Sa 29.05. 2021 11:00Uhr 60:00 min

MDR KULTUR trifft Axel Helbig

Literaturvermittler, Autor, Herausgeber, Redakteur, Mitherausgeber der Zeitschrift für Literatur und Kunst "Ostragehege" Dresden

Komplette Sendung

Axel Helbig Moderation 46 min
Axel Helbig Moderation Bildrechte: Ostragehege Redaktion
MDR KULTUR - Das Radio Sa, 29.05.2021 11:00 12:00

Trotz des erneuten coronabedingten Ausfalls der Leipziger Buchmesse stehen in der Stadt vom 27.05. bis 30.05. rund 350 Literaturveranstaltungen unter dem Motto "Leipzig liest extra" auf dem Programm. Alle MDR-Programme und im Zusammenschluss mit der ARD bieten zudem ein digitales und analoges Angebot unter dem Motto #wirsindbuchmesse an. MDR Kultur trifft begegnet den ganzen Monat Mai Menschen rund ums Buch.

Axel Helbig ist Literaturvermittler, Autor, Herausgeber, Redakteur und Mitherausgeber der Zeitschrift für Literatur und Kunst "Ostragehege". Druckfrisch liegt zur diesjährigen Leipziger Buchmesse im Mai die 100ste Ausgabe vor und das im 27sten Jahr des Erscheinens von "Ostragehege". Gefeiert werden muss später im Jahr. Die Zeitschrift für Literatur und Kunst bringt unveröffentlichte Lyrik, Prosa, Essays, Interviews, Rezensionen zu Literatur, bildender Kunst, zeitgenössischer Musik und kunstgeschichtliche Essays heraus und erscheint vierteljährlich. Herausgeber ist der Literarische Arena e.V., die Redaktion haben Annett Groth, Axel Helbig, Aron Koban und Patrick Wilden inne. Gestaltung und Bildreadktion: Andreas Beier. Es werden keine Aufträge vergeben, sondern die Redakteure verlassen sich auf das, was kommt und das sind in der Regel 1500 ernstzunehmende Einsendungen. 80 finden Eingang in "Ostragehege". Die Auflage liegt seit jeher bei 500 Exemplaren. Unter den ca. 450 literarischen Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland ist "Ostragehege" ein Geheimtipp.

Axel Helbig wurde 1955 in Freital geboren. Neben der Literatur interessierten ihn die Naturwissenschaften. Er studierte Chemie an der Technischen Universität in Dresden, war dort anschließend als Aspirant u.a. im Auftrag der Leuna-Werke tätig und wechselte dann in ein wissenschaftliches Institut, welches mit dem Zeitungs- druckwesen zu tun hatte. 1987 legte Axel Helbig seinen Beruf aus politischen Gründen nieder und übte fortan verschiedene Tätigkeiten aus. Unter anderem war er Nachtwächter in einem Wohnheim für mosambikanische Vertragsarbeiter. Mit der politischen Wende wirkte Axel Helbig ab 1990 als Pressesprecher im neugegründeten Koordinierungsausschuss des Landes Sachsen und wechselte dann in den Sächsischen Landtag. Berufs- begleitend lernte er Verwaltungsfachwirt und arbeitete anschließend im Petitionsausschuss des Sächsischen Landtags. Bis zur Rente, bis 2019 wirkte Axel Helbig im Kulturausschuss des Sächsischen Landtages als Sekretär des Kulturausschusses, zuvor war er im Untersuchungsausschuss und Umweltausschuss.

Neben seiner Tätigkeit als Redakteur und Mitherausgeber der Zeitschrift für Literatur und Kunst "Ostragehege" ist Axel Helbig Mitherausgeber der internationalen Anthologien "Das Land Ulro nach Schließung der Zimtläden", Literarische Arena, Dresden 2000 (mit Peter Gehrisch), "Heimkehr in die Fremde", Literarische Arena, Dresden 2002 (mit Peter Gehrisch und Jayne-Ann Igel) und "Orpheus versammelt die Geister", Literarische Arena, Dresden 2006 (mit Peter Gehrisch). Im Leipziger Poetenladen Verlag ist er Mitherausgeber der sächsischen Lyrikanthologien "Es gibt eine andere Welt. Neue Gedichte" (2011, gemeinsam mit Andreas Altmann) und "Weltbetrachter. Neue Gedichte" (2020, gemeinsam mit Róža Domašcyna).

Im Leipziger Literaturverlag sind von Axel Helbis erschienen: "Annäherung an das Unsagbare. 33 Verführungen zur Literatur der Moderne" (Essays, 2006), "Der eigene Ton. Gespräche mit Dichtern" (2007), "Der eigene Ton 2. Gespräche mit Dichtern" (2015) und "Skeptische Zärtlichkeit. Junge deutschsprachige Lyrik" (Anthologie, Hrsg. mit Ulf Großmann, 2009).

Im Märkischen Verlag Wilhelmshorst ist er Mitherausgeber der Reihe "Poesiealbum". In der Edition Dreizeichen Meißen ist 2015 das "Zündblättchen 68" erschienen mit Lyrik von Axel Helbig (Auszüge aus dem Zyklus "Chopin") sowie Tuschpinselzeichnungen von Hermann Naumann.