Sa 29.04. 2017 09:05Uhr 30:00 min

Der Fotograf Thomas Billhardt zeigte 2015 seine Bilder, die im Vietnamkrieg entstanden sind, im Kennedy-Museum in Berlin.
Der Fotograf Thomas Billhardt zeigte 2015 seine Bilder, die im Vietnamkrieg entstanden sind, im Kennedy-Museum in Berlin. Bildrechte: IMAGO
MDR KULTUR - Das Radio Sa, 29.04.2017 09:05 09:35

MDR KULTUR - Feature Foto: Billhardt

Foto: Billhardt

Geschichte und Gesichter

  • Stereo
Von Steffen Lüddemann

Das berühmteste Foto Thomas Billhardts entstand 1967 in Nordvietnam. Es zeigt einen großgewachsenen amerikanischen Piloten, der von einer zierlichen Vietnamesin mit aufgepflanztem Bajonett in die Gefangenschaft abgeführt wird. Das Foto wurde hundertfach abgedruckt, im Westen wie im Osten und steht bis zum heutigen Tag als Synonym für den Krieg, den die USA in Vietnam führten.

Der Anfang der 1960er Jahre an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst ausgebildete Thomas Billhardt war damals gerade erst 30 Jahre alt und quasi über Nacht zu einem weltberühmten Fotografen geworden.

Doch sein Werk steht nicht nur für Kriegsberichterstattung. In seinen über sechzig Fotobüchern finden sich Menschen und Landschaften aus aller Welt, so auch die Bilder einer Sibirien-Reise, die er gemeinsam mit Brigitte Reimann unternommen hat.

Sein Handwerk gelernt hat der in Chemnitz geborene Thomas Billhardt bei seiner Mutter Maria Schmid. Sie hat ihm bereits in seiner Kindheit die Liebe zur Fotografie vermittelt und ihn immer in seiner Kunst bestärkt.


Regie: Stefan Kanis
Produktion: MDR 2012

Sprecher:
Torben Kessler
Danne Hoffmann