Do 30.09. 2021 18:00Uhr 60:00 min

Außenansicht der Händelhalle.
Außenansicht der Händelhalle. Bildrechte: Händelhalle Betriebsgesellschaft mbH
MDR KULTUR - Das Radio Do, 30.09.2021 18:00 19:00

MDR KULTUR Spezial

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Halle Mosaik zum Tag der deutschen Einheit

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Beiträge aus der Sendung

Katrin Schumacher 3 min
Bildrechte: MDR/Hagen Wolf

MDR-Literatur-Redakteurin Katrin Schumacher lebt nun schon seit einigen Jahre in Halle – und hat die Stadt zu lieben gelernt. Was die Stadt besonders macht, erklärt sie in diesem Text.

MDR KULTUR - Das Radio Do 30.09.2021 18:00Uhr 02:48 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio
Ein Denkmal erinnert an August Hermann Francke, den Gründer der Franckeschen Stiftungen 4 min
Bildrechte: dpa
Halle im Wandel 30 Jahre nach der Wiedervereinigung

Ein Spezial zu den Feierlichkeiten am 3. Oktober

Am Wochenende blickt ganz Deutschland nach Halle. Denn dort finden am 3. Oktober die offiziellen Einheitsfeierlichkeiten statt. (Ausrichter ist immer das Land, das gerade die Bundesratspräsidentschaft inne hat und das ist in diesem Jahr mit Reiner Haselhoff Sachsen Anhalt).

Unter anderem mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es gibt einen ökumenischen Festgottesdienst und einen Festakt in der Händel Halle.

Und leider wird es kein richtiges Bürgerfest geben - Corona-bedingt. Die Stadt hat sich trotzdem vorbereitet, mit Text-Stelen und Schaufenstern, aber auch kulinarisch will man alle 16 Bundesländer vorstellen.

Wir nehmen das Ganze aber auch zum Anlass, nochmal auf die Stadt selbst zu blicken: Wie hat sich Halle nach der Wiedervereinigung verändert? Steht sie vielleicht pars pro Toto für die Transformationen nach der Wiedervereinigung? So jedenfalls sieht es der Direktor der Franckischen Stiftungen in Halle.


Mit folgenden Themen:

