So 11.07. 2021 13:00Uhr 360:00 min

Cover "Tief im Osten"
Cover "Tief im Osten" Bildrechte: Jürgen Matschie
MDR KULTUR - Das Radio So, 11.07.2021 13:00 19:00

MDR KULTUR am Sonntagnachmittag

MDR KULTUR am Sonntagnachmittag

  • Stereo

Beiträge aus der Sendung

Mit aktuellen Beiträgen aus Kultur, Gesellschaft, Natur und Wissenschaft, außerdem "Das schöne Buch".
Mit den Sendungen: Diskurs um 15:05 Uhr, um 17:05 Uhr MDR KULTUR Spezial Musik und um 18:05 Uhr MDR KULTUR trifft.

* 13:15 Uhr - Schüler stellen in der Willy-Sitte Galerie aus
Die Tage der Willy-Sitte Galerie in Mersburg scheinen gezählt zu sein. Jetzt stellen seine Schüler*innen aus. Theo M. Lies war dort.

* 13:30 Uhr - Wetter & Verkehr

* 13:45 Uhr - Der Stichtag: 1856 "Deutschen Turnzeitung" erscheint in Leipzig
Egal ob "Elf Freunde", "Sportkurier Mannheim", "Eishockey News" oder "Klettern". Ihre Wurzel haben die deutschen Sportzeitungen ist einer Zeitung, die heute vor 165 Jahren zum erstenmal erschien: die "Deutsche Turnzeitung". Ein Stichtag von Hartmut Schade.

* 14:15 Uhr - Schönes Buch: Jürgen Matschie: Tief im Osten - Die Lausitz im Wandel
Von ganz normalen Menschen, die ins Räderwerk der Geschichte geraten.

* 14:45 Uhr - Ab morgen Lesung im ARD Radiofestival: Unsere anarchistischen Herzen
In diesem Jahr debütieren beim ARD Radiofestival junge Autorinnen und Autoren. Morgen werden die Texte von Lisa Krusche gelesen.

* 15:05 Uhr - MDR KULTUR – Diskurs: Das Geheimnis der Bundeswehr
Warum die für Kämpfe ausgebildeten Einheiten heute in der Bundesrepublik eine Parallelwelt entwickeln.
Die Militärhistoriker Sönke Neitzel im Gespräch mit Carsten Tesch
Im Diskurs spricht MDR KULTUR mit führenden deutschsprachigen Intellektuellen über die essentiellen Fragen unserer Zeit. Das Themenspektrum reicht von Geschichte und Gesellschaft über Philosophie, Religion und Kulturgeschichte bis hin zu Naturwissenschaften und Lebenshilfe.
Soldat*innen werden dafür ausgebildet, zu kämpfen, zu töten und eventuell selbst dabei zu sterben. Aber der Begriff ‚Kämpfen' komme in den Reden der letzten zehn Jahre im Bundestag wahrscheinlich so gut wie nicht vor, sagt Sönke Neitzel. "Darauf würde ich eine gute Flasche italienischen Rotwein verwetten, dass das so ist."
In der öffentlichen Wahrnehmung wollen die Deutschen vom Militärischen nichts wissen. Politisch gilt das Thema als unpopulär und risikoreich. Gleichzeitig gibt es die Kampfeinsätze im Ausland und die Rüstungsdebatte. Und es blüht, mehr oder weniger heimlich, eine militärfaszinierte Popkultur.
Sönke Neitzel beschreibt das im MDR KULTUR Diskurs als eine verdruckste Doppelmoral. Speziell die kämpfende Truppe entwickele unter diesen zweideutigen Umständen eine Parallelwelt. Mit Stammeskulturen (Tribal Cultures), informellen Hierarchien und heimlichen Traditionen.
Für sein neues Buch "Deutsche Krieger Vom Kaiserreich zur Berliner Republik - Eine Militärgeschichte" hat er die Kulturen der Soldaten und Offiziere seit 1871 untersucht.
Redaktion: Katrin Wenzel

* 15:30 Uhr - Wetter & Verkehr

* 15:45 Uhr - Mit Defätismus durch die Zensur des Dritten Reiches: Ilse Werner
Sie war die Quasi-Kronprinzessin Zarah Leanders und hat darüber hinaus einige große Songs aufgenommen, z.B. "Schön war es doch", Sky Nonhoff über Ilse Werner.

* 16:15 Uhr - Weltgeschichte vor der Haustür "Der Fürstenhügel von Leubingen - das mitteleuropäische Reich"
Mitteldeutschland ist geschichtsträchtiger Boden: vom Urpferdchen des Geiseltalsees über mittelalterliche Kaiserpfalzen bis zu Erfindung der Zahnbürste wurde hier Geschichte geschrieben. Weltgeschichte oft.Und genau die oft weniger bekannten, aber bedeutungsvollen historischen Ereignisse stehen im Mittelpunkt der neuen MDR-Kultur Serie "Weltgeschichte vor der Haustür". Aller 14 Tage jeweils Freitags im Podcast und am Sonntag im Radio. Heute gehen wir knapp 4.000 Jahre zurück, genauer ins Jahr 1492 vor Christi Geburt, als in Nordthüringen ein mächtiger Mann beerdigt wurde. Wir kennen zwar weder seinen Namen noch seinen Titel, aber sein Grab zeigt, er war ein wichtiger Mann. Warum der Grabhügel von Leubinger Weltgeschichte ist, erzählt Hartmut Schade. Es spricht Conny Wolter.

