Di 24.05. 2022 18:00Uhr 60:00 min

MDR KULTUR Spezial

"Wir sehen rot" - Eine Kulturgeschichte der Menstruation

Komplette Sendung

Endometriose 37 min
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MDR KULTUR - Das Radio Di, 24.05.2022 18:00 19:00
Über Menstruation sprechen viele nicht gerne. Es ist ein Thema, das mit Scham und Ekel besetzt ist, möglichst versteckt werden soll. Deshalb wollen wir uns heute fragen- woher rührt dieses Tabu und welche Folgen hat es? Selbst auf der politischen Ebene ist Menstruation als Thema präsent.

Da gab es z.B. die Herabsetzung der Mehrwertsteuer auf Hygieneprodukte im Jahr 2020 und jetzt ganz aktuell die Forderung nach kostenlosen Hygieneartikeln in öffentlichen Toiletten, in diesem Jahr in Leipzig umgesetzt. Genauso wird zur Zeit diskutiert, ob es freie Tage für Menstruierende geben sollte: Drei Tage Menstruationsurlaub - darüber wird gerade in Spanien verhandelt.

Ein anderes Thema ist eine sehr schmerzhafte Krankheit, die mit Menstruation einhergehen kann - aber noch weitestgehend unbekannt ist: Endometriose. Frankreich z.B. finanziert Forschung zu dieser viel unterschätzten Krankheit, will Betroffene endlich ernst nehmen und besser versorgen. Wie sieht es in Deutschland damit aus?

* 18:10 Uhr / 18:20 Uhr / 18:40 Uhr - Franka Frei, Journalistin und Autorin des Buches "Periode ist politisch"

* 18:50 Uhr - Endometriose: Die unterschätze Krankheit.
Gut 2 Millionen Frauen in Deutschland quälen sich mit der Krankheit Endometriose - häufig ohne zu wissen, was sie wirklich haben. Denn bis zur korrekten Diagnosestellung vergehen oft bis zu zehn Jahre. Die Erkrankung der Gebärmutter ist überaus schmerzhaft, schränkt Betroffene erheblich in ihrer Lebensqualität ein und kann zu Unfruchtbarkeit führen. Dennoch ist die chronische Krankheit schlecht erforscht undBetroffene in Deutschland werden häufig schlecht versorgt. Jasmin Galonski beleuchtet diese Problemfelder im Gespräch mit einer betroffenen Frau, die ihren Leidensweg bis hin zur Diagnose schildert und der führenden Endometriosespezialistin Dr. Sylvia Mechsner von der Charité.
Mitwirkende
Redaktion: Jasmin Galonski und Regine Schneider