* 18.08 Uhr - Thomas Müller-Bahlke über Halle Im Wandel

* 18.12 Uhr - Halle im Wandel - Von der grauen Diva zur Kulturmetropole

* 18.25 Uhr - Gespräch mit dem Hallenser Künstler Moritz Götze

* 18.40 Uhr - Halle: Blühende Landschaften oder der Geruch nach Chemie

* 18.50 Uhr - Halle funkelt - eine Liebeserklärung

auch interessant

Im Wandel der Zeit - Volkshäuser in Halle, Leipzig und Jena

Volkspark Halle, Ansicht Westfassade, 1980
Wie in vielen deutschen Städten entstand auch in Halle (Saale) Anfang des 20. Jahrhunderts ein Volkshaus der Arbeiterschaft. Das traditionsreiche Gebäude, auf einer Porphyrkuppe in Giebichenstein gelegen, prägt noch heute das Stadtbild. Bildrechte: Volkspark Halle e.V.
Volkspark Halle, Bauzeichnung
Von 1906 bis 1907 wurde das Hauptgebäude im historisierenden Jugendstil nach Plänen der renommierten halleschen Architekten Albert und Ernst Heinrich Giese errichtet. Am 13. Juli 1907 wurde der Volkspark feierlich eröffnet. Bildrechte: Volkspark Halle e.V.
Volkspark Halle, Parteitag der USPD 1920
Im Oktober 1920 fand im Volkspark Halle der entscheidende Parteitag der USPD statt, der zur Spaltung der Partei führte. Bildrechte: Volkspark Halle e.V.
Leipzig Sachsen, Straßenpartie am Volkshaus, um 1935 (AUFNAHMEDATUM GESCHÄTZT!)
Das Volkshaus in Leipzig wurde 1905/1906 nach Plänen des Leipziger Architekten Oscar Schade errichtet. Der beeindruckende vierstöckige Bau diente als Sitz der Gewerkschaften und Veranstaltungsort. Während des Kapp-Putsches 1920 wurde das Haus durch Brandstiftung zerstört. Für die Finanzierung des Wiederaufbaus wurden "Volkshaus-Gutscheine" im Wert von 50 Pfennig verkauft. Bildrechte: IMAGO / Arkivi
Am 9. März 1933 stürmt und besetzt die SA das Leipziger Volkshaus, verwüstet und plündert es. Akten und Schriftstücke werden aus den Fenstern in den Volkshaushof geworfen.
Am 9. März 1933 stürmte und besetzte die SA das Leipziger Volkshaus. Akten und Schriftstücke wurden aus den Fenstern in den Volkshaushof geworfen. Bildrechte: Repro KWI e.V. Volkshaus-Geschichtsboden
Postkarte, Volkshaus der Carl Zeiss-Stiftung Jena
Die Errichtung des Volkshauses Jena wurde vom Physiker und Sozialreformer Ernst Abbe (1840-1905) initiiert, finanziert wurde es aus Mitteln der Carl Zeiss-Stiftung. Das am 1. November 1903 eröffnete Volkshaus ist eines der ältesten in Deutschland. Bildrechte: Stadtmuseum Jena
Volkspark Halle, Ansicht Westfassade, 1980
Wie in vielen deutschen Städten entstand auch in Halle (Saale) Anfang des 20. Jahrhunderts ein Volkshaus der Arbeiterschaft. Das traditionsreiche Gebäude, auf einer Porphyrkuppe in Giebichenstein gelegen, prägt noch heute das Stadtbild. Bildrechte: Volkspark Halle e.V.
Volkspark Halle, Turnhalle 1920
Die Kolonnaden, der Musikpavillon und die Turnhalle - hier eine Aufnahem von 1920 - wurden 1913 errichtet. Im Volkspark waren viele Vereine aktiv, es gab eine Theatertruppe, Mal- und Lesezirkel, Arbeiterchöre und mehreren Turnvereine. Bildrechte: Volkspark Halle e.V.
Volkspark Halle, Restaurant um 1920
Der Volkspark war ein großes Unternehmen mit zeitweise bis zu 50 Mitarbeitern. Restaurant, Biergarten und Tanzveranstaltungen waren wichtige Einnahmequellen, um das Haus zu finanzieren. Bildrechte: Volkspark Halle e.V.
Großer Saal, Bühne nach den Vorfällen vom 13. März 1925
Blick auf die Bühne im Großen Saal nach den Vorfällen vom 13. März 1925. Bei einer Wahlveranstaltung von Ernst Thälmann kam es zur Eskalation mit der Polizei, zehn Arbeiter starben, darunter der Bürstenbinder Fritz Weineck. Bildrechte: Volkspark Halle e.V.
Volkspark Halle, Fassadendetail, 2004
Der Verein Volkspark e. V. wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, das wertvolle Ensemble zu erhalten. Ende 2020 hat der Bund Mittel in Höhe von 3,5 Millionen Euro für die Sanierung des Volksparks freigegeben. Bildrechte: Thomas Ziegler / Stadt Halle (Saale)
Zerstörtes Volkshaus Leipzig im Frühjahr 1945
Wenige Wochen vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude bei Luftangriffen schwer zerstört und nach 1945 nur in vereinfachter Form wieder aufgebaut, ohne den markanten Turm und ohne den großen Festaal im Volkshausgarten. Bildrechte: Repro KWI e.V. Volkshaus-Geschichtsboden
Volkshaus Leipzig
Nach der Wende erwarb der DGB das Gebäude von der Treuhand und verkaufte es 2006 an einen internationalen Hedgefond. 2009 konnte es von der Gewerkschaft zurückerworben werden. Bildrechte: DGB Region Leipzig-Nordsachsen
Philharmonie und Volkshaus in Jena
Mitte der 90er-Jahre übernahm die Stadt Jena die Trägerschaft des Volkshauses. Die Räumlichkeiten wurden durch die Ernst-Abbe-Bücherei und die Jenaer Philharmonie genutzt. Bildrechte: IMAGO / mm images/Kajo
Bauarbeiten im Kulturhaus Jena
Im Oktober 2019 begann dann der Umbau zum modernen Kultur- und Kongresszentrum, das im Sommer 2022 eröffnet werden soll. Bildrechte: JenaKultur, Bereich Tourismus/Convention, Karoline Krampitz
Volkshaus Jena, Großer Saal
Der Große Saal des Volkshauses Jena wurde bereits 2019 fertiggestellt. Er dient unter anderem als Spielstätte für das Orchester der Jenaer Philharmonie. Bildrechte: JenaKultur, Karoline Krampitz
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Von der DDR bis heute – eine Zeitreise durch Sachsen-Anhalt

