So 28.11. 2021 18:00Uhr 60:00 min

Michael Günther Bard mit verschränkten Armen
Michael Günther Bard, Künstlerischer Leiter Kammerspiele Magdeburg, Schauspieler, Regisseur Bildrechte: MDR/Susanne Bard
MDR KULTUR - Das Radio So, 28.11.2021 18:00 19:00
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MDR KULTUR am Sonntagnachmittag

MDR KULTUR am Sonntagnachmittag

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* 18:05 Uhr MDR KULTUR trifft Michael Günther Bard

Bei MDR KULTUR haben Sie die einmalige Gelegenheit, interessante Menschen näher kennenzulernen, die sich dem kulturellen Leben in unserer Region besonders verpflichtet fühlen. Kuratoren, Musiker, Intendanten, Schriftsteller, Dirigenten, Maler und viele mehr finden hier ihren Platz und erzählen aus ihrem beruflichen Leben und ihrem privaten Alltag.

Infolge der aktuellen Corona-Lage finden die Vorstellungen als 2G-Veranstaltungen statt. Diese Überschriften tragen derzeit viele Theaterspielpläne, auch zu lesen bei den Kammerspielen Magdeburg. Das dreiköpfige Ensemble, Susanne Bard, Michael Günther (Bard) und Michael Magel stehen derzeit mit "Die Winterfolge! Olvenstedt probierts! 33. Versuch die Verwandlung" von Dirk Heidicke auf der Bühne. Alle Veranstaltungen sind bis Anfang Dezember ausverkauft. Die beliebte Kultserie erfuhr durch den Lockdown schmerzhafte Unterbrechung für das Freie Theater und sein Publikum gleichermaßen. Doch erhielten die Theatermacher auch gebührend Anerkennung und Unterstützung, sowie das überraschende Angebot eines eigenen Spielhauses in Magdeburg.
Jetzt sind sie in der Feuerwache, im Forum Gestaltung, im Xampanyeria und in der "Magdeburger Zwickmühle" zu erleben. Im letztgenannten Kabarett feierte der Künstlerische Leiter Michael Günther Bard im vergangenen Jahr sein 30-jähriges Bühnenjubiläum mit dem Solostück "Dieter und der Wolf" von Holger Böhme.

Angefangen hatte alles 1990. Der Intendant, Regisseur und Theaterwissenschaftler Wolf Bunge gründete mit einem Jahrgang Schauspielstudenten das letzte Theater der DDR, die Freien Kammerspiele Magdeburg. Michael Günther Bard gehörte zu den Gründungsmitgliedern. In "Romeo und Julia" fiel ihm die kleine Rolle des Paris zu, doch schnell kamen größer Rollen und Hauptrollen wie in Shakespeares "King Lear" oder Ibsens "Ein Volksfeind". Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Susanne Bard wechselte er 2001 ans Theater Bern, gastierte am Staatstheater Wiesbaden u.a. mit Herr Paulmann in Ulrich Hubs Uraufführung "Remind to forget". Für diese Rolle erhielt Michael Günther Bard auf dem KosovoIn Festival in Pristina den Preis als bester männlicher Schauspieler. 2007 wechselte er fest ans Staatstheater Wiesbaden und war u.a. als Antonius in "Antonius und Kleopatra" Helmer in "Nora", Bruscon in Bernhardts "Theatermacher" oder Goethe in "Lotte in Weimar" zu erleben. Gastspiele führten Michael Günther Bard auf Internationale Festivals nach Peking, Zypern und Bulgarien. Auch vor der Kamera war und ist der Schauspieler zu erleben, u.a. in "Baader", "Mein Bruder ist ein Hund", "Tatort", "Polizeiruf 110" oder "SOKO Leipzig".
2014 kehrten Michael Günther Bard und Susanne Bard zurück nach Magdeburg, um die "Kammerspiele Magdeburg" zu gründen.

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