So 02.10. 2022 06:00Uhr 240:00 min

Jan Buk / Buck: twórba/Werk
Jan Buk / Buck: twórba/Werk Bildrechte: Sorbisches Museum Bautzen
MDR KULTUR - Das Radio So, 02.10.2022 06:00 10:00
MDR KULTUR - Das Radio So, 02.10.2022 06:00 10:00

MDR KULTUR am Sonntagmorgen

MDR KULTUR am Sonntagmorgen

  • Stereo
* 06:08 Uhr - Wort zum Tage
Das Wort zum Tag kommt Gregor Heidbrink - Superintendent des Kirchenkreises Apolda-Buttstädt.

* 06:20 Uhr - Bach-Kantaten - Podcast (Folge 127)
MDR KULTUR am Morgen - jetzt wieder mit einer Kantate von Johann Sebastian Bach. Die Einführung im Podcast mit dem Musikjournalisten Bernhard Schrammek und Michael Maul, Intendant des Leipziger Bachfestes.

* 06:30 Uhr - Bach Kantate
Johann Sebastian Bach:
Christus, der ist mein Leben BWV 95
Dorothee Mields, Sopran, Hans Jörg Mammel, Tenor, Thomas E. Bauer, Bass
Collegium Vocale Gent
Philippe Herreweghe
Harmonia mundi France
HMC 901969
LC 07045

* 07:15 Uhr - "Alles ist Landschaft" - Der sorbische Maler Jan Buck
Der Maler Jan Buck gilt als bedeutendster sorbischer Maler der Neuzeit. Lange Jahre hat er in der Nähe von Bautzen gelebt und auch den künstlerischen Nachwuchs der Region mitgeprägt, unter anderem als Lehrender an Abendakademie der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Vor drei Jahren ist er in der Nähe seines Geburtsortes Nebelschütz mit 96 Jahren gestorben. Anlässlich seines 100. Geburtstages gibt es eine Reihe von Ausstellungen an mehreren Orten in Deutschland und Polen. Den Anfang macht das Sorbische Museum in Bautzen. "Alles ist Landschaft - Der sorbische Maler Jan Buck" wird am Sonntag eröffnet. Eva Gaeding hat sich vorher schon einmal umschauen dürfen.
Die Ausstellung "Alles ist Landschaft - Der sorbische Maler Jan Buck" wird heute, um 15.00 Uhr im Sorbischen Museum in Bautzen eröffnet. Sie läuft bis zum 26.02.2023.

* 07:30 Uhr - Wetter & Verkehr

* 07:45 Uhr - Wortschätze: Der Flaneur. Ein Abschied
Wenn morgen der "Tag der Einheit" in Deutschland begangen wird, dann fragen wir alle uns natürlich auch, wie das, was da am 3. Oktober 1990 vereint wurde, zusammengewachsen ist. Fragen: was ist erreicht, wo hapert‘s, wie soll die Zukunft aussehen? Im Osten passiert all das besonders kritisch, weil die Prozesse, die die deutsche Wiedervereinigung in Gang gesetzt hat, hierzulande oft tiefe Einschnitte bedeuteten. Aber gab es sie wirklich nur in den fünf neuen Bundesländern? Zur ganzen Wahrheit gehört wohl auch, dass sich Deutschland seit dem Mauerfall insgesamt verändert hat. Symptome dafür gab und gibt es viele. Matthias Altenburg, vielen Krimi-Fans unter dem Pseudonym Jan Seghers bekannt, begleitet seit vielen Jahren in Kolumnen auf seinem Blog diese Wandlungen von Wirklichkeit und hält seine Beobachtungen fest. Es liest Shenja Lacher.