Thälmann-Platz in Halle im Sommer 1985
Das „Monument der revolutionären Arbeiterbewegung“ stand von 1970 bis 2003 auf dem Ernst-Thälmann- bzw. Riebeckplatz in Halle. Umgangssprachlich ist das Denkmal als „Fäuste“ bekannt. Das Monument aus Beton zeigte vier 15 Meter hohe erhobene Fäuste, die die Arbeiterbewegung symbolisieren sollten. Bildrechte: dpa
Thälmann-Platz in Halle im Sommer 1985
Das „Monument der revolutionären Arbeiterbewegung“ stand von 1970 bis 2003 auf dem Ernst-Thälmann- bzw. Riebeckplatz in Halle. Umgangssprachlich ist das Denkmal als „Fäuste“ bekannt. Das Monument aus Beton zeigte vier 15 Meter hohe erhobene Fäuste, die die Arbeiterbewegung symbolisieren sollten. Bildrechte: dpa
Auto stehen auf einer Kreuzung am Riebeckplatz. Im Hintergrund ist ein Hotel zu sehen.
An mehreren Stellen markierten Jahreszahlen revolutionäre Daten, darunter z.B. 1869 (Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Eisenach) oder 1949 (Gründung der DDR). Als die Umgestaltung des Riebeckplatzes in Halle begann, wurde das Monument im Juli 2003 abgerissen. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
Halle-Neustadt, Frauenbrunnen und Hochäuser im Stadtzentrum
Zwischen 1971 und 1975 wurden die Hochhäuser – Scheiben genannt – in Halle-Neustadt errichtet. Mit ihren 18 Geschossen dienten sie als Verwaltungsgebäude und Studentenwohnheime. Bildrechte: imago/Arkivi
Der Frauenbrunnen in Halle-Neustadt, im Hintergrund steht eines der Scheiben-Hochhäuser.
Die Scheibe D wurde Mitte der 1990er Jahre saniert. Das Erdgeschoss wird vom Jobcenter Halle als Bürogebäude genutzt. Die Renovierung der Scheibe A wurde im Juli 2021 beendet. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
Die Hochhäuser in Halle-Neustadt, die auch Scheiben genannt werden. Es sind sanierte und unsanierte Häuser zu sehen.
Das Gebäude wird von der Stadt Halle als Verwaltungsstandort genutzt. Die Scheibe B steht leer. In der Scheibe E wird nur das Erdgeschoss gewerblich genutzt, der Rest steht ebenfalls leer. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
Hauptbahnhof Magdeburg (Archivbild)
Der Grundstein für den heutigen Hauptbahnhof in Magdeburg wurde 1870 gelegt. Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz. 1873 fuhr hier der erste Zug. Bildrechte: dpa
Blick auf den Hauptbahnhof in Magdeburg, ein Teil des Gebäudes ist wegen Sanierungsarbeiten verhült. Davor stehen Menschen.
Übrigens: Im Roman "Der nasse Fisch" von Volker Kutscher, der als Vorlage für die Verfilmung Babylon Berlin diente, hält sich die Hauptfigur Gereon Rath, nach einem Treffen mit dem Berliner Polizeipräsidenten, einen Moment im Hauptbahnhof Magdeburg auf. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
eine alte graue Messehalle
Die Hyparschale wurde 1969 nach einem Entwurf von Ulrich Müther, der mehr als 70 Schalenbauten entworfen hat, in Magdeburg gebaut. Sie ist die größte von den rund fünfzig noch bestehenden Werken des Bauingenieurs, der die Architekturmoderne in der DDR prägte.  Zu DDR-Zeiten wurde die Hyparschale für Messen, Konzerte und Partys genutzt. Seit 1997 war sie wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt und entging nur knapp dem Abriss. 1998 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt. Bildrechte: Stadtarchiv Magdeburg
Messehalle von außen
Mehr als 20 Jahre stand das Gebäude leer. 2013 beschloss der Magdeburger Stadtrat die Sanierung der Hyparschale, die vor zwei Jahren begonnen hat.  Insgesamt kostet die Sanierung fast 17 Millionen Euro und soll 2023 abgeschlossen sein. Dann soll die Hyparschale wieder als multifunktionaler Veranstaltungs- und Ausstellungsort dienen. Bildrechte: MDR/Stefan Bernschein
