So 18.09. 2022 13:00Uhr 360:00 min

René Pfister: Ein falsches Wort
René Pfister: Ein falsches Wort Bildrechte: Deutsche Verlags-Anstalt
MDR KULTUR - Das Radio So, 18.09.2022 13:00 19:00
MDR KULTUR - Das Radio So, 18.09.2022 13:00 19:00

MDR KULTUR am Sonntagnachmittag

MDR KULTUR am Sonntagnachmittag

  • Stereo
* 13 Uhr - Nachrichten

* 13:15 Uhr - Der Schein von "links": Identitäre Dogmatik
Eine "linke Ideologie"aus den USA bedrohe Meinungsfreiheit in Deutschland, besagt der Untertitel
des aktuellen Bestsellers von Spiegel-Autor René Pfister "Ein falsches Wort". Doch im Gespräch mit MDR Kultur räumt Pfister ein, so "links" ist diese Ideologie gar nicht. Wie meint er das?

* 13:30 Uhr - Wetter und Verkehr

* 13:45 Uhr - Der Stichtag: 1952 Charlie Chaplin aus USA ausgebürgert
Einen London Besuch des Schauspielers nutzen die amerikanischen Behörden, um Charlie Chaplin wegen vermeintlich antiamerikanischer Umtrieb aus den USA auszubürgern.
(Autor: Siegfried Tesche)

* 14 Uhr - Nachrichten

* 14:15 Uhr - Das schöne Buch
Grete Weil: "Der Weg zur Grenze"
Die Liebesgeschichte von Grete Weil und ihrem 1941 im KZ Mauthausen ermordeten Mann Edgar Weil. Vorgestellt von Sky Nonhoff.

* 14:30 Uhr - Wetter und Verkehr

* 14:45 Uhr - Kerstin Schwarz und ihre wohlklingenden Tasteninstrumente
Kerstin Schwarz hat Intarsienschneiderin gelernt, Restauratorin studiert und am Händelhaus in Halle gearbeitet. Dann machte sie sich selbständig, lebte in Italien und ist nun wieder in Sachsen-Anhalt. Besonders bekannt ist sie für ihre Klaviernachbauten.

* 15 Uhr - Nachrichten

* 15:05 Uhr - MDR KULTUR – Diskurs: "Ein falsches Wort". Das Gefahrenpotential einer "neuen linken Ideologie". René Pfister im Gespräch mit Bernd Schekauski
Was darf man sagen? Was warum eigentlich nicht? Und: wer bestimmt, was alles nicht gesagt werden darf? Endlose hitzige Debatten wurden in jüngerer Vergangenheit über solche Fragen bereits geführt. Und es hat den Eindruck, als würde sich der Furor so schnell nicht legen. Neue Nahrung erhält er durch ein Buch von Spiegel-Autor René Pfister: "Ein falsches Wort". Die einen loben es als mutig. Von anderen wird es gebrandmarkt als "misogyn", "transfeindlich" und als "Versagen journalistischer Standards". Pfister sagt, er wolle warnen - vor einer "neuen linken Ideologie aus Amerika", die "unsere Meinungsfreiheit" bedrohe. Worauf geht diese Ideologie zurück? Was hat sie mit Fundamentalismus zu tun? Und übertreibt er nicht, wenn er meint, sie sei eine Bedrohung für die Demokratie? Bernd Schekauski im Gespräch René Pfister.
(Redaktion: Katrin Wenzel)

* 15:30 Uhr - Wetter und Verkehr

* 15:45 Uhr - Ausstellung "Gurlitt - eine Bilanz" im Kunstmuseum Bern

* 16 Uhr - Nachrichten

* 16:15 Uhr - Beerensonnenbrand und hohe Mostgewichte: Weinlese auf Schloss Wackerbarth
Es ist Erntezeit in den mitteldeutschen Weinbergen. Wie fällt sie dort aus, wo die Trauben in einer barocken Bilderbuchlandschaft wachsen? Wolfgang Schilling war mit dem Weinbauleiter unterwegs auf den Weinberg-Terrassen.

* 16:30 Uhr - Wetter und Verkehr

* 16:45 Uhr - Wortschätze: Loblied des Stumpsinns. Es liest Dieter Mann
Nähme der denkende Zeitgenosse die Fragen des Daseins auch nur annähernd so ernst, wie sie genommen zu werden verlangen, wäre er stündlich und philosophisch sozusagen dauernd auf Hochtouren. Ein Loblied auf den Stumpfsinn.

