Mi 09.06. 2021 06:00Uhr 180:00 min

Screenshot des Angebots Museum Digital: Webbrowserfenster mit gezeichnetem Porträt von Händel, das über eine Lupenfunktion inspiziert wird.
Die digitalisierten Händel-Grafiken lassen sich im Browser genau inspizieren. Bildrechte: MDR (Screenshot)
MDR KULTUR - Das Radio Mi, 09.06.2021 06:00 09:00

MDR KULTUR am Morgen

MDR KULTUR am Morgen

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Beiträge aus der Sendung

Carina Wiese (Steffi) und Anja Schneider (Isa) bei Aufnahmen zur Hörspielserie "Gefundenes Fressen" von Holger Böhme 6 min
Bildrechte: MDR/Olaf Parusel
Martin Kippenberger. Metro-Net 4 min
Bildrechte: Albrecht Fuchs
Feuilleton 4 min
Bildrechte: IMAGO
Nora Schmid, Intendantin Opernhaus Graz, 2013 7 min
Bildrechte: dpa

Die Schweizerin Nora Schmid wird ab 2024 die Semperoper Dresden leiten. Sachsens Kulturministerin Klepsch stellte die 42-Jährige als Nachfolgerin von Peter Theiler vor.

MDR KULTUR - Das Radio Mi 09.06.2021 06:00Uhr 07:22 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio
* 06:08 Uhr - Wort zum Tage

* 06:15 Uhr - Sachbuch der Woche: Karsten Nitsch: Wo die wilden Tiere wohnen
Von klein auf verbrachte der Naturführer und Spreefotograf Karsten Nitsch seine Zeit in den geheimnisvollen Wäldern der Lausitz. Heute kennt der 58-Jährige die Flora und Fauna seiner Heimatregion so gut wie kaum ein anderer: Tür und Tür lebt er in Einklang mit den Tieren des Waldes. Fast täglich bietet Nitsch begleitete Expeditionen in kleinen Gruppen durchs Lausitzer Teichland an. In seinem "Spreecamp" kann man sich sogar in eine Blockhütte einmieten. Die Nachfrage ist hoch: Denn nicht selten trifft man bei solchen Streifzügen durch die Natur auf wilde Tiere, wie zum Beispiel den Wolf, der zurück in Deutschlands Wäldern ist. Von diesen spannenden Beobachtungen erzählt Karsten Nitsch in seinem Debüt mit dem Titel "Wo die wilden Tiere wohnen". Rebekka Adler mit einem Einblick in das Leben des Lausitzer Naturführers und Fotografens.

* 06:30 Uhr - MDR Kulturnachrichten mit Ole Steffen

* 6:40 Uhr - Der Stichtag: 1991 - Vulkan Pinatubo bricht aus
Die Einwohner hielten den Pinatubo für erloschen. Ein Irrglaube, wie sich 1991 zeigte. Nach Jahrhunderten der Ruhe brach der indonesische Vulkan aus.
(Autor: Reinhardt Bartusch)

* 06:50 Uhr - Nationale Medienschau: Rente mit 68

* 07:10 Uhr - Weimaer Kontroversen: Sind wir von Natur aus böse?
Sind wir von Natur aus böse? - Eine ganz große Frage. Über die gerade in Pandemie-Zeiten trefflich diskutiert werden kann. Die Klassik Stiftung Weimar will das heute tun, im Rahmen des Debattenformats "Weimarer Kontroversen". Eingeladen sind zwei Gäste, Susan Neiman, Philosophin und auch Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Und der Autor Andreas von Westphalen. In seinem Buch "Die Wiederentdeckung des Menschen" spricht er sich gegen die These vom Mensch als egoistischem Nutzenmaximierer aus.
Heute Abend wird Andreas von Westphalen auführlich mit der Philosophin Susan Neiman über die Frage "Sind wir von Natur aus böse?" diskutieren. Bei den Weimarer Kontroversen - Eine Kooperation von Klassik Stiftung Weimar und MDR Kultur, die Moderation übernimmt Carsten Tesch.