Plattenbauten im Zentrum von Magdeburg in der damaligen Karl-Marx-Straße, von links nach rechts: das Hochhaus Haus des Lehrers, Restaurant Ratswaage, Hotel Gewerkschaftshaus. Passanten, parkende DDR-Fahrzeuge. Ein weißer Pkw "Wartburg" fährt die Julius-Bremer-Straße entlang.
Der Breite Weg in Magdeburg galt früher aufgrund seiner großzügigen Palaisbauten und Bürgerhäuser im Stil des Barock als schönste Barockstraße Deutschlands. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Barockstraße jedoch weitgehend zerstört. Nur zwei Barockhäuser - Nr. 178 und 179 - sind erhalten. In der Zeit der DDR wurde der Breite Weg Karl-Marx-Straße genannt. Bildrechte: Stadtarchiv Magdeburg/Fotosammlung
Blick auf die Straße "Breiter Weg" in Magdeburg. Neben einer Straßenbahn sind auch mehrere Gebäude zu sehen.
Zwischen Dom und Hasselbachplatz wurden 1964 mehrere Achtgeschosser gebaut, die 50 Jahre lang das Bild der Straße prägten. 2014 wurden sie nach und nach wieder abgerissen. Heute prägen den Breiten Weg Einkaufshäuser, Neubauten und die Grüne Zitadelle von Magdeburg. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
Das Landestheater in Dessau in Sachsen-Anhalt. Es wurde im zweiten Weltkrieg beschädigt, konnte aber wiederaufgebaut werden (undatiertes Archivbild)
Theater hat in Dessau eine lange Tradition. Bereits 1794 gab es ein festes Schauspiel-Ensemble. An seinem heutigen Platz steht das Anhaltische Theater seit 1938. Es hatte damals mit 1250 Sitzplätzen die größte Bühne nördlich der Alpen. Am 30. Mai 1944 wurde das Theater bei einem Luftangriff auf Dessau fast vollständig zerstört Bildrechte: dpa
Blick auf das Anhaltisches Theater in Dessau. An der Fassade hängt ein Plakat, auf dem steht: "Herein spaziert".
1949 konnte das Anhaltische Theater in Dessau wiedereröffnet werden. Das Theater verfügt heute über ein Fassungsvermögen von rund 1100 Zuschauern und ist mit einer der größten Drehbühnen Deutschlands ausgestattet. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
Y-Hochhäuser im Stadtzentrum von Dessau Y-Hochhäuser. (Archivbild vom 22.05.1970).
Die drei sogenannten Y-Hochhäuser am Stadtpark in Dessau wurden zwischen 1969 und 1971 gebaut. Die Gebäude mit ihren 14 Geschossen entstanden im Rahmen der Maßnahme „Rekonstruktion Stadtzentrum“. Jedes Hochhaus ist 41 Meter hoch und besaß ursprünglich 90 Wohnungen. Darunter auch Maisonette-Wohnungen, die zum Zeitpunkt der Konstruktion für Plattenbauten in der DDR einzigartig waren. Bildrechte: dpa
Bick auf die sogenannten Y-Hochhäuser in Dessau. Vor den Gebäuden stehen Bäume.
Nach vielen Diskussionen über mögliche Entwicklungen und einem drohenden Abriss der Hochhäuser in Dessau, wurden sie 2013 privatisiert und werden unter denkmalpflegerischen Aspekten modernisiert. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
Abwassersee der Filmfabrik Wolfen bei Bitterfeld.
Die Tagebau-Grube Johannes bei Bitterfeld ist besser als „Silbersee“ bekannt. Dort wurden schon in den 30er Jahren Abfälle aus der Zelluloseproduktion eingeleitet. Zu DDR-Zeiten hat die ORWO-Filmfabrik Abwässer, Schlämme und Abfälle hineingeleitet. Auf einer Fläche von rund 30 Quadratkilometern sind die Chemikalien über Jahrzehnte ins Grundwasser gelangt und haben es vergiftet. Bildrechte: imago stock&people
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