* 17 Uhr - Nachrichten

* 17:05 Uhr - MDR KULTUR Spezial Musik mit Petra Rieß
Die Musikredakteure von MDR KULTUR stellen Neuerscheinungen aus dem aktuellen Musikmarkt vor.
Die Auswahl reicht von Jazz, Pop, Weltmusik und Chanson bis Folk und Elektronik.
Unter anderem mit diesen Alben:
* Heather Nova, Album: "Other Shore"
* Bells Larsen, Album: "Good Grief"
* Beth Orton, Album: "Weather Alive"
* Max Prosa, Album: "Wann könnt ihr endlich friedlich sein?"
* Salvador Sobral, EP (digital only) "SAL"
* Woods of Birnam, Album: "Macbeth"
* Turin Brakes, Album: "Wide-Eyed Nowhere"

* 18 Uhr - Nachrichten

* 18:05 Uhr - MDR KULTUR – trifft: Jirko Krauß
Philosophischer Praktiker, Mediator, Dozent, Initiator und Mitbegründer des Transformatorenwerks Leipzig und Festivals "Leipzig denkt: Alarm und Utopie" 05. - 08.10.

"Leipzig denkt: Alarm und Utopie", so heißt ein vom 5. bis 8. Oktober stattfindendes spartenübergreifendes interdisziplinäres Denk-Gespräch-Kunstfestival. Die erste Idee dafür entwickelte Jirko Krauß, Philosophischer Praktiker, Mediator und Dozent in Leipzig inmitten der Corona-Pandemie. In Thomas Bünten, Marc Ulrich und Rainer Trotzke fand er Gleichgesinnte. Zusammen gründeten sie den Transformatorenwerk Leipzig e.V. als Trägerverein des Festivals. Im Zentrum der vier Tage in Leipzig steht das gemeinsame offene, dialogische und künstlerisch-performativ vermittelte Nachdenken über zentrale gesellschaftliche Fragen, über unsere Ich-, Wir- und Weltverhältnisse.

Corona-Krise, Klima-Krise, Krise der Demokratie, Folgen des Angriffskriegs auf die Ukraine - die gravierenden gesellschaftlichen Umbrüche gehen einher mit einer zunehmend komplizierter werdenden gegenseitigen Verständigung und Kommunikation. Das Festival will zwischen verschiedenen Künsten und Sparten wie Literatur, Theater, Performance, bildende Kunst und Musik, der Philosophie und den Geistes- und Sozialwissenschaften Denkräume für Gespräche und denkende Verständigung in der Öffentlichkeit anbieten.

Kooperationspartner des Festivals sind u.a. das Theater LOFT, die Schaubühne Lindenfels, das Literaturhaus Leipzig, das Zeitgeschichtliche Forum, das soziokulturelle Zentrum Budde-Haus, die Moritzbastei Leipzig, sowie die Universität Leipzig und Vertreter der Stadt Leipzig. Gefördert wird es u.a. von der Bundeszentrale für politische Bildung, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, vom Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung.

* Jirko Krauß
In Schlema wurde Jirko Krauß 1980 geboren, im sächsischen Erzgebirgskreis wuchs er auf. Nach dem Abitur zog es ihn zur Marine und es begann eine 12-jährige Offizierslaufbahn. Von 2001 bis 2005 studierte er u.a. an der Universität der Bundeswehr in München Staats- und Sozialwissenschaften, war Bootseinsatzoffizier und Hörsaalleiter im Bereich U-Boote, promovierte und nahm anschließend ein Masterstudium in Philosophie, Mediation und Philosophischer Praxis auf. Mit Arbeiten über leibliches Verständnis sprachlicher Verletzungen (Merleau-Ponty), sowie über Verständigung und Anerkennung (Habermas/ Honneth) schloß Jirko Krauß dieses Studium ab und gründete zunächst in Kiel eine Philosophische Praxis. Zeitgleich absolvierte er einen postgraduellen Studiengang Akademisch-philosophische Praxis an der Universität in Wien. Seit 2012 ist Jirko Krauß in Leipzig ansässiger freier Dialogpartner für Philosophische Praxis / Lebensberatung & Mediation. Er arbeitet mit Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen an existentiellen und gesellschaftlichen Themen. Zudem arbeitet er als freiberuflicher Hochschuldozent an verschiedenen Universitäten, Hochschulen und Akademien.
(Redaktion: Angelika Zapf)