* 16:30 Uhr - Wetter & Verkehr

* 16:45 Uhr - Wortschätze: Wortschätze: Genau. Es liest Marina Frenk

* 17:05 Uhr - MDR KULTUR Spezial Musik mit Johannes Paetzold
Die Musikredakteure von MDR KULTUR stellen Neuerscheinungen aus dem aktuellen Musikmarkt vor.
Die Auswahl reicht von Jazz, Pop, Weltmusik, Chanson bis Folk und Elektronik.
Unter anderem mit diesen Alben:
* John Grant "Boy From Michigan"
* Maple Glider "To Enjoy is the Only Thing"
* The Shins "Oh, Inverted World" (20th Anniversary Remaster)
* Laura "Quiet Land"
* Sarah Walk "simply" (EP)

* 18:05 Uhr - MDR KULTUR trifft… Judith Meister, Filmemacherin, Videokünstlerin, Leipzig
Bei MDR KULTUR trifft haben Sie die Gelegenheit, interessante Menschen näher kennenzulernen, die sich dem kulturellen Leben in unserer Region besonders verpflichtet fühlen. Menschen aus Kunst, Kultur, Politik, Wissenschaft und Zeitgeschehen finden hier ihren Platz und erzählen aus ihrem beruflichen Leben und privaten Alltag.
"Ein Jahr März" heißt der dokumentarische Kurzfilm der Leipziger Filmemacherin und Videokünstlerin Judith Meister, der im Rahmen der MDR Initiative DOK Creative 2021 ausgewählt und am 15. Juli im Rahmen des 33. Dresdner Filmfestes gezeigt wird. Mit einer cinematischen Handkamera und einem Schauspieler werden Menschen quer durch die gesamte Leipziger Stadt nach ihrer Meinung, ihren Wünschen, ihrer Hoffnung und ihren Vorstellungen der nächsten Jahre in der Pandemie befragt und inspiriert vom französischen Dokumentarfilm-Genre Cinéma Vérité der 60er Jahre gezeigt. Judith Meister entschied sich für eine poetische, kritische Collage. Sie wollte den Menschen außerhalb des digitalen Raums zuhören.
"Corona Creative" hieß der erste Ideenwettbewerb, den der Mitteldeutsche Rundfunk während des ersten Lockdowns infolge der Corona-Pandemie im März 2020 ausrief, um Filmemacherinnen und Filmemacher zu unterstützen. Mit einem Sonderetat und von einer Jury ausgewählt, wurden die eingereichten Kurzfilme in einer Länge von 15 Minuten realisiert und ausgestrahlt. Einer davon war von Judith Meister und trug den Titel "In der Zwischenzeit".
Unter dem Motto "Neustart! Neustart?" rief der Mitteldeutsche Rundfunk erneut im Frühjahr für die noch immer unter den Auswirkungen der Pandemie beeinträchtigten Filmschaffenden zu der Initiative DOK Creative 2021 auf. Die Produktionen von acht dokumentarischen Kurzfilmen, die sich mit den Folgen der Corona-Pandemie beschäftigen, wurden mit 100.000 Euro unterstützt und feiern ihre Weltpremiere am 15. Juli beim 33. Dresdner Filmfest. Am gleichen Tag werden sie im MDR-Fernsehen, Online und in der ARD Mediathek zu sehen sein.
In Leipzig wurde Judith Meister 1986 geboren, in Freiburg wuchs sie auf. An der Universität Wien studierte Judith Meister Theater-Film- und Medienwissenschaft. Seit 2015 arbeitet sie als Kamerafrau, Videokünstlerin für Theaterproduktionen und Performances u.a. am Schauspiel Leipzig und mit den freien Gruppen wie [nain] theaterCoLaborativ, Wisp Kollektiv und dem Verein Kino Datsche e.V. Zeitgleich realisierte Judith Meister eigene Kurzfilme und Videoinstallationen. Sie wurde für die Künstlerresidenzen Laboratorio Arte Alameda in Mexico City, Letschebach Kunstverein goes Istanbul und dem WISP Lab Vol. 3 ausgewählt und nahm teil an der Filmmasterclass TP2 Talentpool und Werkleitz PMMC für neue dokumentarische Formate. Von 2018 bis 2020 arbeitete Judith Meister als festangestellte Videotechnikerin am Schauspiel Leipzig. Unter anderem führte sie dort 2019 die Live-Kamera in "Jeder stirbt für sich allein / Die Leipziger Meuten" in der Regie von Armin Petras und 2020 für "Eripios" in der Regie von Anna-Sophie Mahler drehte und bearbeitete sie die Videosequenzen.
Moderation: Thomas Bille
Redaktion: Angelika Zapf