Sa 10.07. 2021 11:00Uhr 60:00 min

MDR KULTUR trifft Judith Meister

Filmemacherin, Videokünstlerin, Leipzig

Komplette Sendung

Video-Künstlerin Judith Meister 35 min
Video-Künstlerin Judith Meister Bildrechte: Morgane Launay
MDR KULTUR - Das Radio Sa, 10.07.2021 11:00 12:00
"Ein Jahr März" heißt der dokumentarische Kurzfilm der Leipziger Filmemacherin und Videokünstlerin Judith Meister, der im Rahmen der MDR Initiative DOK Creative 2021 ausgewählt und am 15. Juli im Rahmen des 33. Dresdner Filmfestes gezeigt wird. Mit einer cinematischen Handkamera und einem Schauspieler werden Menschen quer durch die gesamte Leipziger Stadt nach ihrer Meinung, ihren Wünschen, ihrer Hoffnung und ihren Vorstellungen der nächsten Jahre in der Pandemie befragt und inspiriert vom französischen Dokumentarfilm-Genre Cinéma Vérité der 60er Jahre gezeigt. Judith Meister entschied sich für eine poetische, kritische Collage. Sie wollte den Menschen außerhalb des digitalen Raums zuhören.

"Corona Creative" hieß der erste Ideenwettbewerb, den der Mitteldeutsche Rundfunk während des ersten Lockdowns infolge der Corona-Pandemie im März 2020 ausrief, um Filmemacherinnen und Filmemacher zu unterstützen. Mit einem Sonderetat und von einer Jury ausgewählt, wurden die eingereichten Kurzfilme in einer Länge von 15 Minuten realisiert und ausgestrahlt. Einer davon war von Judith Meister und trug den Titel "In der Zwischenzeit".

Unter dem Motto "Neustart! Neustart?" rief der Mitteldeutsche Rundfunk erneut im Frühjahr für die noch immer unter den Auswirkungen der Pandemie beeinträchtigten Filmschaffenden zu der Initiative DOK Creative 2021 auf. Die Produktionen von acht dokumentarischen Kurzfilmen, die sich mit den Folgen der Corona-Pandemie beschäftigen, wurden mit 100.000 Euro unterstützt und feiern ihre Weltpremiere am 15. Juli beim 33. Dresdner Filmfest. Am gleichen Tag werden sie im MDR-Fernsehen, Online und in der ARD Mediathek zu sehen sein.
In Leipzig wurde Judith Meister 1986 geboren, in Freiburg wuchs sie auf. An der Universität Wien studierte Judith Meister Theater-Film- und Medienwissenschaft. Seit 2015 arbeitet sie als Kamerafrau, Videokünstlerin für Theaterproduktionen und Performances u.a. am Schauspiel Leipzig und mit den freien Gruppen wie [nain] theaterCoLaborativ, Wisp Kollektiv und dem Verein Kino Datsche e.V. Zeitgleich realisierte Judith Meister eigene Kurzfilme und Videoinstallationen. Sie wurde für die Künstlerresidenzen Laboratorio Arte Alameda in Mexico City, Letschebach Kunstverein goes Istanbul und dem WISP Lab Vol. 3 ausgewählt und nahm teil an der Filmmasterclass TP2 Talentpool und Werkleitz PMMC für neue dokumentarische Formate. Von 2018 bis 2020 arbeitete Judith Meister als festangestellte Videotechnikerin am Schauspiel Leipzig. Unter anderem führte sie dort 2019 die Live-Kamera in "Jeder stirbt für sich allein / Die Leipziger Meuten" in der Regie von Armin Petras und 2020 für "Eripios" in der Regie von Anna-Sophie Mahler drehte und bearbeitete sie die Videosequenzen.
Mitwirkende
Moderation: Thomas Bille
Redaktion: Angelika Zapf