* 07:20 Uhr - Händel digital
"Händel digital" so heißt es ja in diesen Tagen als Alternative zu den Händelfestspielen in Halle. Aber laut Intendant Clemens Birnbaum wird es im Netz kein Ersatzprogramm geben, sondern eine ganz neue Form. Und dabei wird auch das Händel Oratorium "Theodora" aus dem Jahre 1749 aufgeführt. Es ist die Geschichte einer christlichen Märtyrerin, die sich im 3. Jahrhundert nach Christus im untergehenden römischen Reich weigerte, die römischen Götter zu verehren. Theodora lässt sich selbst durch Gewalt nicht von ihrem christlichen Glauben und ihren Tugenden abbringen und stirbt als Märtyrerin. Zu erleben ist das Werk mit der englisch/deutschen Geigerin Rachel Harris, die zugleich Gründerin des Ensemble Schirokko Hamburg ist. Für sie erfüllt sich damit ein Wunsch...

* 07:30 Uhr - MDR Kulturnachrichten mit Ole Steffen

* 07:40 Uhr - Achtung Kunst: Leipziger U-Bahn ans Weltnetz!
Vor knapp einem Vierteljahrhundert (1997) starb der Künstler Martin Kippenberger im Alter von nur 44 Jahren. Doch seitdem scheint sein internationaler Ruhm immer mehr zu wachsen. Sammler in aller Welt reißen sich um seine Bilder, und für viele Gegenwartskünstler wurde Martin Kippenberger gar zum Idol. Kurz vor seinem Tod im Jahr 1997 sorgte er nochmals mit einem spektakulären Kunstprojekt für Aufsehen, das er nicht nur bei der Documenta in Kassel und den Skulptur Projekten in Münster verwirklichte, sondern auch in Leipzig auf dem Neuen Messegelände.
Dort hatte er die Idee realisiert, ein weltumspannendes U-Bahn-Netz mit dem Namen "Metro-Net" zu errichten. Dafür schuf er an verschiedenen Orten der Welt fiktive U-Bahn-Eingänge – wie eben auch auf dem Leipziger Messegelände. Das Leipziger Museum der bildenden Künste widmet diesem "Metro-Net" nun eine ganze Ausstellung – und MDR Kunstredakteur Andreas Höll ist zunächst einmal eingetaucht in die schräge Welt des Martin Kippenberger.

* 07:50 Uhr - Feuilleton mit Wolfgang Schilling

* 8:10 Uhr - Von Graz nach Dresden: Die neue Intendantin Semperoper
Die Schweizerin Nora Schmid wird von 2024 an die Semperoper Dresden leiten. Sachsens Kulturministerin Klepsch stellte die 42-Jährige heute als Nachfolgerin von Peter Theiler vor. Sein Vertrag endet in drei Jahren. Für Schmid wird es eine Rückkehr an die Semperoper. Dort war sie unter anderem 2010/2011 Chefdramaturgin. Klepsch sagte, Schmid sei eine Intendantin der neuen Generation. Sie lobte ihre Begeisterung für die Oper als gesellschaftlich relevanten Ort. Schmid, die derzeit Intendatin der Oper Graz ist, wird die zweite Frau an der Spitze der Dresdner Oper.

* 08:30 Uhr - MDR Kulturnachrichten mit Ole Steffen

* 08:40 Uhr - Gefundenes Fressen (Folge 3 von 10)
Der dritte Streich der zweiten Staffel unser Soap um die Dresdnerinnen Steffi und Isa – und den verlorenen Sohn Justus.
Tatsächlich schien ja Jochens Fehltritt ein "Gefundenes Fressen" für Isa. Denn in der gestrigen Folge war eigentlich nur Steffi, die geprellte Ehefrau, beauftragt, im Gespräch mit Jochen die Tatsachen um die Entstehung neuen Lebens aufzuklären. Doch Isa, unermüdliche Streiterin für restriktionsfreies Denken, hatte sich selbst an die Kindsmutter, mit der Jochen "das Linnen geteilt hatte", herangemacht. Denn sie vermutete, dass Jochen die Verantwortung für seinen Fehltritt abwälzen würde: Für Isa also ein "Gefundenes Fressen". Doch Steffi fühlte sich nicht nur von Jochen, sondern auch noch von Isa hintergangen. Nicht zu Unrecht. So steht am Beginn der 3. Folge für Isa ein Gang nach Canossa.


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