* 08:15 Uhr - Tokyo 1988 - Flucht von drei Kruzianern in den Westen
32 Jahre ist morgen die deutsch-deutsche Wiedervereinigung her – kaum mehr vorstellbar, wie hart die Mauer die Menschen in Ost und West einst voneinander trennte. Und welche Risiken einige auf sich nahmen, um in die Freiheit zu gelangen. So wie drei junge Sänger des Dresdner Kreuzchors – auf einer Konzertreise in Japan flohen sie 1988 in den Westen. Eine MDR-Doku erzählt heute Abend ihre Geschichte. Andreas Roth stellt sie vor.
Die Dokumentation "Über Tokio in den Westen" mit der Fluchtgeschichte der drei Kruzianer ist heute Abend um 22:20 Uhr im MDR Fernsehen zu sehen – und jederzeit in der ARD Mediathek.

* 08:30 Uhr - Wetter & Verkehr

* 08:45 Uhr - Der Stichtag: 1952 Rehabilitierung von Wehrmachtsoffizieren
Im Juli 1952 ist auf der II. Parteikonferenz der SED zu erfahren, dass nunmehr der Aufbau des Sozialismus planmäßig angegangen wird. Die Frage, die sich dabei stellt: Was macht man mit denen, die bis 1945 als Offiziere in der Wehrmacht gedient haben? Was wird aus den ehemaligen NSdAP-Mitgliedern? Die Antwort folgt fast prompt. Im Oktober. Per Gesetz. Mehr über dieses Gesetz, mehr über sein Zustandekommen jetzt im Stichtag von Thomas Hartmann.

* 09:15 Uhr - Kirche aus dem Kofferraum
14 Kirchgemeinden und wenig Zeit für Begegnung und Seelsorge. Das ist für Pfarrerin Jeanett Schurig aus dem Kirchspiel Magdala Alltag. Wie kann Kirche für die Menschen da sein? Mit dem Projekt "Koffer. Raum. Kirche" probiert sie seit ein paar Jahren ein neues Format aus: Sie fährt in den Sommermonaten mit dem Auto auf Plätze in den Dörfern, packt Stühle, Tische und Kaffee aus und wartet, wer kommt. Samira Wischerhoff hat sie für uns getroffen.

* 09:30 Uhr - Wetter & Verkehr

* 09:40 Uhr - "Drüben": Die Dresdner Sinfoniker und ihr Projekt zum Tag der Einheit
Am Montag – und zwar schon 18 Uhr – gehen die Dresdner Sinfoniker im Kulturpalast auf eine Zeitreise. "Drüben" nennt sich ihr Konzertprogramm zum Tag der Deutschen Einheit, das Theater, Tanz, Dokumentarisches und Musik verbindet und zwei Auftragswerke zur Aufführung bringt. Markus Lehmann-Horn komponierte ein Stück für geteiltes Orchester und die britische Komponistin Charlotte Bray eines für wiedervereintes Orchester. Heike Schwarzer kam noch vor den ersten Proben mit den Dresdner Sinfonikern über ihr ungewöhnliches Konzert zur Deutschen Einheit ins Gespräch.
18:00 Uhr ist Beginn – das umfangreiche Vorprogramm sollte man mit einplanen! Tickets für 15 €, ermäßigt 9 € an allen Dresdner Vorverkaufsstellen oder an der Abendkasse des Kulturpalastes.

* 09:50 Uhr - Hinweis auf Gottesdienst
Um 10:00 Uhr hören Sie hier bei MDR Kultur wieder einen Gottesdienst – diesmal kommt er aus der evangelischen Stadtkirche St. Marien in Torgau. Dort lädt seit dem Frühjahr auch die sächsische Landesgartenschau Besucherinnen und Besucher zum Staunen über die Pracht der Blumen ein – Christen würden sagen: zum Staunen über die Schöpfung. Kein Zufall deshalb, dass auf der LAGA in Torgau auch die Kirche Angebote macht. Mein Kollege Andreas Roth hat sich das angesehen – passt der Glaube gut zu solch einem Fest der Natur?
Die meisten Besucherinnen und Besucher auf der Gartenschau in Torgau werden keine Kirchenmitglieder sein und dort auch nicht mit Kirche rechnen – war dieses ungewöhnliche Angebot ein Fremdkörper für sie?