gehört - ausgezeichnet mit dem Deutschen und dem Berliner Krimipreis, außerdem aktiv als Übersetzerin, Verlegerin, Synchron-Regisseurin für den Rundfunk, zuletzt erschien von ihr der Thriller: "Paradise City" beim Suhrkamp Verlag.

* Zoe Beck - Patricia Highsmith, so können wir nachlesen, war mit vielen ihrer Romane in Europa erfolgreicher als in ihrer Heimat, den USA. Dort hieß es in den 1970er und 80er Jahren, sie sei gar keine richtige Krimi-Autorin, schreibe "zu literarisch" für dieses Genre. Was, denken Sie, haben die amerikanischen Kritiker damit gemeint, mit diesem Vorwurf "zu literarisch"?
* Haben sich eigentlich, vielleicht auch dank Patricia Highsmith, die Kriterien in den letzten Jahrzehnten auch gewandelt? Können Krimi-Leserschaft und Kritik heute mit solchen raffinierten, uneindeutigen Erzählmustern besser umgehen?
* 1951 ist Patricia Highsmith mit "Strangers on a train" (deutsch: "Zwei Fremde im Zug") weltberühmt geworden. Der Roman wurde dann ja auch von Alfred Hitchcock verfilmt. Der Roman erzählt von zwei Männern, die sich zufällig im Zug begegnen. Zwischen beiden entwickelt sich eine spezielle psychologische Konstellation, die dann beide zu Mördern macht. Was ist, aus Ihrer, der Sicht der Schriftstellerin, bei einer solchen Geschichte das Entscheidende: Dass sie, bis in die Psychologie der Figuren hinein glaubhaft und nachvollziehbar ist - oder dass sie spannend ist, egal ob das Geschehen "realistisch" erscheint?
* Zoe Beck, Sie sind auch Übersetzerin - und auch wenn Sie Patricia Highsmith nicht übersetzt haben, so doch noch diese Frage. Was ist der spezielle Reiz, aber womöglich auch die spezielle Falle beim Übersetzen solcher ambitionierten Kriminal-Romane?

* 18:40 Uhr - Der talentierte Mr. Ripley u.a. Filme
"Zwei Fremde im Zug", "Der talentierte Mr. Ripley" oder "Der Schrei der Eule". Alles Romane, die von Patricia Highsmith stammen und die es zu einem ansehnlichen Bekanntheitsgrad gebracht haben. Und nicht nur das: alle drei wurden verfilmt, so wie noch eine ganze Reihe weiterer Werke der Schriftstellerin. Thomas Hartmann hat sich in diesem Highsmith-Film-Universum mal umgesehen.

* 18:50 Uhr - Vorschau auf den Abend
Mitwirkende
Redaktion: Jörg Schieke